Zu viele Ideen…

… zu wenig Zeit.

So sieht es aus, wenn man das ganze Jahr über Ideen gesammelt hat, in der Hoffnung, die ganz bald umzusetzen, aber dann doch zu nichts kaum was gekommen ist.

Unmengen von unsortierten Schnittmuster-Teilen; einige noch nicht einmal ausgeschnitten. Rudimentäre Beschriftungen, wenn überhaupt; die Anleitung weit verstreut, wenn überhaupt vorhanden, oder nur digital gespeichert.

Ich bin unter normalen Umständen sehr sorgfältig darin, alles zu beschriften, beieinander zu halten und sortiert abzulegen, aber wenn ich zu wenig Zeit und Ruhe habe, kommt so etwas dabei heraus. Hmpf… So kann man auch einen Sonntag verbringen.

Vor Jahresende kehrt hier wieder Ordnung ein, jawoll! Ich kann so nicht arbeiten, ganz buchstäblich. Kreatives Chaos ist was anderes; das hier ist einfach nur Unordnung. – Dass ersteres existiert, bezweifle ich ja ohnehin. Entweder, man findet sich zurecht und findet auf Anhieb alles, was man sucht; dann ist es für mich kein Chaos, sondern nur ein unorthodoxes System. Wenn man sich nicht zurechtfindet und nicht sofort das findet, was man braucht, ist es einfach Chaos, vulgo Unordnung. Und für gewisse Dinge, wie einen Stoff auf einem Tisch zuzuschneiden, braucht man nun mal leere Fläche und Platz auf dem Boden drumherum; da beißt die Maus keinen Faden ab. Also auf in den Kampf gegen die fortgeschrittene Entropie!

Frischer Wind im Kleiderschrank

Hier nun, wie versprochen, zwei meiner kürzlich vor mehreren Wochen fertig gestellten Stücke: Zwei ganz unspektakuläre T-Shirts. 😀

Ich hatte dieses Jahr gefühlt nicht so viel Glück mit meiner Näherei und habe einige Ufos angesammelt. Eine Zeitlang dachte ich, dass ich gar nichts tragbares mehr hin kriege und mich vielleicht besser komplett aufs Stricken verlege.

Um mein „sewing mojo“ wiederzubeleben, habe ich mir dann ganz bewusst ganz einfache Sachen gesucht und dabei auch an meinen Kleiderschrank gedacht. Ich hatte mir vor vier Jahren meinen sehr schönen, dunkelblauen Skort genäht, den ich im Sommer am liebsten anziehe; der Stoff, Supplex, trägt sich absolut fantastisch und der weite Schnitt ist bequem und luftig. Für dieses Teil brauchte ich noch ein paar sommer-taugliche Shirts; von denen habe ich zu wenig im Schrank.

Ich trage und nähe ja ansonsten am liebsten Viskose-Jersey, aber wenn es wirklich sehr warm ist, finde ich den Stoff nicht so ideal. Er eignet sich am besten für sehr körpernahe Sachen und das ist bei Hitze nicht so schön, und feuchte Viskose ist schwer und klebt am Körper.

Deswegen hatte ich zunächst nach schönen Baumwoll-Jerseys gesucht und wurde sehr schnell fündig. Ich wollte auf jeden Fall einen gestreiften in maritimem rot-weiß-blau, und dann habe ich noch diesen schönen Anker-Stoff und diese japanisch anmutendenden kleinen Wellen gefunden; absolut süß!

Als Schnitt habe ich mich sehr schnell für Jalie 2012 entschieden; das T-Shirt daraus sitzt locker, aber ausreichend körpernah für meinen Geschmack.

Und tatsächlich sind es zwei sehr schöne, tragbare Shirts geworden, die trotz des wahrhaft miserablen „Sommers“ dieses Jahr schon einige Male zum Einsatz gekommen sind. Das hat mir dann genug Mut gemacht, mich gleich als nächstes an ein komplizierteres Projekt zu wagen; darüber mehr im nächsten Beitrag.

Außerdem habe ich weiter meinen Kleiderschrank ausgemistet; als nächstes waren die Kleider dran. Ich besitze für meinen Begriff ziemlich viele, obwohl ich sie nicht so oft trage. Auf dem Weg ins Büro auf dem Fahrrad finde ich die einfach nicht so praktisch. Und ich habe zu viele Kleider, die schwarz, hauteng und aus dehnbaren Stoffen sind; die eignen sich für Partys, aber nicht für´s Büro. Alltagstaugliche Kleider besitze ich inzwischen auch ein paar, aber deren Anzahl könnte ich mal erhöhen. (Auch dazu demnächst mehr.)

