Mehr Ideen als Zeit…

… hab ich wieder mal. *stöhn*

Auf dem Elbnadel-Nähtreff habe ich überall sehr hübsche Taschen gesehen und habe dann erfahren, dass es sich dabei um Gretelies‚ Tasche handelt, die im Forum grad sehr beliebt ist. Sie sieht auch wirklich sehr praktisch aus, und mit  den richtigen Stoffen total süß! Da ich vorwiegend mit Stofftaschen einkaufen gehe, um Plastiktüten zu vermeiden, hätte ich dafür schon Verwendung.

Dann fiel mir gestern ein, dass eine Handy-Ladestation auch eine ganz tolle Idee wäre und habe erstmal dazu im Forum recherchiert und habe zwei nette Beispiele gefunden, an denen ich mich orientieren will.

Und dann habe ich mir noch die neue Ottobre gegönnt, weil da ein ganz interessanter Mantel drin ist. Aber angefixt hat mich dann die Pea Pod Leinenhandtasche, die total süß ist! Meine derzeitige Lieblings-Stoffhandtasche hat keinen Reißverschluss, und so eine geschlossene Tasche wäre mir in der Großstadt oft deutlich lieber. Sie hat viele praktische kleine Fächer innen und außen, und ist insgesamt sogar groß genug für meinen kleinen  EeePC. 😀 Da habe ich mir gestern direkt das Schnittmuster ausgedruckt und abkopiert, und bei der Gelegenheit Taschenboden und Tasche so verbreitert, dass die Tupperdose für mein Müsli-Frühstück auch noch hineinpasst. Auf der Suche nach der perfekten Handtasche…

Tja, wieder mal mehr Ideen als Zeit. Mal sehen, ob und wann ich davon etwas umsetze. Erstmal muss ich in meinem Nähzimmer klar Schiff machen; da hat sich nämlich in den letzten Wochen einiges an Zeugs angesammelt, das da gar nicht hingehört, für das wir aber noch keinen anderen Platz gefunden haben. Im Moment kann ich dort kaum den Boden sehen, aber seht selbst:

Und hier:

Deswegen habe ich auch in den letzten  Wochen wieder so wenig getan, denn das Zimmer ist derzeit so ungemütlich, dass ich es lieber nicht betrete. Um den Kram loszuwerden, muss ich allerdings erstmal in der Abstellkammer etwas Platz schaffen, und was sowas bedeutet, dürfte ja jedem klar sein… :rolleyes: Daher habe ich meinen freien Tag heute mit einer Fahrt zum Recyclinghof und einem OBI-Besuch versüßt, um alten Kram loszuwerden und zwei neue Kästen für Kleinzeugs zu kaufen. Außerdem habe ich mich gleich mit Abdeck-Folie zum Schnittmuster kopieren eingedeckt. Der OBI ist etwas weiter weg, und sämtliche anderen Baumärkte in der Nähe haben nur ganz komische graue Folie, die noch dazu teils entsetzlich stinkt. Nur bei OBI habe ich bislang die schöne klare Abdeckfolie ohne Gerüche gefunden, in extra stark, damit die Schnittmuster lange halten. 🙂

Und jetzt werde ich mich wohl mal in das Chaos stürzen. Wenn ihr in drei Tagen nichts von mir hört, könnt ihr den Suchtrupp schicken. 😀

Nochmal ups und kleiner Fortschritt

Heute habe ich mir mal den Spaß gemacht, und anhand meiner Internet-Liste gezählt, wieviele Meter Stoff ich besitze. Circa 120, wobei da noch einige ungezählte Stoffe in der einen oder anderen Ecke liegen, also insgesamt bestimmt 130 Meter. Geht doch eigentlich, oder…? 😉

Ich arbeite derzeit ja auch fleißig an der Verarbeitung. Die Bluse 105 aus der März-Burda ist nach einiger Überlegung zugeschnitten und auch schon teils genäht. Ich wollte die ja erst aus dem Cerrutti-Streifen machen, aber obwohl ich den Stoff an sich wunder-wunder-schön finde, passt er farblich nicht mehr so hundertprozentig zum Rest meiner Garderobe; die Farben sind einfach zu „sanft“ für meine klaren Winter-Farben, finde ich. Also bin ich nach langem Zögern meinem Bauchgefühl gefolgt, und habe statt dessen den grün-blau-weiß-gestreiften Seersucker verwendet. Die Farben sprechen mich gerade so an, weil ich den Frühling so herbei sehne. 😀

