Eingerostet…

… bin ich wohl während meiner über dreimonatigen Nähpause.

Mein Nähzimmer habe ich inzwischen wieder; am letzten Wochenende habe ich mein neues Zimmerchen bezogen und meine Nähmaschine und meine Ovi aus ihren Transportverpackungen geholt und frisch eingefädelt. *freu*

Ein wenig habe ich auch versucht, zu nähen, aber ich mache derzeit so ziemlich jeden blöden Fehler, den man nur machen kann, habe ich den Eindruck. Zuerst habe ich falsch zugeschnitten, und zwar zweimal: Zuerst habe ich beim einlagigen Zuschneiden (der Stoff ist sehr dick) ein großes Teil so blöde aufgelegt, dass es für die Ärmel nicht mehr in einem Stück gereicht hat und ich stückeln musste. Außerdem habe ich den Flor des Frottees nicht genug beachtet, und bei den beiden Vorderteilen dann unterschiedliche Florseiten außen gehabt. Argh!

Eine Naht, die ich eigentlich mit der Maschine nähen und dann mit einem aufgesetzten Band versäubern wollte, habe ich stracks mit der Ovi genäht, ohne nachzudenken. Mist!

Dann hatte meine Ovi gerade bei einem neuen Garn im linken Nadelfaden Probleme mit der Spannung und der Faden riß mir zweimal, und als ich das endlich bereinigt hatte, stellte ich fest, dass ich die Seitennähte schon zusammen genäht habe, obwohl ich bei diesem Raglan-Schnitt eigentlich erst die Raglan-Nähte machen wollte, und dann untere Ärmelnähte und Seitennaht in einem Rutsch. Wie doof kann man sein?!

Ich glaube, das liegt an diesem Stoff… So hundertprozentig gefiel mir der eh nicht, und ich habe ihn eigentlich nur gekauft, weil ich in diesem Laden nichts besseres gefunden hatte. Jawohl, dass muss es sein! Der Stoff ist schuld!

Morgen besuche ich einen anderen Laden, oder zwei oder drei, und suche mir einen wirklich schönen Stoff! Und dann klappt es! Basta!

Geschafft!

Drei Stunden den Laster einräumen, zweieinhalb zum Ausräumen. Nicht schlecht, oder? 😀
Dank der tatkräftigen Hilfe der Familie und nowak inklusive Ehegespons beim Einräumen und dank zweier russischer „Mietsklaven“ beim Auspacken sind wir tatsächlich in Rekordzeiten fertig geworden. Im Moment kann man hier keinen Fuß auf die Erde setzen, und mir ist noch etwas schleierhaft, wie ich jemals den Platz finden soll, die Möbel aufzubauen, damit wir die Inhalte Kartons in dieselben einräumen können, aber irgendwie wird es schon gehen. Im Moment bauen wir gerade das Bett auf, und gleich gehts´s zum Steak essen. Das ha´m wir uns verdient….

Halleluja! Und der Umzug…

So, seit heute Mittag haben wir jetzt endlich auch wieder Telefon und vor allem Internet in der neuen Wohnung. Die nette Alice kam in Gestalt eines jungen Mannes, der innerhalb von drei Minuten alles erledigt hatte. Demnächst bekommen also alle, die es angeht, eine Rundmail mit neuer Anschrift und Telefonnummer. 🙂

Weil der Upload so schön ist, hier mal ein aktueller Blick aus dem Fenster:

Sieht fast aus, als ob sich da ein Wirbelsturm umtreibt; sehr eindrucksvoll…

Ach so, und der Umzugswagen wird bereits am Abend des 22. vor unserer Türe in Köln stehen. Wer also ab etwa 19.00 Uhr diesen Freitag Lust und Zeit hat, mit uns ein paar Sachen zu schleppen, ist herzlich eingeladen. 😉 (Gibt auch was zu essen…)

Schöner wohnen

Gestern war Mal-Tag bei uns; wir haben Wohnzimmer und Flur angestrichen. Die Wände erstrahlen nun wieder in unserem beliebten Gelb „Provence 10“ von Caparol. 😀

Um alle Türen, Fenster, Schalter und Heizkörper haben wir einen breiten Streifen mit Kreppband abgeklebt, so dass alles einen weißen Rahmen hat. Das Ergebnis gefällt uns ausgesprochen gut! Hier ist mal ein Beispielbild:

Als nächstes kommt vermutlich der Bodenbelag dran. Ich halte euch auf dem Laufenden 😀

Details

Details wurden gewünscht, also hier einige Bilder aus unserem aktuellen Leben.