Ein paar davon habe ich aussortiert. Auch mehrere, die mir zwar passen und sehr gut stehen, die ich aber noch nie getragen habe, und ein sehr schönes, das von Anfang an etwas „spack“ um die Hüften war, habe ich aussortiert.

Dann habe ich mir noch die Blusen vorgenommen; auch dort sind einige rausgeflogen, die ich seit dem Kauf tatsächlich noch nie getragen habe, und zwei Stoff-Blazer sind auch aussortiert. Ich muss im Büro gottseidank kein Kostüm tragen, deswegen hängen die schon seit Jahren einfach nur rum, und ich habe mir vor längerer Zeit zwei sehr schöne Jersey-Blazer gekauft; wenn ich mal so etwas anziehen müsste, würde ich sowieso zu diesen greifen. Also können die Ungenutzten auch weg.

Jetzt stehen noch die Röcke an; da sind einige harte Entscheidungen zu fällen, weil darunter am meisten selbst-genähte sind. Aber auch hier gilt, was ich nicht trage, muss raus. Dann habe ich Platz für neue Lieblingssachen, die auch wirklich zum Einsatz kommen. Ich mag ja generell keine „Stehrümchen“ nur zur Deko haben, und für den Kleiderschrank, der größtenteils einen praktischen Einsatzzweck hat, gilt das noch mehr.

Eine Bootsfahrt, die ist lustig…

Das Wetter heute macht einen ja fast wieder trübselig, also erinnere ich mich lieber an ein schönes Erlebnis der letzten Woche bei strahlendem Sonnenschein. Zwei liebe Freunde, die zu Besuch in unserer schönen Hansestadt weilten, hatten ein Schlauchboot mitgebracht, dessen Jungfernfahrt auf den Fleeten unserer Siedlung stattfinden sollte!

Vor den Lohn haben die Götter aber den Schweiß gesetzt, also startete das Erlebnis zunächst mit dem Aufpumpen der drei Kammern, was aber mit Hilfe der Fußpumpe überraschend schnell und leicht vonstatten ging:

Auguste wird aufgepumpt

Wir drei haben uns natürlich dabei abgewechselt – nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. 😉

Der kleine befestigte Uferstreifen unter der Brücke hinter unserem Wohnblock ist ein beliebter Platz, um dort Boote zu Wasser zu lassen, und wurde auch von uns entsprechend genutzt. Nachdem wir sämtliche Gliedmaßen halbwegs bequem im Boot sortiert hatten, kam die nächste Herausforderung, nämlich das Paddeln zu zweit in eine bestimmte Richtung. Auch das klappte ganz hervorragend, und so erkundeten wir ganz gemütlich die Fleete und schauten uns die bekannte Gegend aus einer unbekannten Perspektive an.

neue Perspektiven

Unsere Siedlung ist ja ein wenig verrufen, und als wir unter einer der zahllosen Brücken hindurch fuhren, verstand ich erstmals auch den Grund dafür: Hier werden harmlose Kuscheltiere gefoltert!

Begegnung der dritten Art im Fleet

Perfide Bestrafungsaktion für renitente Kinder? Oder handelt es sich doch nur um eine bizarre  Form des Geocaching? Wir werden es wohl nie erfahren… 😉

Es gibt jedoch auch viel Schönes am Fleet. Entlang der Uferstreifen wachsen unter anderem unzählige, mehrere Meter hohe Brombeer-Sträucher, die vom Land aus meist ganz unzugänglich sind, und daher in aller Ruhe ihre Früchte austragen, die nur von den Vögeln geerntet werden können – oder von wagemutigen Paddlern, die keine Angst vor einem beherzten Griff in die stacheligen Sträucher haben, um sich für eine schnelle Erne festhalten zu können. Hier wachsen ohne Übertreibung die größten, saftigsten und süßesten Brombeeren, die ich jemals gekostet habe! Mein Foto gibt wirklich nur einen ungenügenden Eindruck dieser Fülle:

Reiche Ernte am Fleet

In Hamburg ist ja alles maritim aufgemacht, von vielen Häusern bis hin zu den Geräten auf den Spielplätzen, und unsere Siedlung macht da keine Ausnahme. Hier zum Beispiel ein Aussichtspunkt am Wasser, der mit Fahnenmast und Geländer ein wenig wie eine Bootsreling aussieht:

Maritimer Aussichtspunkt

Unsere Siedlung mit den Wasserstraßen und den vielen wild wachsenden Grünflächen ist natürlich auch ein Anziehungspunkt für viele Vögel. Besonders angetan haben es mir die eleganten Blässhühner, die mit ihrem weißen Schild in dem schwarzen Gefieder aussehen wie von Chanel gestylt, und immer so lustig mit dem Kopf wippen beim Schwimmen. Letztes Jahr hatten wir sogar das Glück, von unserem Wohnzimmer aus einem Pärchen bei der Aufzucht ihrer Jungen zusehen zu können. Auch beim Paddeln sind wir vielen Wasservögeln begegnet, und noch mehr versteckten sich vor uns im Schilf.

Suchbild mit Blässhuhn

Wir verbrachten insgesamt zwei Stunden auf dem Wasser, in denen wir unsere Siedlung einmal komplett umfahren haben. Die Siedlung direkt nebenan hält noch mehr unbekannte Gewässer für eine folgende Tour bereit; darauf freue ich mich schon. Je länger ich hier wohne, desto mehr lerne ich die natur- und menschenfreundliche Architektur dieser Siedlung schätzen, und Erlebnisse wie diese Bootsfahrt machen mir einmal mehr deutlich, wie wohltuend für die Seele das viele Grün um uns herum hier ist. Zum Abschluss daher noch ein besonders schönes Bild:

Schimmer der Hoffnung

Mein nächster Traum ist das Kajak-Fahren auf der Dove Elbe und der Gose Elbe, die ja auch quasi direkt hinter unserer Haustür liegen. Ich bin zwar noch nie Kajak gefahren, und bin alles andere als eine Wasserratte, eher im Gegenteil, aber die Gegend hier animiert mich einfach dazu, das mal auszuprobieren.

Meine neue Nähmaschine…

… hat 55 PS! 😀

Ja, zugegeben, die Bernina 830 wäre mir auch lieber gewesen… Aber für den gleichen Preis einen fast neuen fahrbaren Untersatz mit Klimaanlage ist auch nicht schlecht, oder? 😉

Nein, die Farbe ist in echt nicht ganz so schlimm. Ja, ich hab mich schon dran gewöhnt. Auf dem Supermarktparkplatz hat sie sogar echte Vorteile, habe ich festgestellt. Und demnächst bekommt der Kleine auch noch Wimpern für die „Augen“ – das ist ein Frauenauto; was sein muss, muss sein. 😀 – Ist er nicht süß? *schmacht*

Schneegestöber

Kaum ist man mal drei Tage nicht in der Stadt, bricht auch schon der Winter richtig aus. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich in einem Jahr in Hamburg schon mehr Schnee gesehen habe als in Köln in den zehn Jahren davor? Ich find´s auf jeden Fall total schön! 🙂 Ich wünsche euch allen einen schönen vierten Advent mit Plätzchen und einem warmen Kakao! 🙂

Setzkasten, in echt

Setzkasten
Setzkasten

Ich weiß nicht, wie eure Eltern drauf sind, aber jedesmal, wenn wir zu meinen Eltern fahren, oder die zu uns kommen, haben wir hinterher mehr Dinge als vorher. Der „Fütterinstinkt“ ist bei meinen recht ausgeprägt. 😉

Das bezieht sich nicht nur auf selbstgemachte Marmelade oder ähnliche leckere Sachen, sondern auch auf alle möglichen Gegenstände für den Haushalt. So auch heute wieder: Weil meine Eltern von ihrem Haus in eine kleinere Wohnung umgezogen sind, ist nicht mehr für alle Dinge Platz, so liebgewonnen sie auch sein mögen. So bin ich nun zu diesem wunderwunderschönen echten Setzkasten gekommen, den ich immer schon heiß und innig geliebt habe. *freu* In den wilden Siebziger Jahren, als wir Kinder noch klein waren, wurde er von meinen Eltern heldenhaft aus dem Staate Dänemark heraus geschmuggelt, und seither fleißig mit „Krimskrams“ befüllt.

Was vielleicht nicht alle wissen, ist, dass solche Setzkästen ursprünglich eine ganz andere Funktion hatten als nur dekorativ an der Wand zu hängen: Zu den Zeiten des Bleisatz wurden darin die einzelnen, aus Blei gegossenen Buchstaben aufbewahrt, die dann Buchstabe für Buchstabe im Druckstock zusammen gesetzt wurden, um dann, mit Farbe bestrichen, die Papierbögen damit zu bedrucken. Im Gegensatz zu späteren Nachbauten, die bis auf den heutigen Tag eigens als Wandschmuck hergestellt werden, handelt es sich bei diesem Schmuckstück um einen echten Setzkasten, was die Beschriftung am oberen Rand beweist:

Beschriftung Setzkasten
Beschriftung Setzkasten

Dank Wikipedia konnte ich erfahren, dass nonpareil (bzw. nonpareille) die damals kleinste, noch gut lesbare  Schriftgröße war, die gerne für Taschenbücher etc. verwendet wurde. Mager bezieht sich auf die Dicke der Linien – hier also dünner -, Gill ist der Eigenname der Schrift, kursiv kennt man heute noch aus Office-Programmen, die Buchstaben standen also leicht schräg. Was die 8 heißt, weiß ich nicht genau; es könnte die Bezeichnung der Schriftgröße in Punkten sein, allerdings wäre es dann eine Petit, und keine Nonpareille, aber wer weiß…

Die schwarzen Dinger an der oberen Kante des Setzkastens sind die Griffe zum Herausziehen, denn damals hingen die natürlich nicht an der Wand, dann wären die Buchstaben ja rausgefallen, sondern wurden liegend  aufbewahrt und benutzt, wie man an den Wikipedia-Bildern sehen kann.

Auch die Größe des Kastens weist auf seine Verwendung als „Brotschriftenkasten“ hin, er ist nämlich mit 83 x 53 cm recht ansehnlich, und enthält 129 Fächer. „Brotschrift“ deswegen, weil das die häufig genutzten Schriftarten waren, sozusagen eines der „Grundnahrungsmittel“ des Druckgewerbes. Im Gegensatz zu den sogenannten Schmuckschriften, die für kurze Texte wie Überschriften, Schilder etc. verwendet wurden, bei denen das dekorative Element im Vordergrund steht, nicht so sehr die Lesbarkeit, die bei längeren Texten wichtig ist.

Da ich selbst eine Lehre im Verlag gemacht habe, und mein Mann ein großer Typographie-Liebhaber ist, ist dieser Wandschmuck genau der Richtige für unser Heim und ich freue mich sehr darüber. 🙂

Manchmal frage ich mich sogar, ob dieser Setzkasten meinen beruflichen Weg irgendwie beeinflusst hat, denn ich fand ihn schon als kleines Kind äußerst interessant. 😉

Wir gehen wählen!

Eigentlich wollten wir um diese Zeit ja noch im Urlaub sein, aber da wir kurzfristig zwei Wochen England zugunsten einer Woche Rügen und einer Woche Laminat verlegen getauscht haben (wie blöd kann man sein?!), sind wir nun doch unerwartet zur Wahl zur Hause. Allerdings sind unsere Briefwahlunterlagen ja auch schon da, also benutzen wir die auch.

Und zu diesem Behufe haben wir uns eigens ein Wahllokal eingerichtet. 😀

Hier seht ihr also die Wahlberechtigte Kerstin R. aus H. beim Betreten ihres ganz privaten Wahllokals:

Der Vorteil bei der Briefwahl ist, dass man anziehen kann, was man will. 😀

Soviel Spaß hatte ich jedenfalls noch nie beim Wählen; zur Nachahmung dringend empfohlen. 😉

6 Teile für 65 Euro6 for 65 bucks

So preiswert war ich lange nicht mehr einkaufen… Ich kann mich gar nicht erinnern, ob ich jemals im Leben schon mal bewusst zum SSV gegangen bin, aber dieses Mal hatte ich Zeit, Lust, Geld und vor allem einen konkreten Bedarf. Ich brauchte nämlich dringend noch einige luftige Sommerblusen, und da die Lager ja angeblich noch voll mit Sommerware sind, dachte ich, Versuch macht kluch.

Und siehe da, es war tatsächlich noch jede Menge Auswahl da, sogar in meiner kleinen Größe. Auch mal schön. So verbrachte ich gemütliche anderthalb Stunden auf der zweiten Etage des Kaufhof an der Mö, ganz stressfrei, und fand tatsächlich drei sehr schöne, schlichte Blusen in meinen Lieblingsfarben pink, rosa und türkis. Knallfarben waren – oder sind – ja „in“ dieses Jahr, das kommt mir sehr zupass. Auch farblich passende Tops in grau, pink und rosa fand ich, die jeweils zu allen drei Blusen passen; mix and match at its best. So schön kann einkaufen sein!

