Ufo-Tag

Angeregt durch einen Beitrag im HS-Forum und genervt von meinem vollgestellten Nähzimmer, starte ich wieder mal einen neuen Versuch, mich durch meine Ufos zu kämpfen.

Mein blog-Archiv verrät mir, dass meine letzte Ufo-Aktion schlappe zwei Jahre her ist. Und kaum sind Hochzeit, Jobsuche, Umzug und Einleben in der neuen Stadt geschafft, habe ich wieder Zeit für sowas. 😀

Und die Voraussetzungen sind diesmal gut: Zum einen hält sich ihre Zahl in Grenzen; es sind „nur“ elf Stück. Zum anderen arbeite ich ab diesem Monat wieder nur meine reguläre Vier-Tage-Woche, und habe damit keine Ausrede mehr, dass ich keine Zeit hätte. 😉

Also gehen wir die Kiste mal durch, und entscheiden, was davon überhaupt noch fertiggestellt wird:

Schätzungsweise mein ältestes Ufo, die bekannte Franzius-Jacke aus einer Burda von vor ein paar Jahren. Ich hatte zuerst mit mehreren Sorten hellblauem Schrägband herumgespielt, und mich vor kurzem dann doch für ein ganz einfaches Baumwoll-Schrägband entschieden, allerdings in meiner Lieblings-Farbe Pink. Seht selbst:

Ufo - Franzius-Jacke
Ufo - Franzius-Jacke

Das peppt, oder? 😉 Nachdem die Schrägband-Frage geklärt ist, steht einer Fertigstellung auch nichts mehr im Wege. Die vielen Meter Schrägband anzunähen, insgesamt um die 12 Meter, ist etwas mühselig, aber ich glaube, es wird die Sache wert sein.

Nummer zwei, ein T-Shirt aus Ringeljersey:

Ufo - Ringelshirt
Ufo - Ringelshirt

Das hatte ich mal nach einem Schnittvision-Schnitt angefangen, aber der Armausschnitt saß bei mir überhaupt gar nicht. Ich wollte es dann umarbeiten zu Jalie 2005 mit U-Boot-Ausschnitt, aber wenn ich mir den Stoff so anschaue, ist der mir eigentlich zu dick für ein T-Shirt. Es ist so eine Art Rippenstrick-Jersey, vielleicht besser als Bündchen geeignet. Hm – vielleicht mache in Top draus, oder ein ärmelloses Shirt? Ich werde mal die Seitennähte stecken und es anprobieren, und dann entscheiden, ob es weitergemacht wird.

Nummer drei ist ein einfacher Fall, ein Top aus süß geblümtem Viskose-Jersey:

Ufo - Blümchen-Top
Ufo - Blümchen-Top

Das hatte ich vor ein paar Wochen angefangen, und nur zur Seite gelegt, weil meine NähMa in Reparatur war. Da fehlt nur die obere Kantenversäuberung mit einem Organza-Falzgummi, dann noch die Träger annähe und es ist fertig.

Was mich an dem Schnitt stört, ist, dass er vorne zu weit für mich war, so dass die höchsten Stellen der oberen Kante, wo der Träger befestigt wird, viel zu weit außen sitzen. Ich muss mich mal daran gewöhnen, bei jedem Schnittmuster von vornherein die vordere Mitte um einen Zentimeter zu kürzen, damit die Träger bei mir an der richtigen Stelle sitzen. Ich habe es jetzt einigermaßen hinbekommen, aber dadurch die Rundung oben verringern müssen. Aber das wird auf jeden Fall fertig gestellt.

Nummer vier ist wieder ein schwieriger Fall, ein Top aus einer niederländischen Knip-Mode aus einem Cloqué-Jersey:

Ufo - Cloqué-Shirt
Ufo - Cloqué-Shirt

Der Stoff trägt sich wunderbar bei diesem Wetter, aber der Ausschnitt gefällt mir nicht. Den Cloqué beim Nähen am Ausdehnen zu hindern, ist so gut wie unmöglich. Ich hatte die obere Kante zwar mit einem Mausezähnchen-Gummi eingefasst, aber so richtig gut gefallen tut mir das nicht. Oder vielleicht bin ich nur zu kritisch; so schlecht sieht es eigentlich gar nicht aus, wenn ich mir das näher ansehe. Da müssen nur noch die Säume fertig gemacht werden, was mit Hilfe der Cover mit ihrem Differential auch machbar sein sollte. Ich werde es mal fertig stellen. Es trägt sich wirklich sehr angenehm…

