Primadonna die zweite

So, heute der zweite Versuch. Habe das Körbchen vergrößert, das Rückenteil zweigeteilt, anders aufgelegt, mehr Weite in der hinteren Mitte dazugegeben und nach unten schräg weiter werdend zugeschnitten. Jetzt sieht das schon besser aus, und ich habe nicht mehr den Eindruck, ein Korsett zu tragen und gleich in Ohnmacht zu fallen *lol*

Jetzt brauche ich nur noch ein paar farblich passende Kurzwaren, die ich gestern verbraucht habe. Das Wäschegummi könnte ich ja mit viel guten Willen noch vom ersten Teil auftrennen, aber die Charmeuse nicht, die ich für das Mittelteil brauche. Neu kaufen ist da erheblich stressfreier.

Und bis die Teile hier sind, mache ich erstmal mit einer Hose weiter, und lasse die Jeansjacke links liegen. Die Hose brauche ich immer noch dringender, habe mich aber so lange davor gedrückt. Aber vor der Taufe – Taufkleid! Jäckchen! – muss das unbedingt noch sein. Ich liebe es, unter Zeitdruck zu arbeiten… 😉

Frohe Ostern!

Heute habe ich den ersten Versuch eines Primadonna-Hemdchens unternommen. Mann, warum hat noch keiner gesagt, dass die Dinger so knalleng sitzen?!

Ich bin kaum reingekommen in das Teil; beim nächsten Mal werde ich die hintere mittlere Naht nicht vertikal sondern schräg nach außen verlaufen lassen. Auch beim BH aus dem Kurs, den ich als Vorlage benutzt habe, kam mir die Größe 70 schon ein wenig eng vor; normalerweise kaufe ich 75 und stelle es dann auf die kleinste Stufe.

Tragbar wird der erste Versuch schon werden, aber das geht besser. Da werde ich noch mal ein bisschen experimentieren müssen. Die Idee an sich gefällt mir aber sehr gut; genau, was ich in größerer Anzahl noch für meine neue Garderobe brauche 🙂

Die Katze lässt das Mausen nicht…

… und ich konnte mir auch wieder mal das Stoffe kaufen nicht ganz verkneifen.

Am Sonntag auf dem Brunch haben zwei kleine Stöffchen den Weg aus Silvias Restekiste zu mir gefunden: Ein türkisfarbener Stretch-Jeans mit Ton-in-Ton-Streifen, mit dem ich schon mal geliebäugelt hatte, und ein bunter Stoff im Patchwork-Stoff, den ich mir spontan gut als Kleidchen für meine kleine Nichte vorstellen konnte.

Ausserdem habe ich jemandem – wer war es noch gleich? – ein paar Spitzen, Wäschegummi und Aufnäher abgekauft, zu einem extrem günstigen Preis. Da konnte ich einfach nicht Nein sagen, zumal es meine vorhanden Stoffe so gut ergänzt, dass ich damit wieder ein bisschen vernähen kann.

Ansonsten passiert derzeit nicht viel. Meine Jeansjacke befindet sich immer noch in Arbeit. Den Kragen habe ich gestern zusammen mit den angeschnittenen Belegen sehr schön hinbekommen, und muss nur noch die innere Nahtzugabe absteppen. Obwohl es vielleicht eine Überlegung wäre, noch einen hinteren Beleg dafür zu schneiden und von rechts halbkreisförmig abzusteppen, so ganz klassisch… mh, gute Idee. Mal sehen.

Danach kommt der schwierigste Teil, die Ärmel. Sie werden natürlich eingehalten eingesetzt; wie ich das in dem leicht stretchigen, aber ziemlich steifen Jeans hinbekomme, werde ich dann sehen. *zitter* Dummerweise ist der Nähkurs gestern ausgefallen, und nächste Woche wg. Ostermontag findet auch keiner statt, so dass ich das Stecken auch nicht auf meine Kursleiterin abwälzen könnte *g* – Nee, ich will sowas ja selber können; ich lasse mir nicht so gerne helfen.

Über Ostern habe ich mir aber erstmal das Taufkleid und Jäckchen vorgenommen. Die Anprobe des Probeteils hat ergeben, passt, nur ein bisschen zu groß, und da die Taufe schon Ende April stattfindet, fange ich jetzt an, damit ich nicht wieder alles auf die letzte Minute mache. Einen Tag Urlaub habe ich mir zusätzlich genommen, den ich hoffentlich auch noch zum Nähen nutzen kann.

Meine neuen sportlichen Aktivitäten kosten auch ein wenig Zeit: Ich habe mir zum Buch noch eine Callanetics-DVD gekauft, und habe es tatsächlich geschafft, schon eine Woche lang wirklich jeden Tag zu trainieren. Bin ganz begeistert von mir, und spüre schon erste Erfolge. Die eine Stunde jeden Tag geht aber von der übrigen Freizeit ab, das heisst, weniger Nähen – oder weniger surfen; auch nicht schlecht 😉

So, das nächste Projekt ist in Angriff genommen; eine etwas längere Jeansjacke für den Übergang.

Der Stoff, ein tief-dunkelblauer, fester Stretch-Jeans, stammt von Rene Reuver, gekauft auf dem holländischen Stoffmarkt letzten Herbst in Oberhausen. Gut abgehangen also.

Die Einlage ist auch schon aufgebügelt, und dabei habe ich festgestellt, dass ich den einzigen Webfehler genau auf die Mitte eines mittleren Vorderteils plaziert habe. Herzlichen Glückwunsch… Da muss ich mir jetzt eine kreative Lösung für ausdenken. Vielleicht noch zwei (Zier-)Nähte, wie sie bei Jeansjacken an dieser Stelle eigentlich üblich sind, oder eine dezente Borte? Mal sehen.

So, wieder zurück aus der Stadt. Und sogar erfolgreich. 🙂

Beim Schnäppchenmarkt am Gürzenich gab es schönen dünnen Satin aus reiner Seide, und im Karstadt dann den Organza. Er ist nicht ganz hartweiß, aber so schwach abgetönt, dass es auf dem weißen Satin nicht so furchtbar auffallen sollte.

Für das Jäckchen darüber hat meine Schwester sich weißen Pannesamt ausgesucht. Nicht mein bevorzugter Stoff, aber mal gucken. Hm, auf dem Bild sieht er viel zu weiß aus für die anderen Stoffe. Das werde ich mir noch mal genauer überlegen…

Jetzt mach ich aber erstmal was anderes, denn bis zur Taufe ist´s ja noch ein Monat. Derzeit denke ich stark eine Jeansjacke, denn ich brauche eine neue, farblich passende Übergangsjacke. Meine braune, mit Gold bestickte Cordjacke passt nicht mehr so ganz zu meinen Winterfarben. Und mein neuer Kappnahtfuß wird mir hoffentlich schön verarbeitete Nähte bescheren, da ich die Jacke nicht füttern will. Ein Testlauf mit dem sehr dicken Jeans war jedenfalls erfolgreich. Da freue ich mich schon drauf. 🙂