Heute habe ich das Schnittmuster für den Junge Avantgarde-Rock aus der März-Burda vom letzten Jahr rauskopiert und anprobiert. Die Abnäher müssen wie üblich wohl etwas tiefer und länger werden, aber sonst sitzt es schon sehr gut, nach alle, was man mit der Folie davon sehen kann. Jetzt muss ich nur das Schnittmuster auf die mehr als zwei Meter Stoff bringen. Ich werde wohl ein wenig umräumen müssen, damit ich meinen Tisch in die Mitte des Raumes stellen kann. Naja, von „Mitte“ kann man nicht so richtig reden, der Raum hier ist ja gerade mal zweieinhalb Meter breit, würde ich schätzen.

Es sieht nur mit der Folie schon richtig klasse aus, ich glaube, in echt wird es umwerfend aussehen. Ich sollte mir jetzt nur noch angewöhnen, die Röcke, die ich mir nähe, auch mal öfter zu tragen 😉 Im Büro ist das etwas schwierig, weil ich mit dem Fahrrad hinfahre. Aber sonst…

Und wieder kann ich „Fertig!“ sagen. Ganz richtig komplett fertig, mit Saumnähten, Innennähte versäubert, und die Seiten vom „Wasserfall“ habe ich auch auf den seitlichen Belegen angenäht (so eine Kleinigkeit, die ich sonst „gerne“ vor mir herschiebe…)

Ich glaube, jetzt brauche ich erstmal eine Nähpause… – oder doch nicht? 😉

Bis auf zwei Saumnähte ist das Top jetzt fertig – es hängt hinter mir an der Wand, und ich bin echt hin und weg davon, wie toll es aussieht. Dabei war das eigentlich nur ein Probeteil aus preiswertem Stoff, den ich mal in einem spontanen Anfall von „Der gefällt mir“ in der Resterampe mitgenommen hatte.

Nach dieser guten Erfahrung und dem tollen Gefühl, in drei Wochen gleich drei Teile genäht zu haben, die alle gut gelungen sind, habe ich mir vorgenommen, erstmal meinen Stoffberg weiter zu reduzieren, bevor ich wieder meiner Sucht fröne. Okay, ein wenig liegt es auch daran, dass ich diesen Monat ein bisschen auf mein Geld aufpassen muss… 😉

Als nächstes habe ich mir einen weiteren Rock vorgenommen, und zwar den superschicken Rock aus der März-Burda vom letzten Jahr. Das heisst, er sieht wohl nur deshalb so schick aus, weil er im Original für Satinstoff gedacht ist. Aber ich habe da diesen leicht elastischen, dünnen, beigefarbenen Jeans oder Köper, aus dem ich sowieso immer einen Rock machen wollte. Auch ein preiswerter Rest vom Gürzenich, der seit etwa einem Jahr bei mir herumliegt. Also genau das richtige Alter für einen Stoff, um verarbeitet zu werden… 😉

So, das Schnittmuster ist geändert, der Stoff auch. Die Träger sind auf dem Vorderteil ein Stück nach innen versetzt, hinten musste ich gar nichts ändern. Der Beleg ist auch schon dran, muss nur noch von rechts abgesteppt werden. Fast fertig 🙂

Der Schnitt ist wirklich klasse, bis auf diese kleine Änderung an den Trägern konnte ich diesmal alles so lassen, wie es ist. Die Weite ist perfekt, und es sieht insgesamt sehr elegant aus. Durch den schrägen Fadenlauf ist es schön anschmiegsam, und der Stoff ist eine schön fließende Microfaser. War ein ganz preiswertes Reststück – mit dem ich wirklich Glück gehabt habe! 🙂

Wieder ein Stoff vernäht… 😉 Mal gucken, was ich mir als nächstes vornehme.

Heute ist Rosenmontag, und ich habe mir einen Tag Urlaub genommen, den ich natürlich zum Nähen nutze. Es schneit übrigens gerade….

Derzeit beschäftige ich mich mit einem weiteren Butterick-Schnitt, dem Top mit Wasserfall-Ausschnitt. So sieht es aus:

Ich habe gerade die Träger und den Ausschnitt geheftet, und wie ich mir vorher schon dachte muss ich die Träger ein Stück nach innen versetzen, allerdings ohne an der Weite etwas zu ändern. Also ist gleich Schnittmuster basteln angesagt. Mit der Folie geht das ganz einfach 🙂

Aber vorher steht noch ein bisschen Hausarbeit an… :-/

Fertig! Ich kann´s kaum glauben. Nach ein bisschen Rumprobieren mit dem Halsausschnitt habe ich jetzt einfach Nahtband aufgebügelt, die Nahtzugabe nach innen gebügelt, überall ganz winzig eingeschnitten, damit die Rundung besser wird, und mit einer einfachen Naht von oben abgesteppt. Es sieht klasse aus, überhaupt nicht wie „selbstgemacht“ im negativen Sinne. Es fällt schön rund, steht nicht ab – einfach toll. Glücklich! 🙂

