Heute habe ich meine neue Jacke zum ersten Mal in der Öffentlichkeit ausgeführt 😀

Heute mittag auf dem Rückweg ins Büro habe ich sie gegen die Lederjacke, die ich morgens noch anhatte, getauscht. Als wir abends das Büro verließen, sagte ein Kollege, man würde sehen, dass sie selbstgemacht wäre. Ich fragte ihn, was genau er damit meine – ob er meine Handwerkskunst kritisieren würde? 😉 Nein, meinte er, es wäre nicht negativ gemeint, aber man würde eben sehen, dass sie selbstgemacht wäre.

Abends habe ich dann mit meinem Freund darüber geredet, und er brachte eine Definition von „Selbstgenäht“, die ich in dem Zusammenhang ziemlich passend finde: Er sagte, meine Jacke würde nicht so aussehen, als ob man sie bei C&A oder Kaufhof kaufen könne, sondern eher in einer Boutique 😀

Damit hat er sicherlich vollkommen Recht, und diese Definition gefällt mir sehr gut! 🙂

Nachdem ich den Ärmel in den letzten Tagen bestimmt vier Mal neu geheftet habe, habe ich jetzt einfach genäht. Es ist nicht perfekt; entweder habe ich doch ungleichere Schultern als ich dachte, oder ich habe die Nahtlinie am Ärmel nicht ganz getroffen, aber es ist immer noch kleidsam. Kein Ufo diesmal!

Ausserdem kann ich jetzt gleich weiter üben, weil ich die nächste Jacke in Angriff nehmen werde. 🙂 Ich habe gerade mal die Schnitteile auf den Stoff gelegt, weil mir anderthalb Meter doch ein bissel kurz für eine Jacke vorkamen, aber es geht. Es bleibt kaum ein Fitzel Stoff übrig, aber es geht.

Gerade habe ich auch eine Digicam von einem lieben Freund ausgeliehen. Ich war schon fleissig und habe meine neuen Stoffe fotografiert, die noch nicht vernäht sind. Auf dieser Seite könnt ihr sie bewundern. Demnächst folgen auch Bilder von den ganzen Sachen, die ich bislang schon wieder genäht habe. Ich habe sie mal alle auf einen Stapel gelegt, und war selbst ganz überrascht, wieviel ich gemacht habe – und wie schön bunt das alles zusammen aussieht 🙂

Meine neueste kreative Beschäftigung: freies Sticken und Applizieren mit der normalen Nähmaschine.

Das ganze hatte so angefangen, dass ich mir ein oder zwei Taschen nähen wollte, für alltags. Dafür gibt es zum Beispiel das hochgelobte „Taschen-Buch“. Weil ich mir nicht sicher war, ob ich das wirklich würde brauchen können, dachte ich mir, vielleicht hat es ja die Mayersche Buchhandlung. Dieses Buch hatten sie nicht, dafür ein anderes, „Making Handbags and Purses“, das ich zwar auch ganz interessant fand, aber die Anzahl der Schnittmuster fand ich eigentlich doch ein wenig zu klein.

Im Regal daneben stand dann aber ein Buch über Ornamente, ein Vorlagenatlas mit angeblich 1001 verschiedensten Ornamenten. Alle in schwarzweiß, geordnet nach geographischen Regionen, urheberrechtsfrei zu verwenden. Die Auswahl reicht vom einfachen, abstrakten Linienmuster bis zu fein ziselierten Blumenornamenten. Dazwischen alles von stilisierten Blumen, Tieren, Menschen, Rahmen, Bordüren, kurz, Motive ohne Ende! Ich blätterte ein bisschen durch, und fand mehrere schöne Sachen, die meine Phantasie anregten. Also kaufte ich es. – Jetzt brauche ich nur noch einen Scanner, das vereinfacht die Weiterverarbeitung doch erheblich. Ich wollte sowieso schon länger einen haben, und jetzt habe ich die perfekte Ausrede, mir endlich einen zu kaufen. Dieses Wochenende geht es auf in den Elektromarkt 😀

Zwei Motive habe ich schon ausprobiert. Sie sind noch ziemlich krumm, aber schon erkennbar:

und

Für den Herzknoten und die Konturen des Sterns habe ich einen dichten Zickzack genommen; der Stern ist appliziert, der Knoten einfach so „aufgestickt“; die inneren Linien des Sterns habe ich mit einem dicht eingestellten Wabenstich nachgezogen. Gerade habe ich noch ein wenig in Photoshop mit unterschiedlichen Farbgestaltungen für die Flächen des Sterns gespielt. Ich glaube, das Thema wird mich noch eine Weile beschäftigen 🙂

Gerade habe ich meine erste Hose gekürzt – und es ist gut gegangen 🙂
Ich hatte mir die Hose schon letzen Dienstag gekauft, aber bis jetzt nicht die Zeit gefunden. Ausserdem hatte ich Bedenken, weil der Stoff einen Stretch-Anteil hat. Aber auch mit einer ganz normalen Steppnaht ist es gut gegangen und überhaupt nicht ausgeleiert.

Mein grün-weißes Ringel-T-Shirt ist seit gestern abend auch komplett fertig. Eben habe ich den Schnitt so geändert, dass der Ausschnitt ein wenig enger ist; ich hoffe, das fertige Shirt liegt nachher am Ausschnitt so, wie ich mir das vorstelle. In Folie sieht es jedenfalls schon mal gut aus. Auf dem heutigen Nähbrunch habe ich von Martina auch zwei weitere T-Shirt-Stoffe in Empfang nehmen können; da kann ich die Tage gleich mit weitermachen. Und Silvia hat mir den besticken Jeans mitgebracht, der meine nächste Jacke werden soll.

Eben habe ich die Liste der Sachen, die ich demnächst fotografieren muss, auf den neuesten Stand gebracht. Vier neue Teile sind seit der letzten Aktualisierung dazugekommen. Im Moment bin ich echt im totalen Nährausch 😉 Und ich habe schon seit Monaten kein einziges Ufo mehr produziert; das ist das beste 🙂