Nummer 5 ist ein aufwendiger, aber nicht unmöglicher Fall; der Schnitt kommt auch aus einer Knip:

Ufo - Asymmetrie-Shirt
Ufo - Asymmetrie-Shirt

Der vordere Ausschnitt ist asymmetrisch, was mir sehr gut gefällt. Aber noch besser ist die Rückansicht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sachen heutzutage, die Kathleen so schön mit dem Wort „Sarg-Kleidung“ bedenkt, weil sämtliche Schnitt-Details nur auf der Vorderseite sind, gibt es hier mal eine interessante Rückenansicht:

Das mittlere Rückenteil ist aus weißem Stoff, und darüber sind drei verdrehte schwarze Bänder, die in der Seitennaht mitgefasst sind. Dummerweise macht mir mein Hohlkreuz da wieder einen Strich durch die Rechnung: Eigentlich sollte man auch unter dem dritten Band noch den weißen Stoff sehen, aber das Band hängt zu sehr durch, weil das meine schmalste Stelle ist, und der weiße Stoff staut sich an den Seiten, weil zuviel davon da ist. Weil mir der Stil so gut gefällt, werde ich es wohl komplett auseinander nehmen, und das Rückenteil neu zuschneiden. Jetzt habe ich ja eine Lösung für mein Hohlkreuz-Problem gefunden. 🙂

Auf zu Nummer 6, einer Winter-Weste aus Walkstrick, oder Strickwalk, wie ihr wollt:

Ufo - Walkstrick-Weste
Ufo - Walkstrick-Weste

Auch dieser Schnitt ist aus der Knip – vielleicht sollte ich die auch noch abonnieren, zusätzlich zur Burda? *grübel*

Der Walkstrick ist super-super-warm, und mehr als eine Weste kann sogar ich nicht daraus tragen. Da brauche ich noch eine Verschlusslösung, außerdem ist das Teil trotz mehrfachen Absteckens immer noch zu weit, und die Kanteneinfassung mit der Ovi muss ich an den Resten mal testen, damit da nichts ausleiert. Der Walk ist nämlich extrem weich und dehnbar. Da muss ich erstmal testen und grübeln, und da es im Moment ohnehin die falsche Jahreszeit ist, werde ich das zurückstellen.

Nummer sieben ist der traurige Rest eines Kleides mit Wasserfall-Ausschnitt, das ich mal aus einem sehr schönen, dünnen Jeans-Stoff machen wollte. Naja, der Jeans ist zwar sehr weich, aber für einen Wasserfall-Ausschnitt doch nicht so ganz geeignet. – Das zweitschwierigste am Nähen ist, den richtigen Stoff für einen Schnitt zu finden, und das Teil ist noch aus meiner Anfangszeit. Stimmt, das hier müsste mein ältestes Ufo sein! (Das schwierigste ist, die eigene Figur kennenzulernen und lernen, die Schnitte entsprechend zu verändern.)

Dann hatte ich den oberen Teil kurzerhand abgeschnitten und wollte einen Rock machen, weil die Schnittführung recht schön ist, aber am Bauch ist es zu weit, und irgendwie… naja:

Ufo - Jeans-Rock
Ufo - Jeans-Rock

Einen Jeans-Rock brauche ich aber schon, weil das mMn ein fast unverzichtbares Basic ist. Ich glaube, ich werde mir den Schnitt aus meinem Rock-Grundschnitt ganz neu selbst erstellen, und dann noch mal neu zuschneiden. Dieses Projekt ist also gestorben, wird aber zu anderer Zeit auferstehen.