Heute habe ich mir einen halben Gleittag frei genommen, wegen Weiberfastnacht. Ab mittags wäre ich alleine im Büro gewesen, da bin ich dann auch lieber nach Hause. Und hab schon mal die Ärmel an meinem neuesten Stück genäht 😉

Es ist das T-Shirt mit angeschnittenen Ärmeln, aus dem halb durchsichtigen Blümchen-Stoff. Der Stoff ist übrigens reine Baumwolle, und trägt sich sehr angenehm. Gerade im Sommer finde ich Sachen aus Baumwolle wichtig… 😉

Bis auf den Halsausschnitt habe ich es auch schon wieder fertig. Der Stoff ist ein wenig knapp bemessen gewesen, echte Schrägstreifen bekomme ich aus den kümmerlichen Resten nicht mehr raus. Vielleicht reicht es noch für einen Beleg, mal sehen. Sonst muss ich mir was anderes einfallen lassen.

Eigentlich müsste ich mir direkt danach das Top aus dem weißen Jersey nähen, damit auch was für drunter habe. Aber so schnell wird der Sommer schon nicht kommen, und jetzt gerade habe ich mehr Lust, mich endlich mal an einer „richtigen“ Hose für mich zu versuchen. In den letzten Abenden habe ich in mühevoller Kleinarbeit die Overlocknähte an meiner Lieblingshose, die im letzten Herbst kaputt gegangen war, aufgetrennt. Die passte so gut, dass ich sie mir nachnähen will. Zuerst wollte ich meine vorletzte Errungenschaft, den Hosenstoff mit Hahnentrittmuster von Portofino, nehmen, aber für den ersten Versuch nehme ich doch lieber den uni grünen Köper, den ich auch ursprünglich dafür vorgesehen hatte. Der ist jetzt auch gut „abgehangen“ oder besser „abgelegen“ 😉

Schade, dass nächsten Montag der Nähkurs schon wieder ausfällt, wegen Karneval, aber ich habe mir den Rosenmontag auch Urlaub genommen, so dass ich hoffentlich dann zum Nähen kommen werde.

Jetzt ist unser Wochenendausflug in die Gegend von Göttingen schon wieder vorbei. Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt, im einzigen mir bekannten Stoffladen in Göttingen vorbeizuschauen, der Stoffinsel.

Das ist ein allerliebster, kleiner Laden, etwas außerhalb der unmittelbaren „Innenstadt“ von Göttingen, der Fußgängerzone, gelegen. Bis unters Dach vollgestopft mit Stoffen und Zubehör und einer sehr netten Besitzerin, Frau Sonntag. Sie hat sich auf Kinderstoffe spezialisiert und fertigt auch selbst Kinderkleidung nach Bestellung an. Ich habe mich direkt mit vier neuen Stoffen eingedeckt, obwohl ich am liebsten den halben Laden leer gekauft hätte.

Zum einen ein Jersey-Stoff in gebrochenem weiß, in der allerbesten Qualität, die ich ich bei T-Shirt-Jersey je gesehen habe. Daraus sollen ein oder zwei Trägertops werden. Dann ein orangefarbener, leicht durchsichtiger Stoff mit bunten Blüten drauf, daraus wird ein weiteres Shirt mit angeschnittenen Ärmeln, das ich über den Tops tragen kann. Dann noch einen pink-orangefarbenen dünnen Jeans, aus dem vermutlich eine Wickel-Weste wird, nach einem Muster aus der aktuellen „Patrones“, vorausgesetzt, ich komme mit dem wilden Schnittmusterbogen und der spanischen Anleitung zurecht, und dann noch ein geringelter Strickstoff in dazu passenden Farben für ein kleines T-Shirt für drunter.

Gut, dass ich morgen noch frei habe. Die drei bunten Stoffe sind grad schon in der Wäsche; ich hoffe, dass ich den ganz dünnen Stoff morgen schon zuschneiden kann. 🙂

Fertig! Gerade die letzte Saumnaht gesteppt. 🙂

Insgesamt hab ich etwa dreieinhalb Stunden gebraucht, mit Zuschneiden und Schnittmuster auskopieren. So schnell hab ich noch nie was genäht 🙂

Und jetzt hab ich mal was, was ich meinen Kollegen zeigen kann. 🙂

Dieser Shirt-Schnitt ist wirklich supereinfach, und der Fleece lässt sich toll verarbeiten. Zugeschnitten, Schulternähte gesteppt und ein Ärmel ist eingesetzt. Wenn ich nicht gerade noch Emergency Room geguckt hätte, wäre ich jetzt wahrscheinlich schon fertig. Ich denke, das schaffe ich heute Abend noch. 🙂