
Geschafft!
Und wer mir sagen kann, was das ist, was ich heute genäht habe, gewinnt eine Stadtführung durch Hamburg. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Und nein, es handelt sich nicht um ein überdimensioniertes Sexspielzeug. 😀
Wer nähen kann, ist klar im Vorteil!

Geschafft!
Und wer mir sagen kann, was das ist, was ich heute genäht habe, gewinnt eine Stadtführung durch Hamburg. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Und nein, es handelt sich nicht um ein überdimensioniertes Sexspielzeug. 😀
Nachdem ich meine Janome-Cover vor kurzem noch am liebsten aus dem Fenster geschmissen hätte, weil sie ständig Fehlstiche bei elastischen Stoffen produzierte, habe ich heute einen Überraschungssieg für mich verbucht!
Was habe ich gemacht? Stretch-Nadeln von Schmetz eingesetzt, die mit dem roten Kolben. Bezeichnung: 130/705 H-PS (Pfaff-Stretch) in der Größe 75/11. Und, oh Wunder, es lief wie am Schnürchen. *freu*
Vorher hatte ich schon mehrere andere Jersey- und Stretch-Nadeln ausprobiert, alles vergebens. Aber jetzt klappte es.
Wobei ich diesmal auch einen anderen VI-Jersey verwendet habe als sonst; keine Ahnung, ob es daran liegt. Werde ich morgen mal an Resten testen. Auf jeden Fall bin ich grade ganz happy, dass ich jetzt endlich mal ein Shirt habe, bei dem einfach alles stimmt. Juchu. 🙂
Nicht, dass ich mich von einem Fehlschlag so leicht entmutigen lasse… Wo ich schon mal dabei bin, Schnittmuster zu testen, die mir gefallen, mache ich auch gleich weiter. Beziehungsweise ich krame meine Test-Ufos vom letzten Jahr hervor:
Eine Art Tunika, aus der Juli-Burda von 2008, Modell 108. Leider auf der neuen Website nicht mehr zu sehen, darum hier ein Beschreibungsversuch: Hüftlanges Shirt, angeschnittene kurze Ärmel, tiefer runder Ausschnitt, gerundete Passe über der Brust, Unterteil in der Mitte der Ansatznaht mit einer Kellerfalte.
Hier ist der erste Versuch nach dem Originalschnittmuster:

Der Ausschnitt war mir zu tief und vor allem zu weit; ich mag es auch im Sommer nicht, wenn man meine BH-Träger sieht… *nerv* Auch kam es mir zu lang vor.
Hier dann die geänderte Version mit verkleinertem Ausschnitt, gekürzt, und in den Schultern um 0,7 cm angehoben, damit die Passen-Naht eher da sitzt, wo sie laut Burda sitzen soll:

Hm, nee… So richtig begeistern tut mich das jetzt auch nicht.
Ich glaub, die Länge war schon ganz okay, sieht einfach lässiger aus. Da das Shirt insgesamt etwas körpernäher ausfällt als die Bluse von gestern, sieht das nicht so sackig aus. Aus einem weich fließenden Stoff gar nicht so schlecht, oder? Der Ausschnitt ist jetzt zu hoch geraten, der muss wieder etwas tiefer. Und die Änderung der Passen-Naht verlege ich besser im Schnitt selbst, anstatt in den Schultern zu kürzen; dann sitzt es obenherum irgendwie nicht mehr so richtig. Also wieder zurück, marsch, marsch. Aber nicht mehr heute. 🙂
Im letzten Sommer wollte ich mir das eigentlich aus einem grauen Blusenstoff genäht haben. Im Heft ist es auch als Kleid in Schwarz drin, ausdrücklich als Sommermodell. Und warum auch nicht? Dieses Jahr waren ja angeblich weiße enge Jeans für den Winter angesagt, dann kann man auch mal Schwarz oder Grau im Sommer tragen. Steht mir ohnehin sehr gut. Mit einem langärmeligen Shirt drunter (genau, ein rotes!), habe ich mir überlegt, müsste das auch glatt noch im Herbst oder Winter tragbar sein. Darum hab ich mir die Tage einen dünnen, schön fallenden Wollstoff gekauft, angeblich 90 % Schurwolle, 10 % Mohair, mit einem ganz interessantem kleinen Web-Muster. Ich mach morgen mal eine Nahaufnahme davon; im Moment trocknet der Stoff auf der Leine.
Mir fällt gerade ein, dass ich mal versuchen wollte, aus meinen Schnittmustern grundsätzlich aus der vorderen Mitte einen Zentimeter Weite rauszunehmen. Ich habe den Eindruck, dass meine Brustbreite einfach etwas zu schmal im Vergleich zum Idealkörper ist, daher sitzen die Träger bei mir auch immer so weit außen, und Ausschnitte sind ebenfalls zu weit. Und mein Hals ist etwas schlanker, glaube ich. Ich werde das hier mal testen morgen.
Angeregt durch Isebills schönen Beitrag „Hochsommermode – JETZT!“ dachte ich mir, näh doch mal ein Sommerblüschen. In einer Bumo vom letzten vorletzten Jahr war so ein süßes Schnittmuster drin, das ich mir damals sogar schon rauskopiert hatte. Mit viel Mühe habe ich aus einem Stoffrest gerade so zuschneiden können, und mit dem Nähen begonnen. Tja, nur bei der ersten Anprobe war ich dann gar nicht mehr so angetan von dem Teil:

Da fehlt noch der Kragen, und die Ärmelsäume sollen mit einem Gummi eingehalten werden. Aber diese Stoff-Fülle um mich herum… Ich weiß nicht. Gut, eigentlich soll das Teil ja mit einem breiten Gürtel getragen werden, und zwar laut Burda direkt unter der Brust. Da ich nur einen einzigen breiten Gürtel besitze, musste dieses schwarze 80er-Jahre-Teil herhalten: (Kein Witz, das Teil hab ich schon, seit ich ein Teenie bin war!)

Ich weiß nicht, irgendwie ist mir das immer noch viel zu weit. Entweder habe ich den falschen Stoff – ein sehr dünner Baumwollstoff – oder es ist wirklich zu weit. Für meinen Geschmack wird auch meine Hüfte zu sehr betont, bzw. meine schmale Brustpartie. Die lustigen Ärmel – auf halber Höhe angesetzt und dort eingehalten – verkürzen diese optisch, was ich theoretisch gut tragen kann, denn ich habe lange, schlanke Arme. Aber so richtig gefallen tut es mir trotzdem nicht, auch, wenn gerade die Ärmel meinem Mann spontan sehr gut gefallen haben.
Und ein weiteres Problem: Wenn es wirklich soooo warm ist, dass ich eine ganz dünne, luftige Bluse anziehen möchte, möchte ich dann einen breiten, engen Gürtel direkt unter der Brust tragen? Nö, nicht wirklich. Genauso bekloppt wie umgekehrt ein dicker Rollkragenpullover mit kurzen Ärmeln, oder? Sieht zwar topmodisch aus, ergibt aber keinen Sinn für meinen Lebenswandel.
Dazu habe ich dann noch einen blöden Fehler beim Zuschneiden gemacht und das Kragenoberteil an der falschen Seite in den Stoffbruch gelegt, und zum kompletten Neuzuschnitt reichen meine Reste nicht. Ich müsste den Oberkragen stückeln, das finde ich blöd, und der Fadenlauf wäre nicht identisch hinzubekommen mit den Resten, was vermutlich selbst bei diesem Batik seltsam aussehen würde. Auf dem Unterkragen ist natürlich schon Vlieseline drauf, und den schneide ich immer in zwei Teilen zu, damit er sich besser legt, kann ich also auch nicht verwenden. Ach, Mist, doofes Projekt!
Okay, was habe ich gelernt?
Die Ärmel könnten trotzdem einen weiteren Versuch wert sein… Ich glaube, wenn das Teil im oberen Bereich gerafft wäre, mit einer Passe zum Beispiel, würde es mir besser an mir gefallen. Ich glaube, wenn ich mal Zeit und Lust habe, ändere ich den Schnitt dahingehend ab und mache einen Probelauf.
Aber erstmal nähe ich jetzt etwas zur Entspannung, das hoffentlich funktioniert. Geplant ist ein weiteres Shirt nach Jalie 2005 mit U-Boot-Ausschnitt in knallrot mit langen Ärmeln; so ein Teil fehlt mir nämlich noch als ergänzendes Basic in meiner Garderobe. Drückt mir die Daumen, dass das wenigstens mal funktioniert zur Abwechslung. Die letzten Monate waren nähtechnisch irgendwie nicht so erfolgreich… *jammer* 😉