Das Ziel vor Augen

Gute Vorsätze sind nicht wirklich originell, ich weiß. Und selten werden sie eingehalten.

Ich werde mir trotzdem ein einziges Näh-Ziel für 2017 vornehmen, und das ist: Ufo-frei zu werden.

Zum einen sind sie generell überflüssig, zum anderen habe ich immer noch das größere Ziel vor Augen, mehr Platz in meinem Nähzimmer zu schaffen. Deswegen will ich den Karton mit Ufos, der ganz unschuldig auf dem obersten Regalbrett vor sich hin verstaubt, bearbeiten, bis er leer ist. Oh, und die Ufos, die sich in einer Ecke des Zimmers im letzten Jahr angesammelt haben, müssen natürlich auch weg.

Ich habe gerade schon eine erste Sichtung vorgenommen und bei fast allen ist ganz klar, was ich machen muss und, was wichtiger ist, es ist machbar. Ich fange mit dem einfachsten an und werde mich Stück für Stück hindurch wühlen. Und ich werde natürlich hier berichten. Drückt mir die Daumen.

Vom Ufo zum Lieblingsteil

Das ging schnell! Gestern und vorgestern machte ich mich daran, das erste der lange vergessenen Ufos endlich fertigzustellen. Weil das blaue Shirt damals schon weiter gediehen war, fing ich mit diesem an.

Die gerundeten Einsätze oben, die auch die Rückseite zieren, habe ich bei diesem Versuch ein wenig faltenfreier einsetzen können. Diese gegenläufig gerundeten Nähte sind wirklich schwierig zu nähen; ich habe mich sehr bemüht, nicht am Stoff zu ziehen und ich vermute, das war einer der Fehler damals. Beim zweiten Einsatz habe ich die Nahtzugabe des weißen Einsatzes noch eingeschnitten in der Rundung, damit es sich noch besser formen lässt; das hat auch ein wenig was gebracht. Ein bisschen habe ich ja gelernt in den letzten Jahren!

Den Halsausschnitt habe ich mit meiner quick and dirty-Einfass-Methode verarbeitet: Einfass-Streifen rechts auf rechts annähen, nach innen unten umschlagen (die Breite der Nahtzugabe kann man hier frei wählen; ich habe sie ein wenig schmaler gemacht als sonst, ca. 7 mm statt 10) und von rechts entlang der ersten Naht hier mit einem schmalen (3er) Zickzack feststeppen (ansonsten geht auch Geradstich exakt im Nahtschatten); innenliegende offene Nahtzugabe knappkantig vorsichtig abschneiden, fertig. Spart das fummelige millimeter-genaue Einschlagen der zweiten Kante und bei dem Jersey macht es optisch auch von innen keinen wesentlichen Unterschied, finde ich, sofern man beim Abschneiden sauber vorgeht.

Dann kam mir die Idee, das gleiche bei den Ärmelsäumen zu machen; gottseidank habe ich in meinem Regal noch einen Rest von dem weißen Stoff gefunden, aus dem ich die Streifen schneiden konnte.

Und dann kam mir die Idee, die Zickzack-Absteppung auch bei den Einsätzen zu machen und so zum einen diesen Stil noch zu betonen, die Nahtzugaben glatt zu legen (sozusagen eine Art falscher Flatlock) und gleichzeitig durch leichtes Dehnen des Stoffes die Wellenbildung wieder ein bisschen auszugleichen. Worked like a charm!

Jetzt bin ich total verliebt in das Shirt <3 und finde, dass es mit jedem gekauften Sport-Shirt locker mithalten kann; sowohl, was den Stil, als auch was das Material angeht, das sich - zumindest bislang vor dem Rechner 😉 - ganz wunderbar trägt! Der Schnitt ist übrigens einer der verblichenen "neue mode Stil"-Firma, die Nummer lautet M23223. Und nein, den verkaufe ich ganz sicher nicht so schnell! 😉 (Ich meine, dass die sogar noch im Geschäft sind, aber sie verkaufen leider keine Einzelschnitte mehr so wie früher.) Wobei ich hier zwei Schnitte verhochzeitet habe; das Passen-Detail stammt von NM, der größte Teil des restlichen Schnittes ist dann mein bewährter Jalie 2212. Ich kann es kaum erwarten, nächste Woche mit dem Lauftraining zu beginnen und den Praxistest zu machen! Meine blöde Mandelentzündung und der Schnupfen haben mich leider um zwei Wochen in meinem Zeitplan zurückgeworfen...