Nummer acht ist kein Ufo im engeren Sinne, sondern ein langer, schwarzer Rock aus einem sehr schönen Crepe, den meine Nähkursleiterin mir mal geschenkt hatte. Den Bund habe ich schon halb abgetrennt, weil ich hinten zwei Abnäher einfügen muss, und etwas kürzen muss ich den Rock auch noch. Kein Teil für alltags, aber für die nächste Beerdigung hervorragend geeignet…

Ufo - Crepe-Rock
Ufo - Crepe-Rock

Nummer 9 ist eine Hose, auch nach einem Schnittvision-Schnitt. Die Nahtführung gefiel mir sehr gut, die man hier auf dem Produkt-Bild gut erkennen kann. Der Stoff, den ich dafür verwendet habe, fühlt sich leider wie glitschiges Plastik an, und meine Oberschenkel haben in den letzten Jahre so zugelegt, dass ich nur noch mit dem Schuhanzieher reinkomme, daher wird dieses Teil den Gnadenschuss erhalten:

Ufo - Schnittvision-Hose
Ufo - Schnittvision-Hose

Fort mit Schaden… Aber der Schnitt ist vorgemerkt, und mit einem anderen Stoff und neu zugeschnitten wird das vielleicht mal was werden.

Nummer zehn ist ebenfalls eine Hose, die fast fertig ist, aber ebenfalls viel zu eng geworden, und ich „sehe“ mich in diesem Muster auch nicht mehr wirklich:

Ufo - Flock-Hose
Ufo - Flock-Hose

Die wird wohl auch den Weg alles irdischen gehen.

Dann wäre da noch eine zugeschnittene Hose aus einem festeren Jeans, aber die wird inzwischen auch zu klein sein, und der Stoff ist mir auch zu dick; sowas trage ich eh nicht. Also fort damit.

So, die abschließende Zählung sagt, dass sechs Teile fertig gestellt werden, eines vielleicht, und vier kommen weg. Das sieht doch noch mal besser aus. 🙂

Aber bevor ich mich in die Ufos stürze, habe ich noch etwas Flick- und Änderungsarbeit vor mir: Ein Hemd von einem Freund mit einem Riss neben einer Naht, zwei von meinem Mann mit ausgerissener Knopfleiste, und meine letzte Kauf-Hose muss noch um zwei Zentimeter gekürzt werden. Bevor ich etwas anderes anfange, sei es alt oder neu, mache ich erstmal das. Eigentlich kann ich unfertige Sachen nämlich nicht leiden, die hängen immer so Damokles-mäßig über mir und rauben mir den Schlaf… 😉

Heile, heile Pfäffle…

Vor ein paar Wochen zickte meine Nähmaschine auf einmal rum und brachte keinen vernünftigen Zickzackstich mehr zustande. Da sowieso wieder mal eine Inspektion anstand, brachte ich sie zum Händler, und nach kaum drei Wochen ungeduldigen Nichtstuns hatte ich sie dann endlich wieder zurück. Gottseidank war nichts wirklich kaputt, und mit einer kleinen Regulierung hier und da war wieder alles in Ordnung.

Zwischendurch hatte ich meine Zweitmaschine hervorgeholt, um damit eine Schrägbandversäuberung für eines meiner Ufos, die Franzius-Jacke, auszuprobieren. Naja, das klappte nicht besonders gut. Seht selbst, hier der Vergleich zwischen kleiner Toyota (oben) und untere Mittelklasse-Pfaff (unten):

Oben unregelmäßiger Abstand, Probleme mit der Fadenspannung, teilweise wurde die Kante vom Schrägband gar nicht erfasst – sieht nicht so toll aus.

Unten – alles perfekt, jedenfalls für meine Ansprüche 😀

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass der Schmalkantensteppfuß (tolles Wort, oder?!) mein liebster und meistbenutzer Extra-Fuß ist, und zusammen mit dem Obertransport, der auch bei unterschiedlichen Dicken, wie hier bei dem Schrägband, einwandfrei transportiert, ist das ein unschlagbares Team. Das geht soviel leichter, schneller und sauberer als mit der winzigen Toyota. Die kleine war meine erste Nähmaschine, auf der ich Nähen gelernt habe, und wenn gerade Not am Mann ist, hole ich sie ab und zu noch hervor, aber sie taugt leider wirklich nur für den sprichwörtlichen Hosensaum oder unaufwendige Deko-Projekte.

Mal sehen, ob und wann ich diese Jacke je fertigstelle. Eigentlich wollte ich ein schickes T-Shirt nähen, habe aber feststellen müssen, dass ich absolut gar kein passendes Garn zu Hause habe, und musste nun erstmal was bestellen. Bis dahin werde ich mich hoffentlich auch mal mit der Jacke beschäftigen; vielleicht ist sie ja dann dieses Jahr rechtzeitig für die Herbst-/Winter-Saison fertig. 😀

Und hier noch was schönes:

Von meinem Mann zum zehnjährigen Zusammensein. 😀 Lecker essen waren wir auch, kann ich empfehlen. 🙂

Blick ins Boudoir

… oder Schlafzimmer auf neudeutsch. 😀

Heute haben wir unserem Schlafzimmer etwas Farbe verpasst; ein Plan, den wir schon länger ins Auge gefasst hatten, aber wann hat man schon mal Zeit? Aber jetzt!

Abgeklebt hatte ich schon vor ein paar Monaten – wie gesagt… – und da die Möbel schon stehen, haben wir kurzerhand die Wand mit dem Schrank dran weggelassen. 😉

Und die Wand, wo das Bett dran steht, sollte auch nicht komplett gestrichen werden, sondern nur ein großes farbiges Rechteck über dem Bett erhalten. Unsere Raumfarbe ist immer ein warmes Gelb – Caparol „Provence 10“ um genau zu sein – und als Kontrastfarbe haben wir „Coppa 0“ genommen; das ist ein dunkles Rotbraun, ziemlich genau was man als Umbra bezeichnet.

Wie immer haben wir um Türen, Fenster und Schalter einen weißen Rahmen in der Breite eines Klebebandes gelassen, und auch um die Heizkörper herum bleibt es frei. Das sieht nett aus und spart Arbeit. 😀

Rechts von der Schlafzimmertür hatte sich mein Süßer beim Streichen letztes Jahr verewigt und einen Hände-Abdruck gemacht. Nur seine Daumen hat er vorher vergessen anzumalen, das sieht ziemlich witzig aus. Deswegen habe ich das nicht überstrichen, sondern einen Rahmen darum gezogen und es als Bild integriert. 😀

Irgendwann machen wir bestimmt auch mal einen vernünftigen Bodenbelag rein, aber wie gesagt, der Schrank und alles steht ja schon, da macht das immer soviel Mühe… 😉

Freitags-Projekt

Nichts spektakuläres, nur etwas sehr nützliches: Eine Handy-Ladetasche. Nicht überall hat man unter der Steckdose auch einen geeigneten Platz zur sicheren Ablage des Handys, und als ich das erste Mal diese süßen Ladestationen gesehen habe, war mir klar, so etwas brauchen wir. Schönes, schnelles Projekt, auch gut als Geschenk geeignet; sogar für Männer, die sonst ja eher nicht zur Zielgruppe der Nähgeschenke gehören. 😉

Die Rückseite der Stecker-Aussparung habe ich mit einem kleinen Stück Filz gedoppelt, auf das ich vorher außerdem  noch Schabracken-Einlage gebügelt habe.

Die Öffnungen in Einlage und Filz werden sauberer, wenn man sie vor dem Bügeln und Nähen ausschneidet und die Teile dann sorgfältig aufeinander setzt: Erst die Schabracken-Einlage auf das kleine Stück bügeln, das wird dann von hinten mit der Einlage nach unten zeigend auf das größere Teil aufgenäht. Dann noch die Öffnung von innen versäubern.

Der untere Teil ist einfach umgeklappt und an den Seiten zusammen versäubert, oben mit einem Riegel gegen Ausreißen gesichert.

Mein Filz, ca. 4 mm dick, war ehemals ein Tischset, von dem wir aber nur ein einziges Exemplar hatten. Sorry, Schwiegermama, aber in dieser Form haben wir dafür mehr Verwendung. Ich hoffe, dafür hast du Verständnis… 😀

„Unser“ Bläßhuhn hat inzwischen übrigens fünf Küken. Mit ihren roten Wuschelköpfchen und den weißen Schnabelspitzen sehen sie total süß aus. Leider sind unsere Tele-Objektive etwas zu schwach für die Entfernung, also müsst ihr mir das einfach so glauben. 🙂

Sand in den Schuhen…

hatte ich heute nach unserer kleinen Radtour. 😀

Das da oben ist nicht der Weg zum Strand, sondern zu den Boberger Dünen, die mitten im Hamburger Stadtgebiet liegen. Naja, eher am Rand der Stadt, aber so klingt das ja viel besser. Auf jeden Fall im Land Hamburg, meilenweit entfernt vom nächsten Salzwasser; eine sogenannte Binnendüne.

Das Gebiet an sich ist nicht besonders groß und mit dem Rad schnell durchquert, hat aber mit der Dünenlandschaft, einem Badesee und einem Segelflugplatz viel zu bieten.

Da heute „Vatertag“ ist, waren auch Horden von Männern mit alkoholischer Verpflegung unterwegs. Der Mannschaftswagen der Polizei, der am See Patrouille fuhr, weiß wohl, warum er das tut. 😉

Aber auch viele Familien mit Kindern waren mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs. Für Hamburger Verhältnisse war es fast überlaufen, obwohl immer noch nicht halb so viel los war wie am Kölner Rheinufer bei schönem Wetter – gottseidank. Es hat doch ein paar Vorteile, nicht in der Innenstadt zu wohnen. 😉

Hier noch ein paar Dünen-Impressionen:

Ich bin wieder 15…

… mit diesem Shirt! 😀

Schon vor drei Jahren – *huch* ich dachte, den hätte ich erst letztes Jahr gekauft! – hat mich dieser Stoff mit Graffiti-Aufdruck angesprungen, der ein wenig *hüstel* nach 80er Jahren aussieht. Und da musste natürlich ein 80er Jahre-Schnitt dazu. Kein originaler, denn in Säcken will ich heute auch nicht mehr herumlaufen. Aber in der Burda vom Juli 2008 fand sich ein interessanter Shirt-Schnitt mit der richtigen Optik.

Gestern zugeschnitten, gestern genäht – nein, nicht heute getragen, denn zum einen bin ich ja noch etwas erkältet, zum anderen lässt die Hitzewelle hier noch etwas auf sich warten. Aber wenn sie kommt… 😉

Der Schnitt besteht nur aus zwei Teilen und dem Bündchen. Eigentlich gehören dann noch Belege für den Ausschnitt dazu – der übrigens hinten genauso aussieht wie vorne – aber ich habe es mir schnell und einfach gemacht: Ich habe nur die Nahtzugaben des Ausschnitts nach innen geklappt, unten eine kleine „Lasche“ geschnitten, und mit der Cover drübergesteppt. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich das Teil liebe? 😀

Der Ausschnitt ist zwar jetzt nicht spitz, aber das ist ja nicht schlimm. Wie bei Burda üblich, habe ich den Ausschnitt außerdem ca. 4 cm nach oben verlegt, weil man sonst bis dorthinaus hätte gucken können. Und bürotauglich soll auch dieses Shirt trotzdem sein. 😉

Nach dem Zusammennähen – für die Anprobe war ich natürlich auch zu faul… – fand ich das Shirt allerdings viel zu lang. Bei meiner „Größe“ stehen mir einfach keine Sachen, die bis zur Hüfte reichen; da sehe ich drin aus, als ob ich die Kleidung meiner nicht vorhandenen großen Schwester auftragen würde. Also erstmal den Bund mit dem Rollschneider wieder abgetrennt und beherzt das Shirt um 8,5 cm gekürzt. Dann fiel mir ein, doch mal eine noch nicht getestete Änderung gegen Hohlkreuz auszuprobieren, weil sich das Shirt im Rücken doch viel zu sehr gebauscht hat. Also auch die Seitennähte sorgfältig aufgetrennt *stöhn* und dann nur das Rückenteil in der Taille auf jeder Seite 2,5 cm eingekurvt, auslaufend zu den Endpunkten am unteren Ärmelausschnitt und Saumkante. Dann wieder an das Vorderteil genäht. Und vom Hinterteil musste ich dann noch etwas mehr wegschneiden, weil es durch die gebogene Naht ja „länger“ wird als das Vorderteil. Bund wieder dran und – perfekt! Diese Hohlkreuz-Änderung ist genial! Und die Länge sieht auch besser aus. 🙂

Heute die letzten Fäden und die beiden „Laschen“ in den Spitzen vorne angenäht, und fertig ist das Teil. Hach, schön, so ein schnelles Erfolgserlebnis. 🙂

Und wieder ein Stoff weniger. *freu* Neulich habe ich gesehen, dass der Boden meiner untersten Stoffkommodenschublade sich an einer Ecke etwas gelöst hat – ist wohl etwas zu viel Stoff drin… *flöt* Gut, das ist nur ein Ikea-Möbel, aber ich sollte wirklich mal etwas entschlossener die Berge hier abbauen… 😉

Der Eurovision Song Contest…

Schöne Mädchen stehen öfter auf der Bühne als Jungs. Die Mädels tragen entweder Tracht oder sind sexy, oft beides zusammen. Portugal allein deswegen schon sympathisch, weil die Sängerin den durchschnittlichen BMI erheblich in die Höhe treibt, ebenso wie Malta. Die Jungen sind zu hübsch, Fließband-Schönheiten ohne Charakter, Ausnahmen vielleicht Litauen und Norwegen. Eindrucksvoll und authentisch der Auftritt von Patricia Kaas für Frankreich.  Auch Israel gewinnt Sympathiepunkte für seine versöhnliche Botschaft. Die schwedische Sängerin sieht mit ihrem wilden Grinsen aus, als ob sie unter Drogen steht. Die hübscheste Sängerin kommt aus Estland. War das grade Albanien mit dem grünen Spiderman neben der Sängerin? Bizarr. Bizarr auch der ukrainische Auftritt, mit silbernen Römerlegionären und einer Kameraführung, bei der einem schwindlig wird. Die rumänische Sängerin tanzt im Gegensatz zu ihren Mädels sehr verhalten, weil ihr sonst vermutlich die Bälle aus dem Dekolletee hüpfen würden. Für England Andrew Lloyd Webber himself am Klavier. Hübscher Song, gewohnt pathetisch; die Sängerin klingt für meinen Geschmack etwas zu angestrengt manchmal, aber technisch sehr gut, soweit ich als absoluter Laie das beurteilen kann.  Wer hätte gedacht, dass es in Finnland Rapper gibt? Und wer hat eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt, dass verkehrtherum aufgesetzte Schirmmützen cool aussehen? Gab es jemals einen Rapper, bei dem das authentisch aussah? Ohne diesen albernen Sänger hätten die finnischen Mädels vermutlich größere Chancen.  Sehr hübsch der spanische Zaubertrick mit der verschwundenen Sängerin – vermutlich der erste Zaubertrick jemals beim Grand Prix? Auch sehr schön der Startschuss zur Abstimmung von der ISS aus dem All – cool! Oh ja, Deutschland hatte auch mitgemacht. Den Typen kenne ich nicht – auch so ein Schönling – und was Dita von Teese da zu suchen hat, ist mir mehr als schleierhaft.

Am schönsten waren eigentlich die Showeinlagen des Cirque de Soleil und die schwebenden Wasserbecken – romantisch, spannend, aufregend – toll! Hat jemand den Namen mitbekommen? Aus Spanien, wenn ich mich recht erinnere?

Der deutsche Kommentator nervt ein wenig mit seiner weinerlichen Bettelei nach Punkten… Wie wäre es, wenn wir es demnächst mal mit einem guten Song versuchen? Vorzugsweise mit jemandem, dessen Englisch nicht so klingt, als ob er gerade von der Schule abgegangen wäre…

Norwegen scheint zu gewinnen. Gönn ich ihm. 🙂

Das Wort des Tages…

… lautet: „ribbelfest“!

Ich gehöre ja zu den Menschen, die grundsätzlich alles lesen, auch die Rückseiten von Cornflakes-Packungen, Etiketten von Marmelade und Aufdrucke auf Taschentücherpäckchen. Und auf eben einem solchen fand ich gerade dieses Wort, das  mir bis dahin noch vollkommen unbekannt war.

Eine kurze google-Recherche zeigt mir, dass ich nicht die einzige bin, die über dieses Wort stolpert. Schön, wenn man nicht alleine ist. 😉

Ansonsten gibt es grad nicht viel zu berichten. Ich habe ein wenig Halsschmerzen, bin müde, fühle mich aber nicht allzu krank. Und in dem Schilf am Fleet direkt vor unserem Wohnzimmerfenster brütet ein Bläßhuhn, aber das ist so gut versteckt, dass man keine guten Fotos bekommt. Bin gespannt, ob wir die Küken zu sehen bekommen, wenn sie geschlüpft sind. 🙂

Was lange währt..

…wird endlich gut. Die obere Kante dieses Tops hat mich dazu gebracht, das Teil zwei Jahre als fast fertiges Ufo in der Kiste liegen zu lassen. Der Beleg, obwohl knappkantig innen an der Nahtzugabe angesteppt, klappte immer noch nach außen. Ich hatte mit verschiedenen Stichen der Nähmaschine experimentiert, aber das leierte aus, und auch schon von Hand ein paar flache Pailletten aufgestickt, aber das gefiel mir auch nicht so recht.

Heute habe ich das Top dann spontan aus der Kiste gekramt, passendes Garn in die Cover eingefädelt, abgesteppt – und siehe da, das funktioniert. *freu*

Nur der Schnitt gefällt mir noch nicht so ganz; die Träger liegen viel zu weit außen, und der BH wird nicht verdeckt. Ich dachte zuerst, es liegt an meinem sehr schmalen Körperbau, aber wenn man sich die BurdaFotos mal anschaut ist das offenbar so gewollt. Hätte ich besser mal vorher genauer hingeschaut. Fast herunter rutschende Träger ohne BH drunter sehen in einer Zeitschrift natürlich viel besser aus, sind für mein Leben aber nicht geeignet. Den Schnitt werde ich also noch abändern müssen, denn generell gefällt er mir sehr gut und ich habe noch mehrere geeignete Jerseys hier liegen.

Auf große Fahrt…

… kann dieses Geschenk demnächst gehen, und zwar im doppelten Sinn.

Vor einiger Zeit gab mir meine Mutter ein Picknickbesteck, für das sie gerne eine Picknickrolle haben wollte. Ich hatte zwar eine Vorstellung, wie ich das umsetzen wollte, und hatte auch schon begonnen, Stoff dafür zuzuschneiden, aber so recht gefiel mir das alles nicht, und so lagen die Sachen längere Zeit auf meinem to-do-Stapel.

Aber neulich hat es mich nochmal gepackt; ich suchte bei kostenlose-schnittmuster.de nach Vorlagen, und siehe da, ich wurde bei den instructables fündig.

Natürlich, Geschirrtücher als Picknickrolle – perfekt! Von unserem Umzug hatte ich noch einen Stapel, ebenfalls aus dem Bestand meiner Eltern, den sie mir als Verpackungsmaterial überlassen und geschenkt hatten. Da mein Mann zur seltenen Sorte der männlichen Geschirrtuch-Sammler gehört 😀 habe ich aber nicht soviel aktuellen Bedarf.

Heute habe ich dann zugeschnitten und fleißig genäht, und voilá, da ist sie, die fertige Picknickrolle. So sieht sie geöffnet aus:

Die obere Kante wird umgeklappt, dann wird alles von der linken Seite aus eingerollt; das Band und die zwei D-Ringe sind beide an der rechten Seite befestigt. – Die D-Ringe hatte ich auch noch in meinem Bestand, also zählt das praktisch als UWYH-Projekt. 😉

Ich habe die Vorlage noch etwas geändert; da meine Tücher extrem dünn waren, habe ich zwei Stück davon miteinander verstürzt, und sie vorher beide noch mit Einlage verstärkt, da das Gewebe auch sehr locker ist und gerne Fäden zieht. Band und Ringbefestigung habe ich dabei mitgefasst. Die untere Kante wird dann umgeklappt und in Abständen von sechs Zentimetern abgesteppt. Auch die obere Kante wird bei meiner Version umgeklappt, damit beim Transport nichts herausfallen kann.

Morgen Heute geht es zur Post, das ist die erste Fahrt, und dann kann es von meinen Eltern auf Fahrrad-Touren und andere Fahrten mitgenommen werden. 🙂