Ich habe beschlossen, mich ziemlich strikt an die Anleitung zu halten – bis auf das Ärmel einsetzen, das ich lieber bei offener Seitennaht mache; aber ansonsten halte ich mich ziemlich genau daran. Naja, den Saum mache ich auch erst zum Schluß, nicht zu Beginn, weil ich die genaue Länge erst am fertigen Modell festlegen möchte. Aber sonst… Damit es ordentlich aussieht, habe ich die kompletten vorderen Belege mit einer Gewebeeinlage bebügelt, die etwa der G700 entspricht, und den Unterkragen mit einer H200. Und die Knopflöcher für die Band-Durchzüge habe ich auch brav verstärkt vor dem Nähen. – Burda benutzt bei der weißen Version anstatt dessen übrigens Ösen, wie man auf dem Foto sehen kann; davon steht aber nichts in der Anleitung, glaube ich. Ich habe leider keine Ösen im Vorrat, sonst hätte ich das vielleicht gemacht. Auf der anderen Seite wirken Ösen immer recht sportlich, also vielleicht doch nicht.

Die rückwärtigen Abnäher und die vorderen Kanten inklusive Bänder habe ich auch schon fertig gestellt. Vor den Ärmeln graut mir, wie üblich; diese Einhalte-Sache ist immer so zeitaufwendig. Ich muss doch mal Kathleens Methode genauer anschauen und testen, ob das wirklich hinhaut. Es wäre ja zu schön…

Noch´n Test

Mal wieder so konzentriert längere Zeit am Stück zu nähen macht wirklich Spaß! 🙂

Heute habe ich gut drei Stunden damit verbracht, die Probebluse zuzuschneiden, zu markieren – so viele Linien im Vorderteil! – und zu nähen. Hier ist sie, wobei es in echt wirklich noch besser aussieht:

Mein GöGa hat sie ganz ohne zu fragen auch spontan als „süß“ bewertet und die gute Paßform bewundert. Wunderbarerweise sitzt sie sogar im Rücken sehr gut, nur mit den vorgesehenen Abnähern, ohne weitere Änderungen für mein Hohlkreuz.

Mir gefallen an dieser Bluse der Kragen und die Ärmelumschläge, die sie trotz der legeren Länge und der romantisch angehauchten Raffung im Ausschnitt sehr bürotauglich machen. Außerdem sind es 3/4-Ärmel, was mir sehr entgegenkommt, da ich grundsätzlich alle Ärmel, ob Pullover oder Bluse, ein Stück hochschiebe oder aufkrempele. Ich mag einfach keine langen Ärmel; ich weiß nicht warum. Sogar, wenn mir kalt ist, und ich die Ärmel erst lang trage, schiebe ich sie nach kurzer Zeit automatisch wieder hoch. Verrückt, oder?

Gekauft! Würde ich im Laden sagen, aber das Nähen des „echten“ Teils steht mir ja jetzt immer noch bevor. Ich überlege, ob ich meinen gestreiften Cerutti-Blusenstoff dafür verwende, obwohl mir diese weiße Escada-Seide nicht aus dem Kopf geht, die ich vorgestern bei Mahler gesehen habe… Aber ich will ja meinen Stoffberg so langsam mal abbauen, also werde ich wohl UWYH machen, und der Cerruti ist so schön frühlings-frisch. 🙂

In der Hüfte werde ich wohl  noch ein wenig weiter zuschneiden, da ist die 40 doch noch einen Tick zu eng. Und die Tailleneinkurvung muss ich zwei Zentimeter nach unten verlegen, weil ich insgesamt zwar vier Zentimeter kleiner bin als die Burda-Maßtabelle vorsieht, aber leider fehlen mir diese vier cm nur in den Beinen, und mein Oberkörper ist proportional gesehen daher zwei cm zu lang. Schon witzig, diese körperlichen Eigenheiten.