Hobbyschneiderinnen vergessen nicht!

Da ich die Absicht habe, in den nächsten Wochen mein Lauf-Training etwas zu intensiveren, habe ich dringenden Bedarf an sport-tauglichen T-Shirts.

Da ich eh gerade beim Abarbeiten meiner Ufos bin, habe ich mir heute aus der Ufo-Kiste drei solcher T-Shirts rausgezogen. Ist ja nicht so, als ob ich nicht ganz genau wüsste, was sich darin befindet…

Das erste Ufo war ein so gut wie fertiges rot-weißes Shirt, das ich sage und schreibe seit 2009 unvollendet hier liegen habe. *hüstel*

Hier kann man mehr über den Werdegang lesen: Aus dem Archiv – Was ich heute gelernt habe

Ich habe mich jetzt einfach mit der Halsausschnitt-Einfassung abgefunden, und nur die sehr stümperhaft offen gelassenen kurzen Enden im Nacken (was habe ich mir dabei bloß gedacht?!) gnadenlos umgelegt und festgesteppt. Und den einen Ärmel habe ich gesäumt, die fehlende Nahtzugabe unter dem Arm ignoriert und festgetackert. Das sieht beim Joggen eh keiner, so!

Aus der gleichen Stoff-Lieferung stammen die beiden oben gezeigten Halbtoten in blau und rosa, die seit einer unbekannten Anzahl an Jahren in der Kiste schlummern. Gekauft hatte ich sämtliche Stoffe für die drei Shirts im Jahr 2007 – go, figure…

Wie man an dem blau-weißen Shirt sieht, habe ich es weder mit der Overlock (links) noch mit der normalen NähMa (rechts) geschafft, eine Naht zu produzieren, die sich nicht zusammenzieht. Ich werde nun noch mal einen weiteren Versuch mit verschiedenen Nadeln und Stichen starten. Meine größte Hoffnung setze ich derzeit in die 3-Faden-Superstretch-Naht meiner Overlock, in Verbindung mit den ElX-Nadeln. Wir werden sehen, ob das was wird. Da sich derzeit die Reparatur- und Instandhaltungskosten in unserem Haushält häufen, würde ich schon ganz gerne mal usen what I have, anstatt neu zu kaufen. Zumal die Stoffe, ProCool Wicking Jerseys, speziell für den Sport gemacht sind und sich sehr gut anfühlen!

Das untere Shirt ist übrigens eindeutig ein kaltes Rosa und nicht lachsfarben – sowas käme mir nicht in´s Haus!

Und ab geht´s an die Nadeln!

Ufo, vor dem Absturz gerettet

Jippie!

Mit meiner Woll-Tunika komme ich derzeit nicht weiter, weil ich für den Ausschnittbeleg noch eine dünne Seide kaufen muss. In der Zwischenzeit habe ich mir eines meiner Ufos vorgenommen; das schwarz-weiße Shirt aus der Knip mit dem asymmetrischen Ausschnitt und den verdrehten Bändern im Rücken.

Ich habe die Rückenteile unter den Armen noch etwas enger genäht, in die Quer-Teilungsnähte eine Hohlkreuz-Änderung eingebaut und auch in den Seitennähten des Rückenteils etwas stärker eingekurvt. Der weiße Stoff im Rücken wird zwar immer noch sichtbar zusammengezogen von den Bändern, aber ich habe nun beschlossen, dass das so in Ordnung ist. Außerdem habe ich die verdrehten Bänder schmaler genäht, weil die so besser zu meinem schmalen Körperbau passen, finde ich.

Knip-Shirt von hinten

Ich glaube, die Bänder fixiere ich mittig noch mit einem „tailor´s tack“.

Dann habe ich mir den Ausschnitt vorgenommen, den ich als besondere Herausforderung in Kontrastfarbe einfassen wollte. Und das in asymmetrisch und dehnbar… uff! Aber – ich habe es geschafft! Nach der altbewährten Jalie-Methode für Shirt-Ausschnitte habe ich den Streifen 10 % kürzer genommen und zuerst mit Zickzack über die Kante rechts auf rechts angenäht, dann füßchenbreit innen eine Geradstretchnaht. Streifen ganz nach innen wenden, Nahtzugabe zeigt nach oben. Sorgfältig bügeln und stecken, und dann mit der Cover drüber, genau mittig auf der Naht, der eine Nadelfaden schwarz, der andere weiß, damit es genau passt. Die anderen Nadeln erwiesen sich auch hier wieder als tadellos; keine Fehlstiche. Den Füßchendruck habe ich stark reduziert, weil hier ja teilweise vier Stofflagen aufeinander liegen. Was soll ich sagen, es sieht einfach perfekt aus… *freu*

Knip-Shirt, Ausschnitt

Jetzt noch die Säume, aber das wird ein Klacks…

Hm, so macht das Nähen Spaß… Der Ärger mit der Tunika und meine vielen Ufos hatten mich in der letzten Zeit etwas demoralisiert; da macht es jetzt um so mehr Spaß, dass ich dieses kniffelige Teil bezwungen habe.

Und dann noch etwas lustiges… Für den China-Stoff suchte ich neulich in meinen Schnittmustern nach dem passenden Schnitt, dieser ganz klassische Stil mit schrägem Verschluss. Ich habe nichts gefunden, obwohl ich hätte schwören können, dass ich sowas habe! Daraufhin schaute ich mir mein Burda-Archiv durch, weil ich auch hier mal „use what you have“ machen und nichts neues kaufen wollte, und fand auch zwei Kandidaten. Und dann suche ich gerade etwas ganz anderes, greife das Körbchen mit den ausländischen  Schnittmustern – und da ist es doch, Simplicity 9868! Yeah!

Ich sollte doch mal wieder anfangen, wenigstens meine Einzelschnittmuster irgendwo zu verzeichnen, damit ich den Überblick nicht mehr verliere. Die Patternreview-Website bietet das sogar an; ich glaube, da werde ich mich mal einen Tag lang hinsetzen. 🙂

Ich fürchte nur, mein Geiz beim Stoffkauf – nur zwei Meter! Bei dem Preis! Ich hirnlose Idiotin! – lässt mir nur die Wahl zwischen kurzer oder langer Tunika, obwohl ich Oberteil und Rock auch ganz nett fände, aber mal sehen. Wobei man mir beim Stoffkauf sagte, dass man aus dem Stoff besser nur ein Teil anzieht und das andere neutral sein sollte; ist vermutlich auch nicht so ganz falsch. Die lange Tunika scheidet aber eigentlich sowieso aus bei meinem Hohlkreuz. Vielleicht schaffe ich ja das ärmellose Top und einen sehr kurzen Rock? Nee, für das Top brauche ich ja schon zweimal die Länge, weil der Stoff nur 80 breit liegt – gut, dann gibt es das Top, mit oder ohne Ärmel, und eine passende Clutch dazu.

Ufo-Tag

Angeregt durch einen Beitrag im HS-Forum und genervt von meinem vollgestellten Nähzimmer, starte ich wieder mal einen neuen Versuch, mich durch meine Ufos zu kämpfen.

Mein blog-Archiv verrät mir, dass meine letzte Ufo-Aktion schlappe zwei Jahre her ist. Und kaum sind Hochzeit, Jobsuche, Umzug und Einleben in der neuen Stadt geschafft, habe ich wieder Zeit für sowas. 😀

Und die Voraussetzungen sind diesmal gut: Zum einen hält sich ihre Zahl in Grenzen; es sind „nur“ elf Stück. Zum anderen arbeite ich ab diesem Monat wieder nur meine reguläre Vier-Tage-Woche, und habe damit keine Ausrede mehr, dass ich keine Zeit hätte. 😉

Also gehen wir die Kiste mal durch, und entscheiden, was davon überhaupt noch fertiggestellt wird:

Schätzungsweise mein ältestes Ufo, die bekannte Franzius-Jacke aus einer Burda von vor ein paar Jahren. Ich hatte zuerst mit mehreren Sorten hellblauem Schrägband herumgespielt, und mich vor kurzem dann doch für ein ganz einfaches Baumwoll-Schrägband entschieden, allerdings in meiner Lieblings-Farbe Pink. Seht selbst:

Ufo - Franzius-Jacke
Ufo - Franzius-Jacke

Das peppt, oder? 😉 Nachdem die Schrägband-Frage geklärt ist, steht einer Fertigstellung auch nichts mehr im Wege. Die vielen Meter Schrägband anzunähen, insgesamt um die 12 Meter, ist etwas mühselig, aber ich glaube, es wird die Sache wert sein.

Nummer zwei, ein T-Shirt aus Ringeljersey:

Ufo - Ringelshirt
Ufo - Ringelshirt

Das hatte ich mal nach einem Schnittvision-Schnitt angefangen, aber der Armausschnitt saß bei mir überhaupt gar nicht. Ich wollte es dann umarbeiten zu Jalie 2005 mit U-Boot-Ausschnitt, aber wenn ich mir den Stoff so anschaue, ist der mir eigentlich zu dick für ein T-Shirt. Es ist so eine Art Rippenstrick-Jersey, vielleicht besser als Bündchen geeignet. Hm – vielleicht mache in Top draus, oder ein ärmelloses Shirt? Ich werde mal die Seitennähte stecken und es anprobieren, und dann entscheiden, ob es weitergemacht wird.

Nummer drei ist ein einfacher Fall, ein Top aus süß geblümtem Viskose-Jersey:

Ufo - Blümchen-Top
Ufo - Blümchen-Top

Das hatte ich vor ein paar Wochen angefangen, und nur zur Seite gelegt, weil meine NähMa in Reparatur war. Da fehlt nur die obere Kantenversäuberung mit einem Organza-Falzgummi, dann noch die Träger annähe und es ist fertig.

Was mich an dem Schnitt stört, ist, dass er vorne zu weit für mich war, so dass die höchsten Stellen der oberen Kante, wo der Träger befestigt wird, viel zu weit außen sitzen. Ich muss mich mal daran gewöhnen, bei jedem Schnittmuster von vornherein die vordere Mitte um einen Zentimeter zu kürzen, damit die Träger bei mir an der richtigen Stelle sitzen. Ich habe es jetzt einigermaßen hinbekommen, aber dadurch die Rundung oben verringern müssen. Aber das wird auf jeden Fall fertig gestellt.

Nummer vier ist wieder ein schwieriger Fall, ein Top aus einer niederländischen Knip-Mode aus einem Cloqué-Jersey:

Ufo - Cloqué-Shirt
Ufo - Cloqué-Shirt

Der Stoff trägt sich wunderbar bei diesem Wetter, aber der Ausschnitt gefällt mir nicht. Den Cloqué beim Nähen am Ausdehnen zu hindern, ist so gut wie unmöglich. Ich hatte die obere Kante zwar mit einem Mausezähnchen-Gummi eingefasst, aber so richtig gut gefallen tut mir das nicht. Oder vielleicht bin ich nur zu kritisch; so schlecht sieht es eigentlich gar nicht aus, wenn ich mir das näher ansehe. Da müssen nur noch die Säume fertig gemacht werden, was mit Hilfe der Cover mit ihrem Differential auch machbar sein sollte. Ich werde es mal fertig stellen. Es trägt sich wirklich sehr angenehm…

Nummer 5 ist ein aufwendiger, aber nicht unmöglicher Fall; der Schnitt kommt auch aus einer Knip:

Ufo - Asymmetrie-Shirt
Ufo - Asymmetrie-Shirt

Der vordere Ausschnitt ist asymmetrisch, was mir sehr gut gefällt. Aber noch besser ist die Rückansicht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sachen heutzutage, die Kathleen so schön mit dem Wort „Sarg-Kleidung“ bedenkt, weil sämtliche Schnitt-Details nur auf der Vorderseite sind, gibt es hier mal eine interessante Rückenansicht:

Das mittlere Rückenteil ist aus weißem Stoff, und darüber sind drei verdrehte schwarze Bänder, die in der Seitennaht mitgefasst sind. Dummerweise macht mir mein Hohlkreuz da wieder einen Strich durch die Rechnung: Eigentlich sollte man auch unter dem dritten Band noch den weißen Stoff sehen, aber das Band hängt zu sehr durch, weil das meine schmalste Stelle ist, und der weiße Stoff staut sich an den Seiten, weil zuviel davon da ist. Weil mir der Stil so gut gefällt, werde ich es wohl komplett auseinander nehmen, und das Rückenteil neu zuschneiden. Jetzt habe ich ja eine Lösung für mein Hohlkreuz-Problem gefunden. 🙂

Auf zu Nummer 6, einer Winter-Weste aus Walkstrick, oder Strickwalk, wie ihr wollt:

Ufo - Walkstrick-Weste
Ufo - Walkstrick-Weste

Auch dieser Schnitt ist aus der Knip – vielleicht sollte ich die auch noch abonnieren, zusätzlich zur Burda? *grübel*

Der Walkstrick ist super-super-warm, und mehr als eine Weste kann sogar ich nicht daraus tragen. Da brauche ich noch eine Verschlusslösung, außerdem ist das Teil trotz mehrfachen Absteckens immer noch zu weit, und die Kanteneinfassung mit der Ovi muss ich an den Resten mal testen, damit da nichts ausleiert. Der Walk ist nämlich extrem weich und dehnbar. Da muss ich erstmal testen und grübeln, und da es im Moment ohnehin die falsche Jahreszeit ist, werde ich das zurückstellen.

Nummer sieben ist der traurige Rest eines Kleides mit Wasserfall-Ausschnitt, das ich mal aus einem sehr schönen, dünnen Jeans-Stoff machen wollte. Naja, der Jeans ist zwar sehr weich, aber für einen Wasserfall-Ausschnitt doch nicht so ganz geeignet. – Das zweitschwierigste am Nähen ist, den richtigen Stoff für einen Schnitt zu finden, und das Teil ist noch aus meiner Anfangszeit. Stimmt, das hier müsste mein ältestes Ufo sein! (Das schwierigste ist, die eigene Figur kennenzulernen und lernen, die Schnitte entsprechend zu verändern.)

Dann hatte ich den oberen Teil kurzerhand abgeschnitten und wollte einen Rock machen, weil die Schnittführung recht schön ist, aber am Bauch ist es zu weit, und irgendwie… naja:

Ufo - Jeans-Rock
Ufo - Jeans-Rock

Einen Jeans-Rock brauche ich aber schon, weil das mMn ein fast unverzichtbares Basic ist. Ich glaube, ich werde mir den Schnitt aus meinem Rock-Grundschnitt ganz neu selbst erstellen, und dann noch mal neu zuschneiden. Dieses Projekt ist also gestorben, wird aber zu anderer Zeit auferstehen.

Nummer acht ist kein Ufo im engeren Sinne, sondern ein langer, schwarzer Rock aus einem sehr schönen Crepe, den meine Nähkursleiterin mir mal geschenkt hatte. Den Bund habe ich schon halb abgetrennt, weil ich hinten zwei Abnäher einfügen muss, und etwas kürzen muss ich den Rock auch noch. Kein Teil für alltags, aber für die nächste Beerdigung hervorragend geeignet…

Ufo - Crepe-Rock
Ufo - Crepe-Rock

Nummer 9 ist eine Hose, auch nach einem Schnittvision-Schnitt. Die Nahtführung gefiel mir sehr gut, die man hier auf dem Produkt-Bild gut erkennen kann. Der Stoff, den ich dafür verwendet habe, fühlt sich leider wie glitschiges Plastik an, und meine Oberschenkel haben in den letzten Jahre so zugelegt, dass ich nur noch mit dem Schuhanzieher reinkomme, daher wird dieses Teil den Gnadenschuss erhalten:

Ufo - Schnittvision-Hose
Ufo - Schnittvision-Hose

Fort mit Schaden… Aber der Schnitt ist vorgemerkt, und mit einem anderen Stoff und neu zugeschnitten wird das vielleicht mal was werden.

Nummer zehn ist ebenfalls eine Hose, die fast fertig ist, aber ebenfalls viel zu eng geworden, und ich „sehe“ mich in diesem Muster auch nicht mehr wirklich:

Ufo - Flock-Hose
Ufo - Flock-Hose

Die wird wohl auch den Weg alles irdischen gehen.

Dann wäre da noch eine zugeschnittene Hose aus einem festeren Jeans, aber die wird inzwischen auch zu klein sein, und der Stoff ist mir auch zu dick; sowas trage ich eh nicht. Also fort damit.

So, die abschließende Zählung sagt, dass sechs Teile fertig gestellt werden, eines vielleicht, und vier kommen weg. Das sieht doch noch mal besser aus. 🙂

Aber bevor ich mich in die Ufos stürze, habe ich noch etwas Flick- und Änderungsarbeit vor mir: Ein Hemd von einem Freund mit einem Riss neben einer Naht, zwei von meinem Mann mit ausgerissener Knopfleiste, und meine letzte Kauf-Hose muss noch um zwei Zentimeter gekürzt werden. Bevor ich etwas anderes anfange, sei es alt oder neu, mache ich erstmal das. Eigentlich kann ich unfertige Sachen nämlich nicht leiden, die hängen immer so Damokles-mäßig über mir und rauben mir den Schlaf… 😉

Wo kommen die bloß alle her…?

Die Ufos?! Schon wieder ist ein Jahr rum, und obwohl ich dieses Jahr ja nun wirklich kaum Zeit zum Nähen hatte, habe ich in allen Ecken und Kisten diverse unfertige Teilchen stecken. *seufz*

Der Dezember ist per Volksentscheid nun zum Ufo-Monat bestimmt worden, also überwinde ich mich mal und krose in meinen dunklen Ecken herum… :rolleyes:

Diese halbfertige Hose hatte ich eigentlich schon vorgemerkt, um den Reißverschluss wieder herauszutrennen, bevor ich den Stoff entsorge oder für andere Zwecke zerschneide:

Dann dachte ich mir, zeig sie mal kurz dem Göttergatten… Und oh Wunder, ihm gefällt sie sehr gut! *gap*

Hm, ich bin nicht sicher, ob ich dieses Teil je anziehen werde, aber da bei mir wie immer Hosen-Notstand herrscht, mache ich sie nun doch mal fertig. Wer weiß… Aber eins weiß ich, ich werde garantiert nur einfarbige Oberteile dazu anziehen! 😀

Hose nähen unter erschwerten Bedingungen

Endlich, endlich kommt einmal eine lange Hose dran, die ich so dringend bräuchte. Es gestaltet sich allerdings etwas schwierig.

Zum einen habe ich es geschafft, die Schnitt-Teile für den Bund sowie meine selbst gebastelte Eingrifftasche zu verbummeln. Es ist mir absolut un-be-greif-lich, wie ich das gemacht habe! Eigentlich gehöre ich zu den ordentlichen Näherinnen, habe alle meine Schnittmuster in Klarsichthüllen abgeheftet und räume spätestens nach jedem dritten Projekt den Nähtisch von Grund auf. Und trotzdem… weg!

Da musste ich also erstmal wieder Teile neu abzeichnen und neu basteln. Man hat ja sonst nichts zu tun. Das hat mir aber Gelegenheit gegeben, mal die Lösung mit dem verlängerten Taschenbeutel bis zum Reißverschluss-Beleg auszuprobieren. Die Befestigung vorne gibt mir zwar noch Rätsel auf, aber da werd ich schon irgendwas basteln.

