Kein Stein (mehr) neben dem anderen

Gezielte Zerstörung für einen guten Zweck

Als ich letztes Jahr auf einem Nähtreff diese schönen, selbstgemachten Schnittmuster-Beschwerer-Steinchen bei meiner Nähfreundin Bine gesehen habe, war ich sofort Feuer und Flamme! Mit dieser Reaktion hatte sie auch schon gerechnet, und uns großzügig ihre selbstgeplotteten Aufkleber zur Verfügung gestellt, um damit basteln zu können. 🥰

Hier zeige ich euch, wie ich meine eigenen Zuschnittgewichte gemacht habe. Und am Schluss gibt es auch eine kleine Verlosung! 🙂

Das Ausgangsmaterial ist eine Mosaik-Fliese aus dem Baumarkt oder dem Fliesen-Handel. Dort gibt es alle möglichen Formen und Farben, und eine einzige Matte mit ca. 30 cm Kantenlänge reicht für viele, viele Gewichte.

Ich habe mich schließlich für schlichte, weiße Sechsecke mit glatter Oberfläche entschieden, auf denen die Aufkleber gut haften und zur Geltung kommen. Die einzelne Matte hat ca. 11 Euro gekostet. Andere Designs wie schlichten Granit bekommt man schon für ca. 7 Euro, und die teuersten mit Edelmetall-Effekt liegen bei ca. 25 Euro (Stand März 2026).

Die Steine sind auf einem Kunststoff-Netz befestigt. Um sie davon zu lösen, nimmt man am besten einen Fön. Kurz erwärmen, dann kann man sie in der Regel mit ein wenig Kraft und Geschick aus dem Verbund abziehen.

Die Rückseite ist dann aber noch mit einer dicken, unregelmäßigen Schicht Klebstoff verunstaltet. Damit würden die Steine zwar super auf dem Stoff oder dem Papier liegen bleiben, aber besonders praktisch oder schön ist das trotzdem nicht, weil sie so auch aufeinander und auf allem anderen kleben.

Ich probierte verschiedene Chemikalien aus, die man so im Haushalt herum stehen hat, und entschied mich schließlich für schlichten Brennspiritus als Lösemittel. Kurz einweichen lassen. Ein, zwei Minuten reichen völlig aus. Wer empfindliche Haut hat, zieht für die nächsten Schritte am besten Handschuhe an (nur nicht die aus Kunststoff).

Danach kann man mit einem Ceranfeld-Schaber die Klebeschicht vorsichtig entfernen. Andere Werkzeuge habe ich nicht ausprobiert, aber mit einem stabilen Spachtel oder einem breiten Schlitz-Schraubendreher könnte das vielleicht auch funktionieren.

Anders, als hier im ersten Bild gezeigt, legt man die einzelnen Steine dazu am besten auf eine feste Unterlage, damit man nicht so leicht abrutscht. Vorsicht mit den Fingern und der Rasierklinge!

An einer Ecke anfangen, und gründlich die komplette Fläche des Steins abschaben. Damit ist der größte Teil der Klebeschicht entfernt. Für die Feinarbeit kann man die letzten Rückstände dann mit einer harten Bürste und etwas Spiritus abreiben.

Um auf Nummer sicher zu gehen, und um die Oberfläche für die Aufkleber optimal und fettfrei vorzubereiten, habe ich den Kleinen dann noch eine Runde in der Spülmaschine gegönnt. Danach waren sie bereit für ihre Verzierung.

Und schon hatte ich einen Stapel hübscher, flacher Gewichte zum Zuschneiden. 😍

Die Aufkleber sind natürlich kein Muss; einige von den Mosaik-Designs sind auch für sich genommen sehr schön.

Die einzelnen Steine sind nicht besonders schwer, ca. 35 Gramm. Aber für die meisten Zwecke reicht das völlig aus, und da sie so flach sind, sind sie beim Zuschneiden mit dem Rollschneider nicht groß im Weg. Durch die glatte Unterseite lassen sie sich bei Bedarf leicht verschieben. Daher ist die gründliche Reinigung der Unterseite so wichtig.

Und weil auf der Platte viel mehr Steine befestigt waren, als ich benötige, habe ich jetzt noch 30 Stück zu vergeben, denn zum Wegwerfen finde ich die zu schade.

Wer davon 10 Stück gegen Portoübernahme haben möchte, schreibt mir bis zum 16. März 2026 einen Kommentar unter diesen Beitrag. (Bei der Anmeldung müsst ihr dann eine Email-Adresse angeben, unter der ihr auch zu erreichen seid). Bei mehr als drei Interessentinnen lose ich aus. 🙂

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