Die Herbstmode hatte auch einige sehr schöne Teile zu bieten; bei einer grauen, langen Grobstrickjacke wäre ich beinahe schwach geworden, aber nein, ich blieb eisern und hielt mich an mein geplantes Vorhaben, nur Sommersachen zu kaufen. (Vielleicht hab ich morgen noch Zeit, um mal kurz in die Stadt…?)

Was mir immer noch und zunehmend Kopfzerbrechen macht ist die Stilfrage. Ich bin mit den Blusen sehr zufrieden, weil sie mir gut passen und sehr gut stehen und zu allen meinen Sommer-Unterteilen passen – weiße kurze Hose, weiße lange Cargostil-Hose, weiße Stretch-Jeans, graue weite Leinenhose, schwarze Jeans, und auch zu meinem blauen selbstgenähten Rock. So kann ich morgens in den Schrank greifen und „irgendetwas“ herausziehen und es passt auf jeden Fall. Aber es fehlt so der Kick oder ein Stil, der über den ubiquitären Jeans- und Blusen-Stil hinaus geht. Ich würde gerne etwas ausgefallenere Sachen tragen, etwas mit interessanteren Details oder mehr Wiedererkennungswert oder wie immer man das ausdrücken soll. Naja, vermutlich ist Kaufhof eh nicht so ganz der richtige Laden dafür, aber für die wirklich ausgefallenen Teile aus den teuren Boutiquen bin ich sowieso zu feige (und zu arm). Nur ein kleiner Kick, das würde mir schon reichen… Aber welcher, wo und wie? – Ich habe im Kaufhof ein paar andere Sachen anprobiert, aber die hatten alle Ausschnitte bis dorthinaus, und sorry, so gehe ich nicht ins Büro. Und wo liegt der Sinn in einem leichten Sommerblüschen, wenn ich immer ein Top drunterziehen muss, um den Ausschnitt zu entschärfen? Ich will doch grad so wenig wie möglich tragen. Und die aktuellen Schnitt-Details sahen an mir einfach seltsam aus. Ich weiß schon, Empire ist in, und eine leicht nach unten verschobene Empire-Taille auch – also nicht Fisch noch Fleisch -, aber beides sieht an mir einfach nur dämlich aus. Vermutlich ist die aktuelle Mode gerade einfach nicht für meinen Körpertyp geeignet und es kommen auch wieder bessere Zeiten, aber das Grundproblem bleibt irgendwie, finde ich. – Ich muss einfach mal mit dem Nähen schneller werden und die ganzen Teile, die mir in der Burda & Co. immer so gut gefallen, wenigstens mal schnell als Nesselmodell zuschneiden und dann gucken, ob es mir an mir auch so gut gefällt. Die haben immer so schöne Sachen und ich kriege es einfach nicht umgesetzt, menno! 😉

Bild des Tages: Sonnenuntergang, von unserem Schlafzimmerfenster aus gesehen. Das flache, oft auch öde Land hier oben im Norden entschädigt einen durch diesen wunderbar weiten Himmel und die Wolkenspiele. Gemälde eines niederländischen Meisters, jeden Abend gratis zu besichtigen, und jeden Abend neu. Nur einer der vielen Vorzüge unserer ländlichen Hamburger Wohnung im zweiten Stock mit Aussicht. In unserer Kölner Wohnung im ersten Stock mit Balkon auf den Innenhof war die Sonne spätestens um fünf Uhr nachmittags hinter den hohen Häusern ringsum verschwunden, so dass wir als Berufstätige nicht sehr viel Licht abbekommen haben. Nach unserem Umzug standen wir quasi erstmal jeden Abend wie ungläubige Kinder in der Balkontür, um diese neugewonnene Aussicht zu genießen und regelrecht aufzusaugen, und tun das jetzt noch sehr oft.

It´s summer clearance sale, and for about the first time in my life I went on a planned summer sale shopping spree, hunting down some simple, light, basic blouses. Newspapers say the racks are full due to the bad weather most of the summer so far and also the economy crisis, so I thought I would give it a try. Usually, finding something in my size – s or xs – is quite difficult at this time of year, but they were right, I had plenty of choices, and also in my favourite diamond colours. What a nice surprise!

