Jahresendspurt

Kurz nach Weihnachten habe ich es heute endlich geschafft, meinen Tannenbaum fertig zu nähen. 😀

Vor Weihnachten hat mich ein Virus für ein paar Tage flachgelegt, und dann fing schon unsere „Deutschland-Tournee“ zu Freunden und Familie quer durchs Land an; da hatte ich einfach keine Zeit mehr zum Nähen gehabt, geschweige denn zum Plätzchen backen oder sonst irgendwelchen weihnachtlichen Tätigkeiten. Zur Entspannung beigetragen hat allerdings die Vereinbarung, dass wir Erwachsene uns zu Weihnachten nichts mehr schenken; dadurch entfielen die obligatorischen stundenlangen Shopping-Touren auf der verzweifelten Suche nach einem Last-minute-Geschenk größtenteils. Kann ich nur empfehlen 😀

Heute dann also endlich wieder Zeit und Lust zum Nähen, nachdem ich gestern erstmal das Chaos in meinem Nähzimmer halbwegs beseitigt habe. Zumindest der Nähtisch muss schon frei sein zum Arbeiten.

Also, hier ist der Baum:

Mein erster Versuch, den Filz rechts auf rechts zusammenzunähen und dann zu wenden, ist an der Dicke des Filz´ kläglich gescheitert.  Also habe ich die beiden Seiten einfach links auf links zusammengenäht. Gefällt mir sogar noch besser so, weil die Form durch das rote Garn außen noch betont wird. 🙂

Außerdem habe ich gelernt, dass die kleinen Kugeln an den Bändern nicht gut für die Nadel sind… Falls ich je so einen Baum nochmal nähe, werde ich nur Zackenlitze und anderes ungefährliches Band verwenden, aber nichts mehr mit „Zeugs“ dran. Das breite, rote Samtband mit den Pailletten und den Rocailles dran ging so halbwegs, aber dieses schwarze und weiße Band mit den kleinen Perlen hat mich eine Nadel gekostet. Klar, ich hätte die Perlen am Rand vorher abschneiden können, aber man denkt ja immer, wird schon schiefgehen… Hinterher ist man natürlich immer klüger 😉

Jetzt muss ich noch eine Lösung für den Baumstamm finden, und mir im Baumarkt ein Rundholz schneiden lassen, oder vielleicht finde ich hier in der Gegend mal einen schönen dicken Ast. Wenn jemand Ideen hat, wie sich der Stamm dann im Inneren des Baums – derzeit mit Füllwatte gestopft – fixieren lässt, immer her damit. 🙂

Dann ist mir beim Blick in den Kleiderschrank neulich aufgefallen, dass ich bei der Zählung meiner genähten Sachen das Kleid vollkommen vergessen hatte, das ich im Juni genäht hatte, auch die Weihnachtsbaumanhänger aus dem Hobbyschneiderin-Wichteln sowie die Osterhasen aus Stoff. Also hatte ich wohl neun neue Teile genäht, nicht sechs. Immerhin.

Demnächst werde ich erstmal eine kleine Foto-Session machen, weil ich noch jede Menge Bilder von meinen fertigen Sachen für meine Website schuldig bin, wie mir aufgefallen ist. Und dann kann es mit frischem Elan losgehen ins nächste Jahr 🙂

Ein Bild und Jahresfazit

Ich wünsche allen geruhsame Weihnachtsfeiertage gehabt zu haben. 🙂

Die obligatorische Familienzusammenführung der Festtage hat es mir ermöglicht, ein Bild von meiner letzten Kreation anzufertigen, dem Bademantel für meine Nichte:

Auf dem Foto kann man aber nicht erkennen, wie kuschelig-weich der Stoff ist. 😀

Außerdem habe ich gerade einmal gezählt, wieviele Teile ich dieses Jahr genäht habe. Hm, nur sechs neue Teile, von denen zwei Deko/Accessoires waren. Naja, ein Umzug quer durch halb Deutschland, Jobsuche und neuer Job lassen sich nun mal nicht nebenher erledigen. Immerhin habe ich dazu noch weitere fünf Ufos aus den Vorjahren fertigstellen können. Ach ja, und die Kleinteile für den Weihnachts-Swap habe ich gar nicht mitgezählt.

Im neuen Jahr schaffe ich hoffentlich etwas mehr, denn zum Stoffe kaufen habe ich trotz alledem immer noch etwas Zeit finden können… 😉 Nicht zuletzt deswegen muss ich im neuen Jahr dringend neue Saiten aufziehen, denn meine Kommode fasst nicht mehr alle meine stofflichen Besitztümer, und diesen Zustand wollte ich eigentlich immer vermeiden. Ich glaube, ich versuche mich wieder im täglichen Nähen, um dem Berg Einhalt zu gebieten. Und wenn ich zuerst die Fleece- und Strickstoffe vernähe, habe ich auf einen Schlag wieder ausreichend Platz, glaube ich. Bei dem Wetter könnte man die sowieso gut gebrauchen. Guter Plan oder? 😉

E Tannenbäumsche

Wie man in meinem letzten Wohnort so schön sagen würde, ein Tannenbaum. Da wir die Feiertage „bei Muttern“ verbringen, werden wir dieses Jahr keinen eigenen Baum aufstellen. Jedenfalls keinen echten… Vor einiger Zeit bin ich aber im Hobbyschneiderin-Forum über das Bild eines Filzbaumes mit aufgenähten Bändern gestolpert. Und früher als gedacht war nun die Gelegenheit zur Umsetzung da. 🙂

Zuerst habe ich eine ausreichende *hüstel* Menge an dickem, grünem Bastelfilz gekauft, und dazu ein paar bunte Bänder. Ich hätte gerne noch etwas ausgefallenere gehabt, aber schöne Bänder sind wirklich schwer zu finden…

Dann kam das eigentliche Problem: Wie zeichnet man einen Tannenbaum?! Nach einigen Skizzen bin ich schließlich auf ein mögliches Design gestoßen, dass auch absolut zeichen-unbegabte Möchtegerndesigner wie ich umsetzen können. Und so geht es:

Zunächst braucht ihr einen Kreisausschnitt als Schablone. Den Download dazu gibt es hier: Schablone als PDF-Vorlage

Schritt 1: Schablone ausdrucken und ausschneiden, „Bruch“kante markieren. Dann braucht ihr ein großes Blatt Papier, mindestens DIN A2, Schere, Lineal, Stift.

Schritt 2: Mit dem Lineal längs mittig auf dem Blatt eine Gerade zeichnen:

Schritt 3: Die Schablone mit der Spitze nach oben und der „Bruchkante“ an der Linie anlegen und einmal rundherum mit dem Stift malen:

Schritt 4: Jetzt kommt der „Trick“: In etwa vier Zentimeter Entfernung von der ersten Geraden markiert ihr im Abstand einiger weniger Zentimeter untereinander zwei Punkte, hier rot markiert zur besseren Sichtbarkeit:

Schritt 5: Die Punkte mit einer Geraden verbinden; das wird unsere Hilfslinie für die zweite Reihe des Baums:

Schritt 6: Schablone mit der Bruchkante an die Hilfslinie anlegen, so dass die Spitze die Unterkante des ersten Motivs berührt, und wieder einmal rundherum das Motiv abmalen:

Schritt 7: Die Schritte 4 bis 6 wiederholen. Aber Achtung: Die zweite Hilfslinie muss natürlich weiter außen liegen als die erste, und zwar nun auf 8 Zentimetern Entfernung zur ersten Geraden. Genauso liegen eventuelle weitere „Baumreihen“ immer um weitere 4 Zentimeter weiter außen, also 12 cm, 16 cm etc. pp.

Wie ihr seht, passten auf mein längs liegendes A2-Papier nur vier Baumreihen drauf…

Schritt 8: Für einen schönen unteren Abschluss die Unterkante des Baumes bis zur Grundlinie in einem schönen Bogen auszeichnen. Das geht am besten mit einem großen Kurvenlineal, aber zur Not auch ohne:

Schritt 9: Nun die rechte Seite des Baumes mit einer Schere entlang der Außenkanten ausschneiden; die linke Seite des Papiers dabei nicht beschneiden!

Schritt 10: Nun die rechte Seite des Baumes entlang der Geraden auf die linke Seite des Papiers klappen. Bei dickem Papier geht das am besten, wenn man die Gerade vorher ganz leicht mit einer Schere anritzt. Dann die Außenkante auf der linken Seite abmalen und den Baum so gespiegelt verdoppeln:

Schritt 11: Jetzt auch die zweite Seite ausschneiden, und voilá, schon haben wir den perfekten Baum 🙂

Man kann sich natürlich die Arbeit mit der zweiten Hälfte sparen, wenn man, wie üblich bei Schnittmustern, den Baum in doppelter Lage ausschneidet. Die Gerade wird dabei die Bruchkante, die an der Falz des Stoffes angelegt wird. Aber ich habe für den Baum sehr dicken Bastelfilz gekauft, den ich gerne in einfacher Lage zuschneiden möchte, damit sich nichts verziehen kann.

Und wie es mit dem Baum weitergeht, folgt dann demnächst 🙂

Rot, rot, rot…

… sind alle meine Anhänger! 😀

Heute hatte ich die Ergebnisse des Weihnachts-SWAPs in meinem Briefkasten. Und ich muss sagen, das war wirklich eine schöne Überraschung 🙂

12 rote Anhänger, einer schöner als der andere, zog ich aus dem Umschlag. Patchwork, Gesticktes, Genähtes – eine rot-gold-naturfarbene Mischung, die jeden Weihnachtsbaum erfreuen wird.

Zu dumm, dass wir dieses Jahr ausnahmsweise gar keinen Baum haben werden… Ich denke, ich werde sie in einer Girlande an die Wand oder an die Fenster hängen, denn zum Herumliegen sind sie definitiv viel zu schade. 🙂

Ich freue mich auch, dass ich es selbst gerade noch rechtzeitig geschafft habe, meinen kümmerlichen Beitrag zum SWAP zu Ende zu bringen. Angemeldet hatte ich mich im September, und man denkt ja immer, man hätte noch soviel Zeit… *flöt*

Auf der Nadel- & Faden-Messe in Osnabrück hatte ich ein schönes weihnachtliches Druckmodel gekauft, das für die Weihnachtskarten und auch für die geplanten Anhänger zum Zug kommen sollte. Wegen der im SWAP vorgegebenen Farben Natur, Rot und Gold druckte ich das Motiv zunächst in rot auf naturfarbenem Stoff. Aber so recht gefiel es mir nicht; das Motiv kam einfach nicht so gut heraus. 🙁

Auf Anraten meines Haus- und Hof-Designers aka GöGa wollte ich dann Weiß auf rotem Stoff drucken. Bei Blauweißchen bestellte ich online Mischweiß und ein Silberperlmutt. Der Lieferung lag ein Zettel bei, auf dem stolz verkündet wurde, dass es nun ganz neu auch ein Weiß gäbe, mit dem man drucken könne; es wäre allerdings zähflüssiger als die normale Farbe – und außerdem nur vor Ort oder auf Märkten zu kaufen, nicht im Versand. Tataa, dumm gelaufen! Naja, da ich inzwischen nur noch einen Tag Zeit hatte für die Fertigstellung, musste es dann trotzdem sein. *ähem*

Mit einer Mischung aus Weiß und Silber bedruckte ich dann mehrere Reihen des Stoffes mit dem Motiv:

Jeweils zwei Motive habe ich dann mit einem Rest Frottee als „Füllung“ zusammengenäht, gewendet, die oberen offenen Kanten nach innen geklappt, wobei ich eine Schlaufe Goldgarn als Anhänger einfügte. Die äußere Kante habe ich dann rundherum mit goldgelbem Faden abgesteppt, wobei die Wendeöffnung verschlossen und der Aufhänger fixiert wurde. So sieht das Ergebnis aus:

Ich hoffe, dass der kleine Engel ein wenig Gefallen findet… – mir gefallen eure Sachen jedenfalls sehr! 🙂

Hm, es gibt jetzt einen Oster-SWAP, ob das auch was für mich wäre…? 😉

Wo kommen die bloß alle her…?

Die Ufos?! Schon wieder ist ein Jahr rum, und obwohl ich dieses Jahr ja nun wirklich kaum Zeit zum Nähen hatte, habe ich in allen Ecken und Kisten diverse unfertige Teilchen stecken. *seufz*

Der Dezember ist per Volksentscheid nun zum Ufo-Monat bestimmt worden, also überwinde ich mich mal und krose in meinen dunklen Ecken herum… :rolleyes:

Diese halbfertige Hose hatte ich eigentlich schon vorgemerkt, um den Reißverschluss wieder herauszutrennen, bevor ich den Stoff entsorge oder für andere Zwecke zerschneide:

Dann dachte ich mir, zeig sie mal kurz dem Göttergatten… Und oh Wunder, ihm gefällt sie sehr gut! *gap*

Hm, ich bin nicht sicher, ob ich dieses Teil je anziehen werde, aber da bei mir wie immer Hosen-Notstand herrscht, mache ich sie nun doch mal fertig. Wer weiß… Aber eins weiß ich, ich werde garantiert nur einfarbige Oberteile dazu anziehen! 😀