Das nächste Hindernis ist der Stoff. Ein sehr verziehfreudiger Karowebstoff, beflockt mit einer Art Paisley-Muster. Und dieses Druckmuster ist so unregelmäßig aufgebracht, dass ich für die hinteren Taschenbeutel partout kein passendes Musterstück auf meinen Zuschnittresten finden kann. Ich kann also nur Karo-genau zuschneiden, das Flockmuster muß ich ignorieren. Auch gut…

Bislang habe ich den Reißverschluss und die vorderen Taschenbeutel angenäht:

Hose, vorne

Mal gucken, wie weit ich morgen noch komme. Im Moment plagen mich große Kleiderschrank-Probleme; ich finde für Paris noch nicht das richtige zum Anziehen.  :roll:

Ich brauche dringendst einige schickere, aber alltagstaugliche Hosen, schöne Blusen oder Shirts und eine schöne Übergangsjacke. Meine neue Jeans-Jacke ist sehr sportlich, aber das taugt eben nicht für alle Tage. Die Frage ist, schaffe ich es, mir das alles dieses Jahr zu nähen oder sollte ich mal wieder einen Blick in Kleidungsgeschäfte werfen?!  :shock: – Zumindest für die Jacke sollte ich das wohl in Erwägung ziehen, denn Hosen und Blusen zu nähen ist kein unlösbares Problem. Geeignete Stoffe habe ich hier, Schnitte auch, und die Nähtechniken beherrsche ich. Hingegen eine gefütterte Jacke wäre Neuland.
Mal sehen, ob ich in Paris was schönes finde!  :wink:

Ufos, Ufos überall…

… Aber es werden immer weniger!

Das silberne Top, das ich neulich angefangen hatte, ist fertig und tragbar:

silbernes Top

Aus meiner Ufo-Kiste habe ich heute dann meine graue, kurze Hose gezogen, die an den Seiten enger gemacht wurde. Da muss der innere Bund jetzt noch angepasst werden; da bin ich grad dran.

Außerdem eine halb zugeschnittene lange Hose. Die Hose ist kariert, und beim Zuschneiden hatte ich zwar auf die Paßzeichen oben geachtet, aber weiter unten nicht mehr, und das Karo ist jetzt an einem Hosenbein am Saum etwas schräg geschnitten. Mal gucken, ob ich das irgendwie „einbügeln“ kann…  :roll:

Ufo-Liste

Drei Stunden ohne Strom können auch mal sehr nützlich sein: Gestern hat unser Vermieter uns neue Steckdosen und Schalter angebracht, um das bunte Sammelsurium, das uns unser Vormieter hinterlassen hatte, mal etwas in Ordnung zu bringen. Wir wohnen ja auch erst acht Jahre hier… 😉 – Dafür hat er sich nicht lumpen lassen, und neue Gira-Schalter besorgt, sehr nett 🙂

Jedenfalls musste dazu natürlich überall der Strom abgestellt werden, und die drei Stunden habe ich zum Aufräumen meines Nähzimmers genutzt. Jetzt liegen sämtliche Ufos auf einem Stapel, der große Berg von Stoffresten ist in zwei Stapel noch verwertbarer Stücke und einen Sack für die Müllabfuhr aufgeteilt und sämtliche Schnittmuster, Kopien, Kurzwaren und was sonst noch so alles hier und da herumlag ist jetzt wieder an seinem Platz. Jetzt habe ich Luft, um meine Ufos wegzuarbeiten. Als da wären:

