Skort Megan

Hier direkt eine Ausführung meines gestrigen guten Vorsatzes, öfter mal schnell ein Nesselmodell eines interessantes Schnittes zu machen. Mit einem Skort liebäugele ich ja schon seit Jahren, bin aber nie zu Potte gekommen. Bei burdastyle sah ich neulich das Modell „Megan„, und kaufte es. Das Zusammenkleben der Seiten und Auskopieren dauert ja immer genauso lange wie das Zuschneiden und Nähen, aber da es sich nur um ein Testmodell handelt, war auch das heute recht schnell erledigt.

Ich hatte zuerst nur die Beinteile zusammengenäht und anprobiert, und dann hab ich das Teil gedanklich schon wieder aussortiert, weil es viiiiiiel zu weit war und im Rücken mindestens zehn Zentimeter aufklaffte. Komisch, dachte ich, solche Abweichungen bin ich von Burda gar nicht gewöhnt. Bis mir dann beim nächsten Blick auf meinen Browser mit der geöffneten Modell-Seite auffiel, dass der Bund ja sehr hoch ist. Also doch noch schnell den Bund angenäht und siehe da, passt fast perfekt. Man sollte doch öfter mal vorher genauer hinsehen. 😉

Auf der burdastyle-Website werden Twill oder Baumwolle mit Stretch empfohlen, aber ich denke, unbedingt nötig wäre das nicht. Auch der Schritt liegt bequem tief, bei mir mindestens fünf Zentimeter tiefer, wie bei Hosenröcken üblich. Ich sehe also wirklich keinen Grund, warum man dieses Modell nicht auch aus einem nicht-dehnbaren Stoff machen könnte. In der gedruckten Anleitung steht dann interessanterweise auch nichts mehr von Stretch, sondern dort wird Wollstoff oder Flanell empfohlen. Also auch als Herbstmodell gut zu gebrauchen.

Da mir auf dem Modellfoto die Beine zu kurz waren, habe ich vor dem Zuschneiden den Schnitt um 13 cm verlängert. Da ich auch hier den Bund nicht einkalkuliert hatte, kann ich von meiner Verlängerung nun wieder ein ganzes Stück abschneiden. Es muss noch einen Tick enger werden in der Taille, und ich überlege, an den Seitennähten noch ein klein wenig Weite herauszunehmen, obwohl mein Mann mir glaubhaft versichert, dass es mich auch jetzt nicht dick aussehen lässt. Aber soviel Stoff um mich herum bin ich einfach nicht gewohnt, deswegen  sieht es für mich vielleicht einen Hauch seltsam aus.

Ich überlege, dafür einen fließenden Viskose-Stretch zu verwenden, den ich mir vor – nur! – zwei Jahren bei Korst mal zugelegt hatte. Gut möglich, dass es dann noch etwas enger werden muss, denn meine gekauften Stretch-Stoffe haben, im Gegensatz zu fertig gekauften Hosen aus Stretch, immer die Angewohnheit, beim Tragen viiiiel zu weit auszudehnen. (Und ja, natürlich verstärke ich den Bund mit Vlieseline.) Seltsam das. Und der fließende Stoff wird vermutlich dafür sorgen, dass es noch etwas schmaler fallen wird. Ich hoffe, es wird dann trotzdem noch gut aussehen, oder ist das zu risikoreich?

Hier nochmal die Rückansicht, mit hektisch abgesteckten Beinen und nicht umgeklappter oberer Bundkante. Für flache Hintern wirken solche Falten ja Wunder, wie ich schon bei diesem Rock festgestellt hatte. 😀 (Der übrigens auch nicht genäht wurde, mangels Zeit, Lust und anderer Projekte.)

In der hinteren mittleren Naht sitzt ein Reißverschluss; der Bundverschluss vorne ist nur ein Fake. Ich bin noch nicht sicher, ob ich das schürzenähnliche Rock-Panel vorne so lasse, oder doch lieber das klassisch seitlich angesetzte Skort-Panel mache. Mal sehen.Sewing a skort, i.e. a shorts with a front (and optional back) panel simulating a skirt, has been a long time entry on my sewing wish list, and when I saw the neat „Megan„-model on the burdastyle-Website, I decided to give it a try.

What I don´t like much about those download-patterns is the time consuming work of glueing the sheets together; but cutting and sewing the muslin went quite fast today.

On the website they recommend twill, or cotton with slight stretch. Strange enough, in the printed instructions you receive after buying the model, the recommendation reads wool or flannel, no word about stretch, so this would also make a good autumn pattern in these more cosy fabrics, I think.

I lengthened the pattern at first for 13 cm, but didn´t consider the very wide waistband when measuring the legs, so I can cut off a good part of the extension again. Oh well. Overall, it fits quite well, perhaps a tad too wide, considering the stretch-viscose I have in mind for this one. I think it should fit close to the body in the waist, to weigh out the very wide legs, and create a kind of old fashioned, curvy silhouette. The pleats, especially those two in the back parts, work wonders for a flat rear, I discovered. A definite recommendation for everyone with this issue.

Please ignore the hastily pinned legs and the muddled waistband!

My considered stretch viscose is very drapey, and will perhaps change the look of this model considerably because of its weight. Not sure if this is the right fabric for this model; I don´t want to mess it up. Have to muse on that one a while, to make sure…

I think this model will look best paired with a tighter top, as seen on burdastyle; you shouldn´t wear something too wide in the top half, to avoid looking like a christmas cracker. 😉

2 Gedanken zu „Skort Megan“

  1. Hi,
    sieht doch schon ganz gut aus. Und Hendrik hat Recht, du siehst nicht dick aus. Nur hinten könnte der Stoff evtl etwas mehr fließen, sprich an der HM ein bißchen zugeben.
    Da du nur das Teil ziegst, kann ich nicht abschätzen, wie es insgesamt aussieht, aber so ad hoc würde ich die Länge auf Mitte Kniescheibe verlängern. Ja, obwohl es ein Shortsrock ist.
    Laß mal sehen, wie es weitergeht.
    LG
    M.

  2. Ja, die hintere Mitte habe ich noch etwas erweitert und die Schrittrundung tiefer ausgeschnitten um Platz zu schaffen… *seufz*
    Und nee, länger wird er nicht – ich stehe zu meinen knubbeligen Knien! 😀
    Ich habe jetzt eine bessere, noch etwas kürzere Länge gefunden; in ordentlich abgesteckt sieht das schon viel besser aus; und habe beschlossen, einen dünnen Sommerjeans dafür zu verwenden. Halte euch auf dem laufenden. 🙂

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