Esstisch

Unser Eßtisch, ein zweckentfremdeter Beistelltisch. Klein, aber ausreichend für zwei.

Unser Kühlschrank

Unser „Kühlschrank“, eine Auto-Kühlbox mit Stromversorgung. Klein, aber bei den derzeitigen Temperaturen unverzichtbar – ein sehr praktischer Luxus… Freundliche Leihgabe meiner Eltern *küßchen* 🙂

 Unser Kleiderschrank

Unser Kleider- und alles-Schrank. Zwei Regale mit dazwischen geschobenem Besenstiel als Kleiderstange. Quasi ein Ikeahack 😉 Rechts davon ein weiterer Kleiderschrank auf Rollen.

Der Blick aus unserem Wohnzimmerfenster. Viel Grün 🙂

Blick aus dem Fenster nach unten. Grillen zirpen, Enten quaken, die reinste Idylle. Das viele Grün rund um´s Haus bringt allerdings auch Unmengen von Spinnen mit sich, mit denen wir uns brüderlich die Wohnung teilen – wir unten auf dem Boden, sie oben in den Ecken (jedenfalls meistens). Ich habe mir bereits ein Bestimmungs-Buch über Spinnen bestellt: Wenn ich schon meinen Lebensraum mit ihnen teile, möchte ich wenigstens wissen, wie die alle heißen – eine Frage der Höflichkeit quasi. 😉

Wasserstandsmeldung

Seit drei Wochen weile ich nun in der Hansestadt, und es ist Zeit für eine kleine Meldung 🙂

In Kürze: Alles top! :mrgreen:

Job macht Spaß, nette Kollegen, und das Beste ist: Wir haben eine Wohnung gefunden! Es ging schneller als ich dachte, und ich bin sehr erleichtert!

Hier werden wir demnächst wohnen, im zweiten Stock, also direkt unter dem Dach:

Wohnung HH

Eine Neubausiedlung – zehn Jahre alt – im Südosten Hamburgs. Wie man sieht, haben wir das Foto kurz vor dem EM-Finale aufgenommen :mrgreen:

Die Siedlung ist sehr hübsch gestaltet, mit abwechslungsreicher Bebauung – keine Straße sieht aus wie die andere, kein Haus ist höher als vier Stockwerke. Die Siedlung hat eine eigene S-Bahn-Haltestelle sowie Autobahnanschluss, ein kleines Einkaufszentrum und „hinter dem Deich“ fangen die so genannten Marsch- und Vierlande an; man ist also schnell im Grünen. Unsere Wohnung liegt etwas am Rand der Siedlung, und direkt hinter unserem Haus verläuft ein Fleet, das sind schmale Entwässerungsgräben. Definitiv eine schönere Aussicht als die letzten acht Jahre in Köln!

In den nächsten Wochen steht also ein Umzug ins Haus, und wir sind im Geiste schon mit Einrichten beschäftigt. :grin:

Kleine Räume, kleines Kleid

Derzeit und in den nächsten Wochen leben wir räumlich etwas begrenzt auf anderthalb Zimmern, und der größte Teil unserer Sachen befindet sich bereits in Umzugskartons. Der begrenzte Raum und die begrenzten Mittel zwingen mich zu sorgfältigerer Planung, und vor allem dazu, nach dem Arbeiten immer alles sofort wegzuräumen. Eine ungewohnte Situation für mich, nach den Jahren des Luxus, mit der ich bislang aber sehr gut zurecht komme. Ich hoffe, diese Lage hält mich auch davon ab, Ufos zu produzieren, wie dies in den letzten Monaten wieder viel zu oft passiert ist. Wie ich gerade heute in einem sehr schönen Artikel über den inneren Schweinehund gelesen habe, besteht Disziplin ja oft genug nur aus vier Wänden und viel Zeit… 😉

Mein Kleid nähert sich jedenfalls der Vollendung; Belege sind festgenäht, Saum umgenäht, jetzt muss ich nur noch die Träger auf die richtige Länge kürzen, dann ist mein Sommerkleidchen fertig. Mal sehen, ob ich das im frischen Hamburg je tragen kann 😉

Außerdem habe ich ein Shirt zugeschnitten, und zwar ein rückenfreies nach Burda 7830. Ich brauche es für einen bestimmten Anlass, und dieses WE, wenn ich kurzfristig Zugang zu meiner Ovi habe, muss ich es zusammen nähen, weil das vermutlich die letzte Gelegenheit sein wird. Eventuell kommt noch ein Rockteil dran. Drückt mir die Daumen!

Was von der Arbeit übrig blieb…

Bleistiftstummel

… neben der Erinnerung an mehr als fünf schöne Jahre und nette Kollegen und Vorgesetzte, sind diese Bleistiftstummel.

Ein gewisser Medienbruch erforderte das regelmäßige Abschreiben von Informationen vom Bildschirm, um diese später wieder einzutippen. Eine gelegentlich recht meditative Tätigkeit…

Diese Gelegenheit habe ich genutzt, um meine gesammelten Bleistifte aufzubrauchen. Ich habe nämlich – neben Stoff und Schokolade – ein kleines Faible für Schreibwarenläden, und als Jugendliche habe ich eine Zeitlang Bleistifte gesammelt (neben Steinen, Muscheln, Murmeln, Glanzbildchen, Comics etc.). Da ich seit der Schulzeit aber kaum noch Bleistifte brauche, lagen diese mehrere Jahre in meinen Schubladen und warteten auf ihren Einsatz.

Nun, in den letzten fünf Jahren habe ich sie fast alle aufbrauchen können. Dank der genialen Erfindung der Bleistiftverlängerung, ganz oben im Bild, kann man sie bis auf einen sehr kurzen Stummel noch bequem bis fast zum Ende gebrauchen. Altmodisch, aber extrem nützlich.

Jetzt überlege ich, was ich mit diesen Stummeln anfange. Ich bringe es nicht übers Herz, sie einfach wegzuschmeißen. Vorschläge werden dankend entgegengenommen. 🙂

Mal sehen, welche Arbeitsmittel den neuen Job prägen werden… 🙂

Endlich: Paris-Bilder!

Sacre Coeur


Drei Wochen später bin ich dann endlich fertig mit meinem kleinen Paris-Bericht. Eine dreiseitige Foto-Galerie mit launigen Kommentaren findet ihr auf meiner Website, und zwar genau hier. Viel Spaß beim Gucken!  :grin: 

Für die Verspätung habe ich übrigens einen guten Grund, nämlich eine – erfolgreiche! – Jobsuche in Hamburg. In vier Wochen geht es los, und die Zeit des Strohwitwen-Daseins ist endlich vorbei, jippie! Jetzt muss nur noch die Wohnungssuche klappen…  :roll: 

Eine von 1,6 Millionen…

Statistiken sind doch was feines. Derzeit wird die neue Statistik-Website statista.org durch alle Medien bekannt gemacht. Spaßeshalber habe ich mal geschaut, was der Bereich Hobby hergibt, und wurde überrascht: Es hat sich tatsächlich jemand mal die Mühe gemacht, zu fragen, wieviele Leute regelmäßig Nähen, bzw. Schneidern. Und hier ist die Antwort:

 

Ich zähle mich zu den regelmäßigen Näherinnen, bin also eine von circa 1,6 Millionen. Wow, das sind ganz schön viele!

Diese Frage gehört übrigens zur größeren Umfrage „Typologie der Wünsche“ von Burda Media. Logisch, dass die auch diese Frage stellen!  :wink: 

Und was fangen wir jetzt mit diesem unnützen Wissen an? – Ich freue mich, dass wir doch so viele sind – über anderthalb Millionen, wer hätte das gedacht?! Und finde es klasse, dass ich über Internet-Foren wie hobbyschneiderin.net mit so vielen davon in Kontakt treten kann!  :grin: