Ach, es ist wirklich ein Kreuz… Da nehme ich mir einmal vor, keinen Stoff zu kaufen – und prompt finde ich in zigausend Shops jede Menge Stoffe, die ich gerne hätte…

Ich sollte mich lieber um die Sachen kümmern, die ich noch hier liegen habe. Das weiße Interlock-Top wartet noch auf die Befestigung der vorderen Träger, und das umgearbeitete T-Shirt wartet auf den hinteren Saum und die Ärmelsäume. Statt dessen surfe ich in Stoffläden rum und meine Wunschliste wird länger und länger. *seufz*

Dieses Wochenende war ich mal total nähfaul. Heute habe ich einen Bettbezug von Übergröße auf Normalgröße verkleinert, und das war es auch schon.

Dafür wurde ich heute von drei Freunden unabhängig voneinander auf meine schöne braune Jacke angesprochen. Das ist ein tolles Gefühl 🙂

Gestern habe ich ein kleines Stoffmodell gemacht. Ich habe mit einem Filzstift jedes Teil beschriftet, also „vorne links“, „hinten rechts“ etc., und dann war es zwar immer noch ein bisschen knifflig, aber es hat geklappt 🙂

Nachdem Seidenjersey unerschwinglich ist 😉 überlege ich jetzt, es mal mit Slinky zu probieren. Obwohl, ich glaube, der Stoff fällt zu schwer. Als Stoffempfehlung wird „lightweight wool jersey“ oder ähnliches angegeben. Ich werde mal schauen, was die örtlichen Stoffhändler in der Richtung anzubieten haben. Einfarbig, eher gedeckte Farbe, und leicht glänzend wäre schön. Und er darf nicht ausfransen. Bin mal gespannt, was ich finden werde 🙂

Gerade hatte ich _die_ Idee, wie ich mir den Spass doch noch gönnen kann: Ich habe mir die Schnittzeichnung in hoher Auflösung eingescannt, und dann auf ein DIN A 4-Blatt ausgedruckt. Den Schnitt werde ich dann in dieser verkleinerten Form an einem Rest Jersey ausprobieren, um zu sehen, wie er funktioniert.

Aber das mache ich morgen abend, wenn ich mehr Zeit habe 🙂

So, hier ist die Schnittübersicht:



Vorher hab ich echt gegrübelt, wie das gemacht wird. Als ich dann diese Schnittübersicht und die Anleitung sah, dachte ich, guck mal an, eigentlich ganz einfach, wenn man erst mal drauf gekommen ist… Das gilt wohl für alle genialen Ideen. 🙂

Heute sind meine Vogue-Schnitte gekommen, die ich mir vor knapp zwei Wochen in Amerika bestellt hatte. Die Schnittführung von dem Issey Miyake-Top ist wirklich interessant; eigentlich einfach, wenn man drauf kommt, aber vorher zerbricht man sich den Kopf, wie das gehen soll:



Heute abend scanne ich die kleine Schnittübersicht mal ein (schon praktisch, so ein Scanner 😉

Natürlich habe ich gerade für diesen Zweck keinen passenden Stoff in meiner Truhe, auch nicht in meiner Restekiste. Und eigentlich will ich diesen Monat ja gar keinen kaufen… naja, wie lange halten solche Versprechungen schon bei einer Süchtigen? 😉

Also habe ich mit mir den Kompromiss geschlossen, dass ich von dem Gehaltsvorschuss, der in den nächsten Tagen eintrudeln dürfte, ein kleines Stück preiswerten Stoff in der Restekiste oder so kaufe. Von dem Geld bleibt nämlich immer ein kleiner Teil übrig 😉 (der Grossteil ist für die Miete).

Ich denke, mit diesem Kompromiss kann ich leben 🙂

Anstatt mit etwas neuem anzufangen, habe ich mir lieber mal meine Ufos vorgenommen. Heute morgen habe ich meine Wollstrumpfhose geflickt, und jetzt bin ich gerade an einem T-Shirt. Das habe ich schon viele Jahre, und es war mir immer schon viel zu gross gewesen. Auf der Hochzeit meines Schwagers hatte ich es zum letzten Mal an, und als ich hinterher die Fotos gesehen habe, dachte ich, ups, das kann so nicht bleiben. In dem Ding bin ich einfach versunken!

