Frühlingsgefühle

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe so langsam die Nase voll von dieser ewigen Winterkälte. Dieses Jahr fand ich es wirklich extrem. Und obwohl ich mir ja eigentlich vorgenommen hatte, erstmal die dicken Winterstoffe zu vernähen, habe ich seit einigen Tagen nur noch Blusen, Röcke und Kleider im Kopf. Die neue März-Burda war da nicht wirklich eine Hilfe gegen. 😉

Also habe ich mir gestern die Bluse 106 und den Rock 105 auskopiert, und heute den Rock aus Bomull zugeschnitten und probegenäht. Und er gefällt mir gut; den werde ich mir nähen! Hier ein schnelles schlechtes Foto davon:

Der perfekte Rock gegen einen flachen Po, wie ich finde. 😀

Morgen kommt die Bluse dran; da bin ich auch mal sehr gespannt. Ich wollte die längere Version machen, um zu testen, wie mir das steht. Der Ausschnitt ist mir, wie immer bei Burda, viel zu tief, also habe ich die höhere Ausschnittlinie der größten Größe abkopiert, obwohl der Rest des Oberteils in Gr. 36 auskopiert ist. Das hilft schon mal etwas, und ich werde dann wohl noch ein Top darunterziehen müssen, um das Teil bürotauglich zu machen, schätze ich. Mal sehen. 🙂

Im Stoffparadies…

… war ich heute! Ich bin ja immer noch in der Kennenlern-Phase meiner neuen Heimatstadt, und so habe ich heute einem weiteren Stoffladen einen Besuch abgestattet, nämlich Mahler Stoffe (ehem. Tietz) in Hamburg-Hamm. Wow!

Das Lagerhaus, in dessen ersten Stock der Laden residiert, ist nicht schön, aber schön groß. Die Auswahl ist mehr als reichlich – begrüßt wurde ich von Baumwoll- und Viskose-Jerseys in unzähligen Farbschattierungen. Das alleine reicht ja schon aus, um die durchschnittliche Hobbyschneiderin in Verzückung zu versetzen. Aber es wurde immer besser, denn so ziemlich jede Stoffart, die man sich vorstellen kann, ist hier in reichlicher Auswahl vorhanden, ob Wollstoffe, Mantelflausch, Ringeljerseys, Cord, Nicky, Seiden, Blusen- und Hemdenstoffe, Kinderstoffe, Fleece, Strick, Bündchen, Futter, Deko- und Vorhangstoffe – es nahm einfach kein Ende! Das Sahnehäubchen auf dieser Torte sind die Namen einiger Hersteller bzw. Verwender, denn Mahler kauft auch Reste aus der Industrie: Prada, Gucci, Escada, Moschino, you name it. Ich schätze mich glücklich, damit einen mehr als vollwertigen Ersatz für meinen geliebten Korst in Köln gefunden zu haben. 😀

Da ich gerade in der Gegend war, habe ich noch einen kleinen Fußmarsch von einer Viertelstunde zu Kurzwaren Brügmann gemacht, der zu meiner Freude neben normalem Garn und Kurzwaren auch Overlock-Garn in Standardfarben vorrätig hat.

Die Adressen der Shops findet ihr übrigens außer durch googlen oder die Gelben Seiten auch in meiner Google Maps-Karte, auf der ich Stoff- und Bastel-Läden in Hamburg verzeichne. Wer noch Tipps in Hamburg und Umgebung für mich hat, immer her damit. 🙂

Schnell vernäht…

… habe ich ausnahmsweise auch mal einen  Stoff, nämlich die Gardine für mein Arbeitszimmer. Den Stoff hatte ich letzten Samstag erst gekauft, bei einem Besuch im Hammer Heimtex, der günstigerweise sehr nah liegt. Ich war noch nie in einem Markt dieser Kette, und war positiv überrascht von der großen Auswahl und der Qualität der Gardinen- und Vorhangstoffe. Da werde ich für die noch zu benähenden Fenster bestimmt noch einmal vorbeischauen.

Hier also mein neuestes Werk; ein Voilé mit dezenten blauen und grauen Längsstreifen, die in sich aus kleinen Querstreifen bestehen:

Verdunkelung brauche ich im Arbeitszimmer ja nicht, aber ab und zu ein wenig Sichtschutz, wenn ich wieder mal während des Nähens etwas anprobiere. Hier mal die Nahaufnahme der Querstreifen:

Aus einem abgeschnittenen Reststück mit einem Längsstreifen habe ich mir ein schmales Band zum Rückhalten der Gardine genäht. Die kleinen Streifen gefielen mir sofort, weil sie sehr gut zu dem Teppich passen werden, der hoffentlich in absehbarer Zeit meinen Raum verschönern wird; er hat „Cordrippen“ und wird vermutlich in einem intensiven Blau leuchten:

*schmacht* Seit ich ihn gesehen habe, will ich nur noch den; alle anderen sehen langweilig aus dagegen! Leider habe ich immer so einen guten Geschmack, und der Anschaffungswiderstand ist etwas höher… 😉

Mal gucken, wann die Küchengardinen dran kommen; bei denen muss ich zwei Bahnen im passenden Rapport zusammen nähen, um auf eine schöne Breite zu kommen, und das wird etwas mühsamer als bei diesem Vorhang. Ansonsten ist Gardinen nähen aber eine sehr dankbare Beschäftigung, weil die langen, geraden Nähte so schnell gemacht sind und man die Ergebnisse sofort einsetzen kann. Ich wünschte, Hosen wären ebenso einfach und schnell zu machen! 😉

Wobei ich im Moment eher damit liebäugele, Blusen und Kleider zu nähen. In den letzten Burdas waren einige schöne Sachen drin, und gestern in der Innenstadt habe ich ein sehr interessantes Shiftkleid und ein Kleid aus einem sehr hoch geschnittenen Rock mit angenähter Bluse anprobiert, die mir sehr gut standen, aber leider nicht so gut gepasst haben. Aber passende Stöffchen hätte ich da… Und der aktuelle Nietzel-Katalog ist heute bei mir eingetroffen, und hat ebenfalls ein paar sehr verführerische Sommerstöffchen zu bieten. Mal sehen, wie schwach ich da wieder werde. 😉

Ene Besuch im Zoo…

…oh, oh, oh, oh, dat  es esu schön, dat es wunderschön!

So will ich mal auf Kölsch unseren Besuch in Hagenbecks Tierpark einleiten. 🙂

Der erste schöne Tag dieses Jahres; zwar kalt, aber auch sehr sonnig den ganzen Tag über, winterliches Kaiserwetter. Perfekt für einen Besuch im Zoo!

Begrüßt wird man von einem der beliebtesten Tiere, den Elefanten, in ihrem liebevoll dekorierten Heim mit Statuen und Wasserfall. Bei der Fütterung mit einem Ballen Heu erlebte man vom kleinsten bis zum größten Tier alle in Aktion.

Danach haben wir einen kleinen Abstecher vom sehr gut ausgeschilderten Rundweg gemacht, und  uns den Affenfelsen angeschaut.  Wohl aufgrund der Kälte war hier noch nicht viel los; die Affen lausten sich gegenseitig oder saßen einfach nur in der Sonne und wärmten sich den Pelz. Und sie guckten recht melancholisch aus der Wäsche:

Neben den Tieren stehen hier und  da auch Statuen und Bilder der Gründer, und auch das historische Eingangstor im Jugendstil ist hier noch zu bewundern:

Danach machten wir einen weiteren Abstecher in das erstaunlich gute Restaurant am Spielplatz, wo das Essen nicht nur lecker war, sondern auch prompt und freundlich serviert wurde. Hoffen wir mal, dass das auch in der Hauptsaison so ist. 🙂

Viele Gehege werden gerade überarbeitet und ausgebaut, so auch die Unterkunft der Eisbären und Pinguine, und auch die Publikums-Magneten der Raubtiere. Aber auch die  weniger spektakulären Tiere können interessant sein.  Vor allem, wenn sie einem so nah vor die Linse kommen wie diese Marabos, die ihrem schönem Namen zum Trotz ein Gesicht haben, das nur eine Mutter lieben kann:

Fast so alt wie der Zoo sind diese Riesenschildkröten, die hier gerade zusammen kuscheln:

Eine von diesen wird im nächsten Jahr – vermutlich – hundert Jahre alt, und ist damit etwa so alt wie der Park selbst.

An Hagenbeck gefällt mir besonders, dass man so nah an die Tiere in ihren möglichst naturnahen Gehegen herankommt, und einige darf man – mit dem geeigneten Futter – sogar selbst füttern, wie z.B. die Affen und auch die Elefanten. Der kleine Graben ist dank des langen Rüssels kein Problem:

Verabschiedet wurden wir von einem wunderschönen Pfau:

So endete ein wunderschöner Frühlingstag! 🙂

Soviel hab ich doch garnicht… *ups*

In den letzten Tagen habe ich die Versäumnisse der letzten anderthalb Jahre aufgeholt; etwa so lange hatte ich nämlich meine Stoff-Liste auf meiner Homepage ziemlich vernachlässigt.  Inzwischen sind fast alle Stöffchen dort wieder mit Foto aufgelistet, einige wenige fehlen noch. Die Gelegenheit habe ich genutzt und einen Teil meiner Stoffe, die Jerseys, neu angeordnet, nämlich als aufrecht stehende Rollen in der Kommodenschublade:

So  sehe ich beim Blick in die Schublade sofort, was ich habe und kann einen einzelnen Stoff leicht herausnehmen. Soweit die Theorie; mal sehen, wie lange das hält. 😉

Ich war jedenfalls ein wenig erschrocken über meine inzwischen recht umfangreiche Sammlung und habe mir einmal mehr vorgenommen, erstmal ordentlich abzubauen. Ich reiße mich ja schon seit längerer Zeit etwas am Riemen, und besonders der langwierige Umzug im letzten Jahr hat erfolgreich dazu beigetragen, dass ich weder die Zeit noch den Sinn für häufige Neuerwerbungen hatte. – Und ich würde wirklich gerne einen Teil meiner Stoffe dann auch mal in all die schönen Kleidungsstücke umwandeln, von denen ich so gerne träume. Aber nur vom Träumen und Kaufen passiert das nicht; da muss ich mich wirklich mal öfter an die Nähmaschine setzen und auch mal machen! Ich möchte wirklich, dass 2009  das Jahr der Realisierungen wird! 😀

Küchengardinenstoff

Heute kamen endlich die Stoffe für unsere neuen Küchengardinen. Sind die nicht absolut süüüüß?

Der oben ist ein klassischer transparenter und bedruckter Voilé, der untere sieht ein wenig aus wie ein Käseleinen und ist nur halbtransparent. Da wir den Ausblick aus unserer luftigen Höhe sehr lieben, lasse ich die Mitte von Fenster und Balkontür frei. Statt dessen werde ich jeweils oben eine kleine Scheibengardine aus dem Voile machen, und unten eine mit dem etwas festeren Stoff. Ist zwar etwas ungewöhnlich, aber warum nicht?

Und in diese süßen Tee-Kannen-Stoffe habe ich mich sofort verliebt, als ich sie im Laden sah! Ich hatte eigentlich irgendetwas klassisches mit dezentem Blumenmuster oder Bauernkaro ins Auge gefasst, aber als ich die gesehen habe, war ich sofort hin und weg! Weil wir doch so fanatische Teetrinker sind… 😀

Sicherheitshalber werde ich beide Stoffe vorher waschen, denn so eine Küchengardine muss auch später mal die Waschmaschine aushalten. Ich habe ganz vergessen, nach der Stoff-Zusammensetzung zu fragen; es wird wohl irgendeine Polyfaser sein, die eh nicht einlaufen kann. Aber ich wasche immer vorher; schon um später keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.

Ansonsten habe ich in den letzten Wochen wieder mal nicht viel gemacht. Ich war krank – wieder mal – und ansonsten habe ich nur mein Shirt vom Elbnadeltreffen fertig gemacht und einen Hohlkreuz-Test mit einem neuen Shirt gemacht, das nun auch noch halbfertig hier herumliegt. Mit der Fleece-Jacke habe ich noch gar nicht angefangen; zum einen habe ich das Buch noch nicht zurück, zum anderen bin ich immer noch nicht so ganz sicher, ob ich nun diesen einen Schnitt verwenden soll oder lieber nicht. Mal denke ich ja, mal denke ich nein… Blöd sowas! Ich glaube, ich mache es einfach; zum Herumliegen ist der Stoff nun wirklich viel zu schade, und so wie es aussieht, bleibt es ja noch länger kalt, so dass das noch ein passendes Projekt für die Jahreszeit ist.