Within one and a half our at the second storey of my favourite department store I easily found the desired blouses, in my favourite colours pink, rose and turquoise, and also tops in pink, rose and grey, each to go with every blouse, so it´s a perfect mix and match! Shopping can be so nice at times! What´s more, each of this blouses will go with my current bottoms, consisting of a white shorts, white cargopant, wide, grey linnen pant, white stretch jeans, a black jeans, and my sewed blue skirt also. Oh, the possibilities…

What I´m still desperately longing for, though, is something more „edgy“ than just this ubiquitous jeans-and-blouse-style. If you can call this a „style“ anyway. It´s urban chic, but a little bit boring, I think. I tried on some other blouses with some current details like wrapped this, gathered that, empire waist and dropped empire waist (which sits in the middle of nowhere – now what type of figure would look good in that?!), but besides the necklines being virtually plunged to the navel, which I don´t consider appropiate for the office, they didn´t even look good on me either. Sigh. I guess current fashion just doesn´t suit my bodytype. But still, on the one hand I long for something more stylish than what I wear currently, on the other hand I don´t have the guts to wear something really unusual. Isn´t there a happy medium? But what, and where to find (and afford)? Not in a department store anyway, I guess. – Quite often I see a model in the BWOF or elsewhere with an interesting style detail, but seldom do I get to the point to actually make, much less wear it. I really have to try harder, making a quick muslin of such things, to find out if it would suit me anyway. I am constantly searching for styles interesting enough to make a difference, but also easy to blend into my quite ordinary life. Now where is the good fairy if you need one?!

Parting shot: Sunset, as seen through our sleeping room window. I always thought that the plain northern area of Germany would be quite boring, but the wide sky and the ever changing clouds, transient as they are, outweigh my beloved green hills and valleys of the west quite beautifully. It´s a dutch master painting every evening here for free, and quite often we will just stand in the french windows watching the sunset.

Blick ins Boudoir

… oder Schlafzimmer auf neudeutsch. 😀

Heute haben wir unserem Schlafzimmer etwas Farbe verpasst; ein Plan, den wir schon länger ins Auge gefasst hatten, aber wann hat man schon mal Zeit? Aber jetzt!

Abgeklebt hatte ich schon vor ein paar Monaten – wie gesagt… – und da die Möbel schon stehen, haben wir kurzerhand die Wand mit dem Schrank dran weggelassen. 😉

Und die Wand, wo das Bett dran steht, sollte auch nicht komplett gestrichen werden, sondern nur ein großes farbiges Rechteck über dem Bett erhalten. Unsere Raumfarbe ist immer ein warmes Gelb – Caparol „Provence 10“ um genau zu sein – und als Kontrastfarbe haben wir „Coppa 0“ genommen; das ist ein dunkles Rotbraun, ziemlich genau was man als Umbra bezeichnet.

Wie immer haben wir um Türen, Fenster und Schalter einen weißen Rahmen in der Breite eines Klebebandes gelassen, und auch um die Heizkörper herum bleibt es frei. Das sieht nett aus und spart Arbeit. 😀

Rechts von der Schlafzimmertür hatte sich mein Süßer beim Streichen letztes Jahr verewigt und einen Hände-Abdruck gemacht. Nur seine Daumen hat er vorher vergessen anzumalen, das sieht ziemlich witzig aus. Deswegen habe ich das nicht überstrichen, sondern einen Rahmen darum gezogen und es als Bild integriert. 😀

Irgendwann machen wir bestimmt auch mal einen vernünftigen Bodenbelag rein, aber wie gesagt, der Schrank und alles steht ja schon, da macht das immer soviel Mühe… 😉

Sand in den Schuhen…

hatte ich heute nach unserer kleinen Radtour. 😀

Das da oben ist nicht der Weg zum Strand, sondern zu den Boberger Dünen, die mitten im Hamburger Stadtgebiet liegen. Naja, eher am Rand der Stadt, aber so klingt das ja viel besser. Auf jeden Fall im Land Hamburg, meilenweit entfernt vom nächsten Salzwasser; eine sogenannte Binnendüne.

Das Gebiet an sich ist nicht besonders groß und mit dem Rad schnell durchquert, hat aber mit der Dünenlandschaft, einem Badesee und einem Segelflugplatz viel zu bieten.

Da heute „Vatertag“ ist, waren auch Horden von Männern mit alkoholischer Verpflegung unterwegs. Der Mannschaftswagen der Polizei, der am See Patrouille fuhr, weiß wohl, warum er das tut. 😉

Aber auch viele Familien mit Kindern waren mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs. Für Hamburger Verhältnisse war es fast überlaufen, obwohl immer noch nicht halb so viel los war wie am Kölner Rheinufer bei schönem Wetter – gottseidank. Es hat doch ein paar Vorteile, nicht in der Innenstadt zu wohnen. 😉

Hier noch ein paar Dünen-Impressionen: