Alltagsnotizien


… hat 55 PS! :D

Ja, zugegeben, die Bernina 830 wäre mir auch lieber gewesen… Aber für den gleichen Preis einen fast neuen fahrbaren Untersatz mit Klimaanlage ist auch nicht schlecht, oder? ;)

Nein, die Farbe ist in echt nicht ganz so schlimm. Ja, ich hab mich schon dran gewöhnt. Auf dem Supermarktparkplatz hat sie sogar echte Vorteile, habe ich festgestellt. Und demnächst bekommt der Kleine auch noch Wimpern für die “Augen” – das ist ein Frauenauto; was sein muss, muss sein. :D – Ist er nicht süß? *schmacht*

Kaum ist man mal drei Tage nicht in der Stadt, bricht auch schon der Winter richtig aus. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich in einem Jahr in Hamburg schon mehr Schnee gesehen habe als in Köln in den zehn Jahren davor? Ich find´s auf jeden Fall total schön! :) Ich wünsche euch allen einen schönen vierten Advent mit Plätzchen und einem warmen Kakao! :)

Setzkasten

Setzkasten

Ich weiß nicht, wie eure Eltern drauf sind, aber jedesmal, wenn wir zu meinen Eltern fahren, oder die zu uns kommen, haben wir hinterher mehr Dinge als vorher. Der “Fütterinstinkt” ist bei meinen recht ausgeprägt. ;)

Das bezieht sich nicht nur auf selbstgemachte Marmelade oder ähnliche leckere Sachen, sondern auch auf alle möglichen Gegenstände für den Haushalt. So auch heute wieder: Weil meine Eltern von ihrem Haus in eine kleinere Wohnung umgezogen sind, ist nicht mehr für alle Dinge Platz, so liebgewonnen sie auch sein mögen. So bin ich nun zu diesem wunderwunderschönen echten Setzkasten gekommen, den ich immer schon heiß und innig geliebt habe. *freu* In den wilden Siebziger Jahren, als wir Kinder noch klein waren, wurde er von meinen Eltern heldenhaft aus dem Staate Dänemark heraus geschmuggelt, und seither fleißig mit “Krimskrams” befüllt.

Was vielleicht nicht alle wissen, ist, dass solche Setzkästen ursprünglich eine ganz andere Funktion hatten als nur dekorativ an der Wand zu hängen: Zu den Zeiten des Bleisatz wurden darin die einzelnen, aus Blei gegossenen Buchstaben aufbewahrt, die dann Buchstabe für Buchstabe im Druckstock zusammen gesetzt wurden, um dann, mit Farbe bestrichen, die Papierbögen damit zu bedrucken. Im Gegensatz zu späteren Nachbauten, die bis auf den heutigen Tag eigens als Wandschmuck hergestellt werden, handelt es sich bei diesem Schmuckstück um einen echten Setzkasten, was die Beschriftung am oberen Rand beweist:

Beschriftung Setzkasten

Beschriftung Setzkasten

Dank Wikipedia konnte ich erfahren, dass nonpareil (bzw. nonpareille) die damals kleinste, noch gut lesbare  Schriftgröße war, die gerne für Taschenbücher etc. verwendet wurde. Mager bezieht sich auf die Dicke der Linien – hier also dünner -, Gill ist der Eigenname der Schrift, kursiv kennt man heute noch aus Office-Programmen, die Buchstaben standen also leicht schräg. Was die 8 heißt, weiß ich nicht genau; es könnte die Bezeichnung der Schriftgröße in Punkten sein, allerdings wäre es dann eine Petit, und keine Nonpareille, aber wer weiß…

Die schwarzen Dinger an der oberen Kante des Setzkastens sind die Griffe zum Herausziehen, denn damals hingen die natürlich nicht an der Wand, dann wären die Buchstaben ja rausgefallen, sondern wurden liegend  aufbewahrt und benutzt, wie man an den Wikipedia-Bildern sehen kann.

Auch die Größe des Kastens weist auf seine Verwendung als “Brotschriftenkasten” hin, er ist nämlich mit 83 x 53 cm recht ansehnlich, und enthält 129 Fächer. “Brotschrift” deswegen, weil das die häufig genutzten Schriftarten waren, sozusagen eines der “Grundnahrungsmittel” des Druckgewerbes. Im Gegensatz zu den sogenannten Schmuckschriften, die für kurze Texte wie Überschriften, Schilder etc. verwendet wurden, bei denen das dekorative Element im Vordergrund steht, nicht so sehr die Lesbarkeit, die bei längeren Texten wichtig ist.

Da ich selbst eine Lehre im Verlag gemacht habe, und mein Mann ein großer Typographie-Liebhaber ist, ist dieser Wandschmuck genau der Richtige für unser Heim und ich freue mich sehr darüber. :)

Manchmal frage ich mich sogar, ob dieser Setzkasten meinen beruflichen Weg irgendwie beeinflusst hat, denn ich fand ihn schon als kleines Kind äußerst interessant. ;)

Eigentlich wollten wir um diese Zeit ja noch im Urlaub sein, aber da wir kurzfristig zwei Wochen England zugunsten einer Woche Rügen und einer Woche Laminat verlegen getauscht haben (wie blöd kann man sein?!), sind wir nun doch unerwartet zur Wahl zur Hause. Allerdings sind unsere Briefwahlunterlagen ja auch schon da, also benutzen wir die auch.

Und zu diesem Behufe haben wir uns eigens ein Wahllokal eingerichtet. :D

Hier seht ihr also die Wahlberechtigte Kerstin R. aus H. beim Betreten ihres ganz privaten Wahllokals:

Der Vorteil bei der Briefwahl ist, dass man anziehen kann, was man will. :D

Soviel Spaß hatte ich jedenfalls noch nie beim Wählen; zur Nachahmung dringend empfohlen. ;)

So preiswert war ich lange nicht mehr einkaufen… Ich kann mich gar nicht erinnern, ob ich jemals im Leben schon mal bewusst zum SSV gegangen bin, aber dieses Mal hatte ich Zeit, Lust, Geld und vor allem einen konkreten Bedarf. Ich brauchte nämlich dringend noch einige luftige Sommerblusen, und da die Lager ja angeblich noch voll mit Sommerware sind, dachte ich, Versuch macht kluch.

Und siehe da, es war tatsächlich noch jede Menge Auswahl da, sogar in meiner kleinen Größe. Auch mal schön. So verbrachte ich gemütliche anderthalb Stunden auf der zweiten Etage des Kaufhof an der Mö, ganz stressfrei, und fand tatsächlich drei sehr schöne, schlichte Blusen in meinen Lieblingsfarben pink, rosa und türkis. Knallfarben waren – oder sind – ja “in” dieses Jahr, das kommt mir sehr zupass. Auch farblich passende Tops in grau, pink und rosa fand ich, die jeweils zu allen drei Blusen passen; mix and match at its best. So schön kann einkaufen sein!

Die Herbstmode hatte auch einige sehr schöne Teile zu bieten; bei einer grauen, langen Grobstrickjacke wäre ich beinahe schwach geworden, aber nein, ich blieb eisern und hielt mich an mein geplantes Vorhaben, nur Sommersachen zu kaufen. (Vielleicht hab ich morgen noch Zeit, um mal kurz in die Stadt…?)

Was mir immer noch und zunehmend Kopfzerbrechen macht ist die Stilfrage. Ich bin mit den Blusen sehr zufrieden, weil sie mir gut passen und sehr gut stehen und zu allen meinen Sommer-Unterteilen passen – weiße kurze Hose, weiße lange Cargostil-Hose, weiße Stretch-Jeans, graue weite Leinenhose, schwarze Jeans, und auch zu meinem blauen selbstgenähten Rock. So kann ich morgens in den Schrank greifen und “irgendetwas” herausziehen und es passt auf jeden Fall. Aber es fehlt so der Kick oder ein Stil, der über den ubiquitären Jeans- und Blusen-Stil hinaus geht. Ich würde gerne etwas ausgefallenere Sachen tragen, etwas mit interessanteren Details oder mehr Wiedererkennungswert oder wie immer man das ausdrücken soll. Naja, vermutlich ist Kaufhof eh nicht so ganz der richtige Laden dafür, aber für die wirklich ausgefallenen Teile aus den teuren Boutiquen bin ich sowieso zu feige (und zu arm). Nur ein kleiner Kick, das würde mir schon reichen… Aber welcher, wo und wie? – Ich habe im Kaufhof ein paar andere Sachen anprobiert, aber die hatten alle Ausschnitte bis dorthinaus, und sorry, so gehe ich nicht ins Büro. Und wo liegt der Sinn in einem leichten Sommerblüschen, wenn ich immer ein Top drunterziehen muss, um den Ausschnitt zu entschärfen? Ich will doch grad so wenig wie möglich tragen. Und die aktuellen Schnitt-Details sahen an mir einfach seltsam aus. Ich weiß schon, Empire ist in, und eine leicht nach unten verschobene Empire-Taille auch – also nicht Fisch noch Fleisch -, aber beides sieht an mir einfach nur dämlich aus. Vermutlich ist die aktuelle Mode gerade einfach nicht für meinen Körpertyp geeignet und es kommen auch wieder bessere Zeiten, aber das Grundproblem bleibt irgendwie, finde ich. – Ich muss einfach mal mit dem Nähen schneller werden und die ganzen Teile, die mir in der Burda & Co. immer so gut gefallen, wenigstens mal schnell als Nesselmodell zuschneiden und dann gucken, ob es mir an mir auch so gut gefällt. Die haben immer so schöne Sachen und ich kriege es einfach nicht umgesetzt, menno! ;)

Bild des Tages: Sonnenuntergang, von unserem Schlafzimmerfenster aus gesehen. Das flache, oft auch öde Land hier oben im Norden entschädigt einen durch diesen wunderbar weiten Himmel und die Wolkenspiele. Gemälde eines niederländischen Meisters, jeden Abend gratis zu besichtigen, und jeden Abend neu. Nur einer der vielen Vorzüge unserer ländlichen Hamburger Wohnung im zweiten Stock mit Aussicht. In unserer Kölner Wohnung im ersten Stock mit Balkon auf den Innenhof war die Sonne spätestens um fünf Uhr nachmittags hinter den hohen Häusern ringsum verschwunden, so dass wir als Berufstätige nicht sehr viel Licht abbekommen haben. Nach unserem Umzug standen wir quasi erstmal jeden Abend wie ungläubige Kinder in der Balkontür, um diese neugewonnene Aussicht zu genießen und regelrecht aufzusaugen, und tun das jetzt noch sehr oft.

… oder Schlafzimmer auf neudeutsch. :D

Heute haben wir unserem Schlafzimmer etwas Farbe verpasst; ein Plan, den wir schon länger ins Auge gefasst hatten, aber wann hat man schon mal Zeit? Aber jetzt!

Abgeklebt hatte ich schon vor ein paar Monaten – wie gesagt… – und da die Möbel schon stehen, haben wir kurzerhand die Wand mit dem Schrank dran weggelassen. ;)

Und die Wand, wo das Bett dran steht, sollte auch nicht komplett gestrichen werden, sondern nur ein großes farbiges Rechteck über dem Bett erhalten. Unsere Raumfarbe ist immer ein warmes Gelb – Caparol “Provence 10″ um genau zu sein – und als Kontrastfarbe haben wir “Coppa 0″ genommen; das ist ein dunkles Rotbraun, ziemlich genau was man als Umbra bezeichnet.

Wie immer haben wir um Türen, Fenster und Schalter einen weißen Rahmen in der Breite eines Klebebandes gelassen, und auch um die Heizkörper herum bleibt es frei. Das sieht nett aus und spart Arbeit. :D

Rechts von der Schlafzimmertür hatte sich mein Süßer beim Streichen letztes Jahr verewigt und einen Hände-Abdruck gemacht. Nur seine Daumen hat er vorher vergessen anzumalen, das sieht ziemlich witzig aus. Deswegen habe ich das nicht überstrichen, sondern einen Rahmen darum gezogen und es als Bild integriert. :D

Irgendwann machen wir bestimmt auch mal einen vernünftigen Bodenbelag rein, aber wie gesagt, der Schrank und alles steht ja schon, da macht das immer soviel Mühe… ;)

hatte ich heute nach unserer kleinen Radtour. :D

Das da oben ist nicht der Weg zum Strand, sondern zu den Boberger Dünen, die mitten im Hamburger Stadtgebiet liegen. Naja, eher am Rand der Stadt, aber so klingt das ja viel besser. Auf jeden Fall im Land Hamburg, meilenweit entfernt vom nächsten Salzwasser; eine sogenannte Binnendüne.

Das Gebiet an sich ist nicht besonders groß und mit dem Rad schnell durchquert, hat aber mit der Dünenlandschaft, einem Badesee und einem Segelflugplatz viel zu bieten.

Da heute “Vatertag” ist, waren auch Horden von Männern mit alkoholischer Verpflegung unterwegs. Der Mannschaftswagen der Polizei, der am See Patrouille fuhr, weiß wohl, warum er das tut. ;)

Aber auch viele Familien mit Kindern waren mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs. Für Hamburger Verhältnisse war es fast überlaufen, obwohl immer noch nicht halb so viel los war wie am Kölner Rheinufer bei schönem Wetter – gottseidank. Es hat doch ein paar Vorteile, nicht in der Innenstadt zu wohnen. ;)

Hier noch ein paar Dünen-Impressionen:

Schöne Mädchen stehen öfter auf der Bühne als Jungs. Die Mädels tragen entweder Tracht oder sind sexy, oft beides zusammen. Portugal allein deswegen schon sympathisch, weil die Sängerin den durchschnittlichen BMI erheblich in die Höhe treibt, ebenso wie Malta. Die Jungen sind zu hübsch, Fließband-Schönheiten ohne Charakter, Ausnahmen vielleicht Litauen und Norwegen. Eindrucksvoll und authentisch der Auftritt von Patricia Kaas für Frankreich.  Auch Israel gewinnt Sympathiepunkte für seine versöhnliche Botschaft. Die schwedische Sängerin sieht mit ihrem wilden Grinsen aus, als ob sie unter Drogen steht. Die hübscheste Sängerin kommt aus Estland. War das grade Albanien mit dem grünen Spiderman neben der Sängerin? Bizarr. Bizarr auch der ukrainische Auftritt, mit silbernen Römerlegionären und einer Kameraführung, bei der einem schwindlig wird. Die rumänische Sängerin tanzt im Gegensatz zu ihren Mädels sehr verhalten, weil ihr sonst vermutlich die Bälle aus dem Dekolletee hüpfen würden. Für England Andrew Lloyd Webber himself am Klavier. Hübscher Song, gewohnt pathetisch; die Sängerin klingt für meinen Geschmack etwas zu angestrengt manchmal, aber technisch sehr gut, soweit ich als absoluter Laie das beurteilen kann.  Wer hätte gedacht, dass es in Finnland Rapper gibt? Und wer hat eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt, dass verkehrtherum aufgesetzte Schirmmützen cool aussehen? Gab es jemals einen Rapper, bei dem das authentisch aussah? Ohne diesen albernen Sänger hätten die finnischen Mädels vermutlich größere Chancen.  Sehr hübsch der spanische Zaubertrick mit der verschwundenen Sängerin – vermutlich der erste Zaubertrick jemals beim Grand Prix? Auch sehr schön der Startschuss zur Abstimmung von der ISS aus dem All – cool! Oh ja, Deutschland hatte auch mitgemacht. Den Typen kenne ich nicht – auch so ein Schönling – und was Dita von Teese da zu suchen hat, ist mir mehr als schleierhaft.

Am schönsten waren eigentlich die Showeinlagen des Cirque de Soleil und die schwebenden Wasserbecken – romantisch, spannend, aufregend – toll! Hat jemand den Namen mitbekommen? Aus Spanien, wenn ich mich recht erinnere?

Der deutsche Kommentator nervt ein wenig mit seiner weinerlichen Bettelei nach Punkten… Wie wäre es, wenn wir es demnächst mal mit einem guten Song versuchen? Vorzugsweise mit jemandem, dessen Englisch nicht so klingt, als ob er gerade von der Schule abgegangen wäre…

Norwegen scheint zu gewinnen. Gönn ich ihm. :)

…oh, oh, oh, oh, dat  es esu schön, dat es wunderschön!

So will ich mal auf Kölsch unseren Besuch in Hagenbecks Tierpark einleiten. :)

Der erste schöne Tag dieses Jahres; zwar kalt, aber auch sehr sonnig den ganzen Tag über, winterliches Kaiserwetter. Perfekt für einen Besuch im Zoo!

Begrüßt wird man von einem der beliebtesten Tiere, den Elefanten, in ihrem liebevoll dekorierten Heim mit Statuen und Wasserfall. Bei der Fütterung mit einem Ballen Heu erlebte man vom kleinsten bis zum größten Tier alle in Aktion.

Danach haben wir einen kleinen Abstecher vom sehr gut ausgeschilderten Rundweg gemacht, und  uns den Affenfelsen angeschaut.  Wohl aufgrund der Kälte war hier noch nicht viel los; die Affen lausten sich gegenseitig oder saßen einfach nur in der Sonne und wärmten sich den Pelz. Und sie guckten recht melancholisch aus der Wäsche:

Neben den Tieren stehen hier und  da auch Statuen und Bilder der Gründer, und auch das historische Eingangstor im Jugendstil ist hier noch zu bewundern:

Danach machten wir einen weiteren Abstecher in das erstaunlich gute Restaurant am Spielplatz, wo das Essen nicht nur lecker war, sondern auch prompt und freundlich serviert wurde. Hoffen wir mal, dass das auch in der Hauptsaison so ist. :)

Viele Gehege werden gerade überarbeitet und ausgebaut, so auch die Unterkunft der Eisbären und Pinguine, und auch die Publikums-Magneten der Raubtiere. Aber auch die  weniger spektakulären Tiere können interessant sein.  Vor allem, wenn sie einem so nah vor die Linse kommen wie diese Marabos, die ihrem schönem Namen zum Trotz ein Gesicht haben, das nur eine Mutter lieben kann:

Fast so alt wie der Zoo sind diese Riesenschildkröten, die hier gerade zusammen kuscheln:

Eine von diesen wird im nächsten Jahr – vermutlich – hundert Jahre alt, und ist damit etwa so alt wie der Park selbst.

An Hagenbeck gefällt mir besonders, dass man so nah an die Tiere in ihren möglichst naturnahen Gehegen herankommt, und einige darf man – mit dem geeigneten Futter – sogar selbst füttern, wie z.B. die Affen und auch die Elefanten. Der kleine Graben ist dank des langen Rüssels kein Problem:

Verabschiedet wurden wir von einem wunderschönen Pfau:

So endete ein wunderschöner Frühlingstag! :)

Gerade erst in der brand eins gelesen, dass der Schrottpreis auf einem Rekordhoch liegt. Heute auf dem Weg zur Müllverbrennungsanlage kam ich dann hautnah in Berührung mit den Auswirkungen: Neben der Auto-Warteschlange, die sich hier mittags immer bildet, liefen mehrere Personen offensichtlich ausländischer Herkunft entlang, schauten interessiert in jedes Auto, und klopften ab und zu an die Scheiben. Nicht jeder reagierte darauf. Als ich an der Reihe war, wusste ich zuerst nicht, was genau der Mann mit seinen Worten und Gesten ausdrückte, bis mir klar wurde: Mein altes Bügeleisen. Ist kaputt, sagte ich. Egal. Auch meine verrostete Gußeisenpfanne wurde erbeten. Jetzt verstand ich, und bot der kleinen Gruppe auch noch eine alte Bestecksammlung an, die dankbar entgegen genommen wurde, sowie zwei Lautsprecherboxen. Ja, bei dem derzeitigen Preis für Altmetall lohnt sich so eine Sammlung. Doppelverdienende Kinderlose wie wir schmeißen diesen Wohlstandsmüll gedankenlos weg, dabei können andere Leute sich damit noch etwas Geld verdienen. Und ich vermisse es nicht; bin ja froh, dass jemand damit noch was besseres anfangen kann, als es zu verbrennen. Da ich gerade von einer Spende an Oxfam kam, war ich sowieso in Geberlaune.

Ketzerischer Gedanke: Wenn die Sammler mit gekämmten Haaren und sauberer Kleidung aufträten, würden bestimmt noch mehr Menschen die Autoscheibe runterkurben, wenn es klopft…