  • 1. blauer Jeans-Rock, der mal ein Kleid werden sollte: Taille abstecken, Nähte nähen, Bund und Saum
  • 2. schwarzer Rock. Das ist streng genommen kein Ufo, da ich diesen Rock nicht selbst genäht habe, sondern von meiner Kursleiterin geschenkt bekam. Ein ganz klassischer, langer schwarzer Rock aus einem sehr dankbaren Crepe-Material, gefüttert, mit Reißverschluss hinten und Bund. Der Bund war innen mit so einem altmodischen Bund-Gummi gearbeitet, das inzwischen seine Dehnfähigkeit und Geschmeidigkeit eingebüsst hat. Ich habe den Bund aufgemacht und werde ihn jetzt etwas schmaler machen und innen nur mit Vlieseline bebügeln; das ist eher mein Stil. Etwas kürzen muss ich ihn auch noch, da er fast bodenlang ist und das steht mir nicht.
  • 3. Mein Franzius-Lodencape. Das ist bislang nur zugeschnitten, die Teile und die 11 Meter Borte, mit denen sämtliche Nähte und Kanten eingefasst werden, liegen schon länger hier bereit. Das ist eine reine Fleißarbeit, die ich auf den Herbst verschieben werde, da ich derzeit keine Verwendung für ein warmes Lodencape habe… 😉
  • 4. Jeans-Jacke. Fast fertig, bis auf die Taschen, Knöpfe und Knopflöcher und den Saum
  • 5. petrolfarbenes Viskose-Jersey-Top. Da brauche ich nur noch eine Lösung, um den Ausschnittbeleg innen zu befestigen, so dass die Kante nicht nach außen fällt. Irgendeine Stickerei vielleicht?
  • 6. rot-weißes Blumen-T-Shirt: Ausschnitt und Säume müssen noch genäht werden Fertig
  • 7. rot-weißes Blumen-Top: Aus dem gleichen Stoff wie Nummer Sechs; Träger und Ausschnittbeleg nur noch der Saum fehlt
  • 8. aubergine-farbenes Top: nur zugeschnittenNähte fertig, Ausschnitt und Säume fehlen noch
  • 9. alt-rosé-farbenes T-Shirt: Eigentlich nicht mehr ganz meine Farbe, aber ich werde es erstmal fertig nähen. Ausschnitt, Ärmel jetzt fehlen nur noch die Säume
  • 10. Tasche für meine Mutter. Da fehlt eigentlich nur noch eine vordere Blende, dann ist sie fertig, und eine Stickerei muss noch ergänzt werden, und die Reißverschluss-Enden mit Fliegen schön machen. Leider ein TfT…
  • 11. Jersey-Top aus „Mädchen“-Stoff. Bis auf den Saum jetzt fertig

    Ich mache jetzt hier keine Prioritätenliste, weil ich mich an sowas eh nie halte. Die Tasche werde ich mir aber als erstes vornehmen; wenn ich Glück habe, bekomme ich sie heute fertig und kann sie übergeben 🙂

    Auf der dringenden To-do-Liste stehen außerdem ein T-Shirt für meine Mutter, sowie eine Spieldecke für meine Nichte. Schnitt und Stoff für das Shirt sind schon vorhanden und auch am lebenden Objekt überprüft und optimiert. Die Vorderseiten-Stoffe für die Spieldecke sind auch schon gekauft und der Entwurf ist gemacht.

    Für mich selbst hätte ich außerdem gerne eine oder zwei neue Hosen – ist ja nichts neues… – sowie eine weiße Leinenjacke/-bluse im Safari-Stil.

  • Ufo-Flotte

    Derzeit stapeln sich bei mir wieder die halbfertigen Teile…

    Meine schwarze Hose, die eigentlich letzte Woche schon fertig werden sollte, ist immer noch ohne Säume und Knöpfe.

    Dann hatte ich ja fünf T-Shirts und Tops zugeschnitten, da fehlen auch noch die Säume und Halsausschnitte.

    Meine halbfertige Jeans-Jacke hängt schon seit Wochen über dem Stuhl und verstaubt… Alle paar Tage nehme ich sie in die Hand, und überlege, was ich als nächstes machen müsste, nämlich den zweiten Ärmel einsetzen – aber ich finde Ärmel einsetzen total blöd, und deswegen schiebe ich das vor mir her…

    Eine zugeschnittene Tasche, ein lang versprochenes Geschenk für meine Mutter, liegt auch noch hier.

    Ganz zu schweigen von der kürzlich gekauften Jeans, die ich noch kürzen muss, meinem Beitrag für die Design-Challenge II, und der Schürze, die ich meinem Süßen zu Geburtstag geschenkt hatte, diesen Sommer…

    Und dann schneide ich heute lustig ein weiteres Teil zu, nämlich das Wickelshirt Nr. 116 aus der aktuellen November-Burda. Vermutlich wird das jetzt als erstes fertig… 😉

    Naja, was soll´s. Eins nach dem anderen wird es schon fertig werden. Ich mach mir deswegen jetzt keinen Stress, weil ich weiß, dass ich das alles handwerklich problemlos hinbekommen werde. Nur an der Motivation hapert es zeitweise, aber ich hab ja keinen Termindruck. Spaß machen soll es ja auch noch 🙂