Heute hatte ich „Hüpfstunde“ (= Ballett), und bin nicht zum Nähen gekommen. Ich habe aber meine Ovi nach langer Nicht-Benutzung entstaubt, eingefädelt und mit einigen Probenähten auf den Stoff abgestimmt; das hat jetzt auch fast zwanzig Minuten gedauert. So kann ich morgen direkt mit dem Nähen loslegen 🙂
Monat: März 2008
Zu- und aufschneiden
Heute habe ich die Freizeithose zugeschnitten:

Außerdem habe ich das Knopfloch im Bund der Jeans-Jacke aufgeschnitten und versucht, es von Hand einzufassen. Mh, sieht nicht so toll aus; bin etwas aus der Übung, hatte zu wenig Licht am Platz und der Stoff franst recht gut aus, wie Jeans das eben so an sich hat. Da werde ich nochmal neu dran müssen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen 🙄
Was ich heute nicht genäht habe…
… war dieses Knopfloch:

Das ist das Knopfloch im Bund der Jeans-Jacke. Mit der ersten Version von gestern war ich optisch nicht zufrieden, also habe ich aufgetrennt und es nochmal probiert. Wurde leider auch nicht besser. Also auch das zweite aufgetrennt. Der Höhenunterschied durch die Nahtzugabe, die direkt neben dem Knopfloch liegt, macht den Transport schwierig. Da muss ich noch grübeln. Am besten, ich mache es direkt per Hand; mal sehen.
Dafür habe ich die fünf Knöpfe eingeschlagen, so dass ich die Jacke jetzt schließen kann. Da es heute recht warm war, habe ich sie direkt zum Hauptbahnhof ausgeführt, wo ich meine zwei Buchlieferungen aus der Packstation abgeholt habe. Den ersten Tragetest hat sie also schon bestanden, obwohl sie noch nicht hundertprozentig fertig ist 
Bevor ich das Knopfloch neu genäht habe, hatte ich auch den Bund vorne teilweise aufgetrennt, und versucht, die vordere Kante etwas schöner hinzubekommen. Hat leider nicht geklappt. Da werde ich noch ein Stück Band drübernähen müssen, um die unschöne Ansatzkante zu verdecken.
Diese ganzen Trennarbeiten haben recht viel Zeit gefressen, so dass ich heute zwar viel Zeit mit Nähen verbracht, aber keine großen Ergebnisse vorzuweisen habe. Ich werde aber gleich noch eine Freizeithose zuschneiden, die ich morgen nähen will. Ich brauche dringend etwas mehr Bekleidung für meine Ballettstunden! Mal gucken, ob sich mein Jogginghosen-Schnitt dafür eignet, wenn ich die Beine etwas schmaler mache. Der Schnitt ist nämlich schon auf meine Figur angepasst und also eigentlich ein no-brainer. Vielleicht bin ich ja morgen erfolgreicher als heute.
DC3
= Daily challenge, Teil 3.
Heute bin ich auf die glorreiche Idee gekommen, zu testen, ob die Knopflöcher überhaupt groß genug sind für die Knöpfe. Natürlich nicht an einem Teststück, sondern direkt an der Jacke. No risk, no fun. 
Also einen Prym Jeans-Knopf eingeschlagen, was erstaunlich leicht geht, und dann das Knopfloch in der Ärmelmanschette aufgeschnitten. Passt! 😀
Ich hab dann direkt das zweite Manschetten-Knopfloch genäht, und auch dort den Knopf eingesetzt. Hier der Beweis:

Die Knöpfe sind eigentlich glatt glänzend silber, nicht gold.
So, und jetzt gehe ich wieder mal auf die Couch, lese die neue Burda, und gucke dabei mit einem Auge den Tatort im Ersten. Ist zwar auch eine Wiederholung, aber ich glaube, die Folge kenne ich noch nicht. Dabei spielt mein Lieblings-Kommissar, Borowski, die Hauptrolle. Der beste Kommissar von allen derzeit! Und sein Zeitlupen-Flirt mit der Psychologin ist einfach nur klasse anzusehen! 
Das fängt ja gut an…
… Zweiter Tag und schon faul. Heute habe ich dummerweise mal Fernsehen geguckt, einen alten Tatort mit den Leipzigern; die fand ich immer gut. Neben einigen anderen häuslichen Tätigkeiten hat mir das heute die Zeit geraubt. Aber ein Knopfloch im Ärmelbund hab ich immerhin gemacht! Hier, nicht so schön geworden, aber es geht:

Und die Fäden bei den anderen Knopflöchern habe ich während des Fernsehens vernäht. Und jetzt hüpfe ich in die Heia. *gähn*
Challenge – daily sewing
Nein, ich schreibe jetzt nicht in englisch, keine Angst. 
Aber klingt irgendwie kühler als Herausforderung – tägliches Nähen, oder? 😉
Gute Vorsätze – bis zur Paris-Fahrt sind es nur noch wenige Wochen, und eigentlich, ja eigentlich, hatte ich mir vorgenommen, bis dahin noch einige Stöffchen zu verarbeiten, damit ich vor Ort mit gutem Gewissen neue kaufen kann. Außerdem habe ich hier immer noch einen Haufen Ufos liegen, die ich vor dem Umzug, der iiiirgendwann dieses Jahr stattfinden wird, auch gerne weghätte. Und die Zeit läuft und läuft, und mir fehlt irgendwie die Lust. Zwischem dem Wort und der Tat liegt das Meer, wie es so poetisch heißt.
Aber – das ist jetzt vorbei, denn mit etwas externer Unterstützung von Marion habe ich mir vorgenommen, jeden Tag wenigstens ein bisschen zu nähen. Und zum Beweis kommt jeden Tag ein Bild ins blog.
Also hier das heutige Bild *tusch*

Ich habe es endlich gebacken bekommen, die Knopflöcher in meiner Jeansjacke zu machen. Hurra!
Normalerweise sind Knopflöcher kein Problem für mich. Bei dieser Jacke gab es jedoch ein Problem: An einer vorderen Kante hat der Stoff einen Webfehler, den ich natürlich erst nach dem Zuschneiden entdeckt habe. Den habe ich dann nach einigen Monaten Frust mit diesem schönen Kafka-Band – ein Zufallsfund – überdeckt und direkt ein Design-Feature daraus gemacht.
Leider wurde die verfügbare Beleg-Breite dadurch kleiner als für die Knopflöcher nötig wäre; jedenfalls, wenn man sie quer einbaut, wie es eigentlich angebracht wäre.
Das hat mich dann wiederum geraume Zeit zurückgeworfen. Ich spielte mehrere Alternativen durch – Druckknöpfe, Klettverschluss, Knebelverschluss – aber keine befriedigte mich so wirklich. Also dachte ich, was soll´s, kommen die Knopflöcher eben längs rein. Wird schon gehen. Denn, wie schon der gute Charles gesagt hat, „es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als ständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird.“ Amen, Bruder!
Und da sind sie nun. Ob sie den Praxistest bestehen, wird sich zeigen, sobald das Wetter besser wird. Die Knopflöcher in den Ärmelbünden fehlen noch; die kommen später, und die Fäden müssen noch vernäht werden, aber der Großteil ist geschafft. Hach, das fühlt sich gut an! 😀
In der Grundschule haben wir immer lächelnde Gesichter in unser Heft gemalt bekommen, wenn die Hausaufgaben gut waren. Etwa so fühle ich mich jetzt 
Mondänes Täschchen
Heute hatte ich Muße, die letzten Stiche an meiner neuesten Kreation zu machen, einer clutch, vulgo Unterarmtasche. So sieht sie aus:

Die Anleitung hatte ich kürzlich bei Craftster gesehen, und mich spontan in die Tasche verliebt. Ich habe eine lilafarbene Wildseide verwendet, die mir eine Kollegin geschenkt hatte. Der edle Stoff schien mir genau der Richtige für diese mondäne Tasche zu sein. 🙂
Die schrägen Falten, die im Original nur eingelegt sind, habe ich wie Abnäher komplett zugesteppt, weil sie in der dickeren Wildseide sonst optisch ganz untergegangen wären.
Die Anleitung hat mich leider einige Nerven gekostet. Auf den ersten Blick sah sie ganz einfach aus, aber das Fehlen konkreter Angaben, abgesehen von den Ausgangsmaßen, und die recht unorthodoxen Verarbeitungstechniken
haben mich Blut und Wasser schwitzen lassen.
Hier ein Bild vom Innenleben:

An der oberen Kante sind verarbeitsbedingt ansonsten zwei Nähte zu sehen; die habe ich auf Vorschlag meiner Nähkränzchen-Kollegin Monika mit dem Samtband überdeckt. Der Vorschlag war Gold wert, sonst hätte das nämlich ziemlich unsauber ausgesehen!
Am besten gefällt mir der große Perlmutt-Knopf, der ebenfalls im Licht ein wenig lila schimmert. Für diese Tasche ist er das Tüpfelchen auf dem i! 😛
Das Schnittmuster hat auf jeden Fall großes Potential, aber eine professionelle Bearbeitung würde ihm sehr gut tun. Insgesamt bin ich aber jetzt sehr zufrieden mit dem Teil – Paris kann kommen! 😀
Vogue 7608 – Einstieg und Ausstieg
Wie Marion in ihrem Blog bereits geschrieben hatte, wollten wir – unser Nähkränzchen – uns gemeinsam am Motivationsmonat Jeans beteiligen. Und wir wollten alle nach dem gleichen Schnitt nähen, Vogue 7608, ein sehr bekannter Jeans-Schnitt von Sandra Betzina.
Ich hatte mir diesen Schnitt bereits vor längerer Zeit gekauft, und auch einmal auskopiert. Ich hatte mir sogar vermerkt, dass ich den Schnitt angepasst hätte. Aber da diese Anpassung vor der Entdeckung meines gut sitzenden Burda-Maßschnittes erfolgt war, war ich skeptisch.Ich habe dann lieber nochmal neu auskopiert und probegenäht. Wegen meiner Körpermaße habe ich in der Taille die Größe A verwendet, und in der Hüfte C. Das Probemodell lässt, wie nicht anders zu erwarten, aber recht viele Probleme erkennen.

Die Taille sitzt mir sehr viel zu hoch, und mein Hohlkreuz benötigt noch zwei kleine Abnäher. Ich brauche mehr Weite über der stärksten Stelle der Hüfte, dafür sind die Oberschenkel hinten viel zu weit.
Hm. 😕
Wisst ihr was… bevor ich mich mit diesen ganzen Änderungen herumplage, benutze ich lieber einen anderen Schnitt.
Als nächstes habe ich mir einen Jeans-Schnitt von Golden Pattern erstellen lassen. Da hier mit den eigenen Körpermaßen gearbeitet wird, sollte das Ergebnis wenigstens grob besser ausfallen als ein Kaufmuster. Hier der Vergleich, unten auf Papier der GP-Schnitt, darüber mein Burda-Maßschnitt:

In der Tat sieht mein Burda-Maßschnitt fast genauso aus wie der GP-Schnitt (das spricht für GP), nur die Schrittkurve ist bei Burda tiefer und breiter, eben für mein tiefes Hinterteil angepasst; wie damals bei der Bestellung gewünscht. Und die Beine sind sogar einen Tick enger bei Burda, was bei einer Jeans ja nicht verkehrt ist.
Und darum – verabschiede ich mich offiziell aus dem Vogue-Sewalong und bastele lieber meinen Burda-Schnitt zur Jeans um. Da muss ich nur die hintere Passe in Keil und Bund umwandeln, die vordere Passe in einen Bund, und fertig. Ich glaube, das ist aussichtsreicher als zig andere Änderungen zu machen, die mir noch nie so gut gelungen sind, dass ich damit zufrieden gewesen wäre. Deswegen hatte ich mir ja damals den Maßschnitt gekauft! Also verwende ich den auch! 💡