Ich hatte schon vor einiger Zeit sämtliche Nähte aufgetrennt, und seitdem lag es da. Jetzt endlich habe ich das Butterick-Schnittmuster, aus dem ich schon das orangefarbene, halbtransparente Top gemacht habe, genommen, und Vorder- und Rückenteil neu zugeschnitten. (Die Ärmel sind angeschnitten.) Die Schulternähte sind auch schon drin 🙂

Und das nächste T-Shirt ist fertig 🙂

Ich glaube, ich hatte schon einmal erwähnt, dass dieser T-Shirt-Schnitt (Modell 107b aus Burda Moden Mai 2002) geradezu lächerlich einfach ist? Ich hatte ihn noch ein wenig modifiziert und den Saum und die Ärmelsäume um ein paar Zentimeter verlängert, und den Ausschnitt etwas enger gemacht, weil ich nicht ständig meine BH-Träger zeigen möchte, und es sieht wirklich gut aus. Auch die Säume sind sehr schön, weil ich jetzt herausbekommen habe, wie ich die Einstellungen für die Zwillingsnadel verändern muss. Am besten geht es, wenn ich sowohl die Ober- als auch die Unterfadenspannung ganz locker mache. Dazu habe ich mir eigens eine zweite Spulenkapsel gekauft, damit ich nicht immer an der Stellschraube drehen muss. Auch für die normalen (Stretch-)Nähte an den Jerseys habe ich die lose Unterfadenspannung verwendet, und das klappt sehr gut. Nur das Nähgarn ist mir für den dünnen Stoff noch etwas zu dick. Für den lila-farbenen Stoff habe ich auch schon passendes Nähgarn in normaler Dicke hier liegen, aber wenn ich noch einmal so einen Stoff vernähe, werde ich mal schauen, ob ich dünneres Garn finden kann.

Eigentlich wollte ich heute Nahtband für das nächste T-Shirt kaufen, aber im Komet am Eigelstein hatten sie das nicht. Die Verkäuferin kannte es gar nicht – logisch, der Laden muss fast das komplette Zubehör von Prym etc. führen; da kann man nicht alles kennen – und konnte mir nicht mit letzter Sicherheit sagen, ob es überhaupt nicht geführt wird oder ob es nur am falschen Platz steht und gerade nicht auffindbar ist.

Jetzt muss ich mal überlegen, womit ich weitermache. Doch mit der Jacke?

Das nächste T-Shirt ist schon fast fertig. Nur die Säume an Bund und Ärmeln fehlen noch. Der Stoff ist der grün-gemusterte Viskose-Jersey von stoffe-bar.de. Bei dem kommenden Wetter brauche ich nämlich noch dringend ein paar dünnere Shirts; die meisten meiner T-Shirts sind aus relativ dickem Interlock und bei dem Wetter einfach zu warm. Der Viskose-Jersey ist dafür super geeignet, er ist ganz weich fließend und schön kühl auf der Haut.

Ausserdem habe ich mir für die kommenden vier Wochen strenges Stoffkauf-Verbot auferlegt. Zum einen habe ich derzeit wirklich genug für den Sommer, und ausserdem fahren wir Ende Juni für ein paar Tage weg, und das kostet mein frei verfügbares Budget für diesen Monat. Bis zum nächsten Gehalt, habe ich mir vorgenommen, kaufe ich keinen neuen Stoff. Und wenn ich das schaffe, kann ich mir Ende Juni, quasi als Belohnung, den Satin aus Amerika bestellen, aus dem ich mir mein schickes Ensemble für die Hochzeit meiner Schwester im August nähen will. 🙂

Jetzt bin ich wieder ein bisschen unschlüssig, womit ich weitermachen soll. Hin- und hergezogen zwischen der nächsten Jacke, zwei T-Shirts, einem einfachen Hemd, oder einem kleinem Rucksack mit Stickerei. Und einen passenden Hosenschnitt brauche ich auch mal langsam. Hm.

Das Hemd sähe in etwa so aus:



Ein ganz einfaches Schlupfhemd, leicht tailliert, abgerundeter Saum mit kleinem Schlitz, einfacher Umlegekragen, oben kleiner offener Schlitz, kurze Ärmel. Ich bin nicht sicher, ob der Stoff dafür geeignet ist. Er fällt sehr weich, also wäre er wohl eigentlich schon richtig für sowas. Den Kragen, die Ärmelsäume und den Beleg für den Schlitz wollte ich dann mit der linken Seite des Stoffes machen. Das heisst, eigentlich ist die gelbe Seite die linke, und die andere Seite ist das gleiche Muster dann umgekehrt, mit rot als Grundfarbe. Da mir rot aber nicht so gut steht, nehme ich das einfach umgekehrt. Der Stoff sieht von beiden Seiten gleich gut aus.

Hm, ich glaube, ich versuche mich heute mal am Zusammenstricken – und morgen oder übermorgen weiss ich dann, was ich machen werde.

Gerade habe ich zum ersten Mal elastisches Schrägband verwendet. Eigentlich ist es wohl eher für Wäsche gedacht, aber ich habe gerade den Halsausschnitt eines T-Shirts verarbeitet und bin begeistert. Es ist sehr einfach in der Handhabung, und es sieht einfach gut aus, ganz professionell.

Aus ecru-farbenem Interlock nähe ich mir gerade ein Unterzieh-Top, z.B. für mein halbdurchsichtiges orangefarbenes Top. Die Armausschnitte hatte ich mit Schrägstreifen aus dem Interlock verarbeitet. Nach dem Steppen dachte ich zunächst, es ist sehr gut gelungen, und war schon ganz erfreut. Aber dann habe ich es probeweise mit festgesteckten Trägern angezogen, und jetzt erst sah man, dass die Ausschnitte abstanden. Immer dieser Ärger mit dem Ausleiern von elastischem Stoff nach dem Nähen! Also nochmal aufgetrennt – logisch, wieder ein Dreifach-Stretch -, die Bänder um 10 Prozent gekürzt und wieder angenäht. Schon besser, aber ich denke, ich probiere es beim nächsten Mal mit noch etwas kürzeren Bändern, vielleicht 15 Prozent weniger.

Bei den Halsausschnitten habe ich dann mal das Wäschefalzgummi – das ist glaube ich der offzielle Name – ausprobiert. Es ist viel dünner, ganz weich und die Oberfläche glänzt. Dadurch sieht ein Kleidungsstück direkt eine Ecke edler aus. Gefällt mir sehr gut. Ich habe noch einen Rest von dem ecru, und den gleichen in grün, da kann ich noch ein bisschen ausprobieren. 🙂

Heute habe ich mir auch einen Scanner gekauft. Ich hatte mit dem Canon LiDe 30 geliebäugelt, aber bei der näheren Betrachtung im Geschäft hat uns der CanoScan 3200F mit seiner höheren Verabeitungsqualität überzeugt. War auch nur 14 Euro teurer als der andere; dafür kann er auch noch Filme und Dias scannen, und er hat einen echten USB 2.0-Anschluss, was jetzt noch nicht wichtig ist, aber falls ich mal auf einen besseren PC – oder Mac 😉 – aufrüste, kann ich dann die höhere Geschwindigkeit nutzen. Die Installation war sehr einfach und schnell, die mitgelieferte Software ist gut, und er scannt sehr gut. Ich habe Farbbilder, flächige schwarz-weiß Grafiken, eine feine Strichzeichnung auf einem vergilbtem Hintergrund und Text mit OCR ausprobiert, und es gibt wirklich keine Beanstandungen. Das mitgelieferte OCR-Programm ist abgestürzt, aber grad heute hatte die c´t eine Home-Version von Abbyy FineReader auf CD, da habe ich die installiert, und es lief problemlos.

Jetzt kann ich die schönen Ornamente aus meinem neuen Vorlagenbuch einscannen und einfach weiterverarbeiten 🙂